Calw, meine Schöne … 2015

Calw, meine Schöne …

Immer wieder zieht es mich in dieses malerische Städtchen und jedesmal gebe ich mich ihrem Zauber hin. Calw, die Hesse-Stadt … so viele Erinnerungen und Verbindendes finde ich dort. Warum? Wer könnte es schöner beschreiben als er, der dort geboren wurde und seine Kindheit verbracht hat.

„Zwischen Bremen und Neapel, zwischen Wien und Singapore habe ich manche hübsche Stadt gesehen, Städte am Meer und Städte hoch auf Bergen, und aus manchem Brunnen habe ich als Pilger einen Trunk getan, aus dem mir später das süße Gift des Heimwehs wurde. Die schönste Stadt von allen aber, die ich kenne, ist Calw an der Nagold, ein kleines, altes, schwäbisches Schwarzwaldstädtchen.“

So schreibt Hesse 1918 in „Heimat“.

Ich liebe es, dort durch die Gässchen zu schlendern. Über den einladenden, gemütlichen Marktplatz und entlang den hübschen Fachwerhäusern hin zu meinem Lieblingscafè Montagnola. Dann gleich nebenan befindet sich das Hermann-Hesse-Museum.
Anschliessend mache ich mich dann auf den Weg zur Nikolausbrücke, wo ich schon von Weitem die Statue von Hermann Hesse stehen sehe – für mich ein vertrauter Anblick, auf den ich mich immer wieder freue. Ich liebe den Fluss mit den Trauerweiden, an denen Schwäne vorüberziehn, wo das Wasser quirlig über die Steine hüpft. Dort sitze ich gerne für eine Weile, bevor ich dann meistens meinen Calw-Tag bei meinem Lieblingsitaliener abschliesse. Nicht nur die Pizza, sondern auch die herzliche, schöne Atmosphäre ist dort ein Genuss ….  hier ein paar Eindrücke. Vielleicht bekommt ihr ja mal Lust, Freund Hesse dort zu besuchen  🙂

 

„Wo man ein Knabe war, da ist man zuhaus. …Es gibt nur diesen einen Ort auf der Erde, wo mir jeder winzigste Winkel ganze Scharen von lebendigen Erinnerungen entgegenwirft, wo jedes Plätzchen in jeder Gasse für mich etwas Erlebtes, Erobertes, Unverlierbares ist und noch einen Nachglanz jenes fabelhaften, reichen, leidenschaftlichen Lebens an sich trägt, das ich als Knabe hier gelebt habe.“

(Hermann Hesse / aus: „Knabenzeit“)