Kinder, Kinder …

 

Ich liebe sie alle … meine Kinder 🙂

Zucchinikinder …

 

Kohlrabi-Kinder …

 

Blumenkinder …

 

… und mein Katzenkind 😉

Na, was sagt ihr? Ist das ein Kindersegen? Und alle Kinder sind einzigartig in ihrem Dasein. Und jedes will beachtet und geliebt werden – was kein Problem darstellt, wenn man kinderlieb ist 🙂

Das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern

 

Gedanken an meine beiden Söhne und Enkelkinder (bald sind es vier 🙂 ) –  es sind liebevolle Gedanken, die mich durch den Tag begleiten. Eine tiefe Zufriedenheit erfüllt mich dabei. Allen geht es gut und sie kommen mit ihrem Leben zurecht. Dies ist ein sehr positives und beruhigendes Gefühl, bei dem mich auch grosse Dankbarkeit erfüllt, dass es die Schöpfung mit mir in dieser Hinsicht gut gemeint hat. Gut so, wie es ist … meine Kinder 🙂  . Doch:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Wie recht er doch hat, dieser grosse Poet. Seine Worte haben mich durch viele Jahre hindurch begleitet, während meine Kinder erwachsen wurden und ihren Weg gesucht haben.

Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.  (Goethe)

 

Das Sternbild des Wolfes

 

Nur selten haben wir die Gelegenheit, uns dem hinzugeben, was ist. Nur selten können wir es wirklich sehen und empfinden, obwohl dies wahrscheinlich die weiseste Form wäre, um uns auf unserem Planeten zuhause zu fühlen.

Wie sich das anfühlen kann, dieses vollkommene Hingeben an das, was ist, habe ich nochmals nachgelesen – es klingt so wundervoll und lässt Sehnsucht aufkommen, es auch zu können, dieses vollkommene Hingeben.

„Mein Herz weitete sich, während eine machtvolle Musik, eine Architektur aus unbekannten Tönen um mich herum klingelte. Endlich hatte die Stille ein Ende.  Ich öffnete die Augen einen Spalt. Hoch über mir bemerkte ich, während ein unbezwingbares Lächeln meine Lippen auseinander zog, das Gegeneinanderschlagen der metallischen Früchte und dann ihr Einswerden mit dem Himmel. Die Galaxien erschienen mir plötzlich, ich hätte sie mit den Händen berühren können, so genau war ihre Zeichnung. Ich sah Dampfwolken, Sterntrauben, Splitter in unglaublichen Farben, einen Regenbogen, aus dem schillernde Partikel spritzten. Ringe liefen um Planeten, Sternenhaufen bewegten sich in der Welle, die von schrecklicher Schönheit war. Ellipsen und Spiralen, Zwiebeln und Räder, der Himmel tanzte wie ein ironisches Meer. Rote Sonnen, schwarze Monde, der Raum saugte mich an; ich breitete die Arme aus und fiel verkehrt herum in ihm. Glücklich überliess ich mich meinem Fall.  ….

[….. ]

Ich versuchte mich aufzurichten, musste es aber sofort wieder aufgeben. Ich schloss die Augen und fing ganz plötzlich, ohne zu wissen, warum, an zu weinen.

Zwei Stunden vergingen so, zwischen Schluchzen und Halbschlaf, immer noch diese Art Koma, diesmal jedoch durchflochten von den wunderbaren Visionen, die ich dort vor dem Vergessen gehabt hatte und welche die Tränen wie durch Zauber freigesetzt zu haben schienen.

Nach und nach geriet ich in einen Zustand unbeschreiblicher Ekstase, denn diese Bilder kehrten mit extremer Genauigkeit zurück. Die schillernden Dampfwolken; die Sterntrauben; die Splitter  ….

… und jetzt erschienen mir, als hätte ich sie immer schon gekannt, die Namen der Sternbilder, Andromeda und Paradiesvogel, Giraffe und Kassiopeia, das Sternbild des Zentaur, unter der südlichen Krone die Wasserschlange, der Delphin und der Große Hund  ….  Ach! Das Fieber packte mich erneut in dieser schwerelosen Reise, es blendete mich mit Visionen und Metamorphosen, die furchterregenden Wolken stiegen empor und verwandelten sich in funkelnde Tierplaneten, und dann sah ich plötzlich, als käme es von weiter her, glänzend wie schwarze Diamanten, das Sternbild des Wolfs auf mich zustürzen  …“

(Textauszug aus „Das Lied der Natur“ von Hélène Grimaud)

Es gibt das Sternbild Wolf und es ist 620 Lichtjahre von unserer Erde entfernt, liegt am „Nordrand unserer Erde“. Nur ein geringer Teil davon ist in geringer Höhe über dem Südhorizont in den Juli- und Augustnächten in unserem Land zu sehen. Im Sternbild Wolf sind 40 Sterne mit bloßem Auge zu erkennen. Aber nur 10 Sterne scheinen in diesem Sternbild recht hell und nur zwei von ihnen gelangen in unseren Breiten über den Horizont.

Sehen was ist … hmmm, ich würde dieses Sternbild so gerne mal sehen ….