Hugo Ball, Emmy Hennings und Hermann Hesse

So kann Dich niemand lieben, außer mir …

Gedanken und Erinnerung an Hugo Ball und seine Frau Emmi … und an Worte aus einem der schönsten Liebesbriefe, die ich kenne. Er stammt aus der Feder von Hugo Ball.

Lächelnd stand ich dort an ihrem Grab und meine Gedanken kreisten um das bewegte Leben dieses liebenswert „verrückten“, exzentrischen Liebespaares.

Hugo Balls bewegende Worte, mit denen er seine große Liebe ausdrückt, ziehen an mir vorüber. Ich glaube, er hat sie wohl sehr geliebt, seine Emmy:

„Oft bin ich ein wenig erschrocken und fürchte mich, wenn ich Dich am allermeisten liebe und Dir am allernächsten bin. So kann Dich niemand lieben, außer mir. […] Du bist mir alles. Ich kann nicht denken ohne an Dich zu denken. Es ist ein Wirbel, in den ich mich gern fallen lasse wie in ein großes, schwingendes Netz aus Seide und Sorge… “

Hugo Ball (2, 97), Brief an seine Frau Emmy, 17. Januar 1919

1920 kamen sie ins Tessin und waren entschlossen, hier unter südlichem Himmel ein neues Leben zu beginnen. Hier begegneten sie auch ihrem Freund Hermann Hesse und es entstand eine lebenslange, innigste Freundschaft …. ein Miteinander in Freundschaft, wie es dies nur selten gibt.

Hier ruhen sich die beiden Liebenden nun aus. Von ihrem bewegten Leben und weiterhin ganz in der Nähe ihres geliebten Freundes Hermann. Auf dem malerischen Friedhof Sant’Abbondio in Gentilino …