Seele beugt sich und erhebt sich, atmet in Unendlichkeit …

 

Dies zu wissen, macht Gedanken erträglicher, wenn Vertrautestes fremd wird. Und erstaunt beobachtet man, wie sich die Welt neu um einen ordnet …

Neues Erleben

Wieder sah ich Schleier sinken
Und Vertrautestes wird fremd,
Neue Sternenräume winken,
Seele schreitet traumgehemmt.
Abermals in neuen Kreisen
Ordnet sich um mich die Welt,
Und ich seh mich eitlen Weisen
Als ein Kind hineingestellt.
Doch aus früheren Geburten
Zuckt entfernte Ahnung her:
Sterne sanken, Sterne wurden,
Und der Raum war niemals leer.
Seele beugt sich und erhebt sich,
Atmet in Unendlichkeit,
Aus zerriss’nen Fäden webt sich
Neu und schöner Gottes Kleid.

(Hermann Hesse)

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Ein Gedanke zu “Seele beugt sich und erhebt sich, atmet in Unendlichkeit …

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