Ich möchte, ich wünschte … was Liebe wirklich will.

 

Pablo Neruda, dieser große chilenische Dichter, drückt mit seinen bedeutsamen Wortbildern viele Dimensionen der Liebe aus und er tut es wie kaum ein anderer.

Liebe, wie vielfältig sie sich doch zeigt. So zart und doch unglaublich mächtig. Dann wieder unberechenbar. Und am Ende unausweichlich.

Was Pablo Neruda in seiner Liebe tun will, lesen wir am Ende dieses wundervollen Gedichtes:

„Ich möchte mit dir das machen,
was der Frühling mit Kirschbäumen macht… „         … wie schön er das sagt.

Er, der Frühling, lässt die Kirschbäume aufblühen, damit sie sich in ihrer ganzen Schönheit zeigen. Genau das will die wahre Liebe. Sie will einen anderen Menschen aufblühen lassen. Sie will, dass dieser andere Mensch die ganze Schönheit zeigt, die in ihm wohnt …

Der Kuss

Ich schicke dir einen Kuss mit dem Wind
und ich weiß, du wirst ihn spüren.
Du wirst dich umdrehen, ohne mich zu sehen, aber ich werde da sein.
Wir sind aus der gleichen Materie gemacht,
aus denen Träume gemacht sind.
Ich möchte eine weiße Wolke sein,
in einem unendlichen Himmel,
um dir überall hin zu folgen und dich jeden Augenblick zu lieben.
Wenn du ein Traum bist, wecke mich nicht auf.
Ich möchte in deinem Atem leben.
Während ich dich anschaue, sterbe ich für dich.
Dein Traum wird sein, mich zu träumen.
Ich liebe dich, weil ich dich in all‘ dem widergespiegelt sehe,
was es Schönes gibt.
Sag mir, wo du heute Nacht bist,
noch in meinen Träumen?
Ich spürte eine Liebkosung auf meinem Gesicht,
die bis ins Herz reichte.
Ich möchte bis an den Himmel reichen
und dir mit den Sonnenstrahlen schreiben, ich liebe dich
Ich wünschte, dass der Wind jeden Tag
durch dein Haar bläst,
um auch aus der Ferne
deinen Duft zu riechen.
Ich möchte mit dir das machen,
was der Frühling mit Kirschbäumen macht…

Pablo Neruda

 

17 Gedanken zu “Ich möchte, ich wünschte … was Liebe wirklich will.

  1. Jetzt bist Du mir zuvogekommen, denn ich habe dieses Gedicht für den Ostersonntag vorgesehen-:))) ich werde es trotzdem posten, denn es ist so schön, dass es auch auf meinen Blog gehört. Ich hatte ja neulich eine ganze Serie von ihm eingestellt, weil ich diesen Wortmagier schon so lange verehre und liebe und einmal mehr bedauere, seine Werke nur in Übersetzungen lesen zu können.
    Dir einen lieben Gruß und Dank für diesen wunderbaren Neruda, Karin

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  2. das Gleichnis mit dem blühenden Kirschbaum ist nicht richtig gedeutet.der baum blüht nicht auf um schön zu wirken,die blüten tragen bald früchte befruchtet durch den wind -bei der liebe zwischen mann und frau besteht die frucht-nach 9monaten-durch die liebe-aus einem Baby oder2oder31…soviel zum Thema was die liebe will….bei dem namen Fabio neruda dichter aus Chile fällt mir ein Gesang ein der mir bis heute in meinem ohr liegt.,:ein indiojunge aus peru der willleben so wie du, er will lieben,doch die Türen bleiben zu,für den indiojungenvon aus peru.:.dasdani

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    • Ich respektiere deine andere Meinung zur Interpretation des Gedichtes und das, was DU unter Liebe verstehst, aber nimm bitte zur Kenntnis, dein „bei dem namen Fabio neruda“ … also, er heißt Pablo Neruda !!!

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