Better is Peace !

 

Eine wundervolle Komposition von Karl Jenkins. „Benedictus“ ist der vorletzte Satz aus „The Armed Man: a Mass for Peace“. Guy Wilson, ehemaliger Direktor des Royal Armoryies Museum, sagte über dieses Stück:

„Auch die Überlebenden eines Krieges können bis hin zur Vernichtung durch diesen verletzt sein. Das „Benedictus“ heilt diese Wunden mit seiner langsamen und stetigen Bekräftigung des Vertrauens.“

The Armed Man: A Mass For Peace wurde erstmals am 25. April 2000 in der Royal Albert Hall in London aufgeführt. Wer mehr zu diesem grossartigen und interessanten Werk wissen möchte, hier:  https://de.wikipedia.org/wiki/The_Armed_Man:_A_Mass_for_Peace

Die Bilder im Video dazu finde ich wunderschön!

Kopfkino ….

 

Während ich ihm zuhöre, schlägt sich vor meinen Augen ein Buch wie von selbst auf. Ja, genau so stelle ich ihn mir vor – so muss er gespielt haben! Ich blicke auf die Buchseiten, die ich schon mehrmals gelesen habe, weil es so faszinierend ist, dass ich es wohl nie vergessen werde. Ich hatte über dieses wunderschöne Buch berichtet:

https://seelenglimmern.com/2017/02/25/wenn-ein-buch-so-beginnt/
und auch hier:
https://seelenglimmern.com/2017/03/25/musik-eigentlich-viel-zu-unsterblich-um-vom-tod-beruehrt-zu-werden/

Ich höre ihm nochmals zu und schlage mein Buch auf – ich kenne die Stelle genau, die mich so tief berührt hat:


[…..]

(Textauszug aus „Zeit der Zikaden“ von Andreas Séché)

Paganini … der Teufelsgeiger! Er war einfach genial.
In meinem vorangegangenen Eintag schrieb ich über Nemanja Radulovic:  „Seine außergewöhnliche Technik und Virtuosität brachte ihm den Vergleich mit Paganini ein.“

Ja, genau so stelle ich ihn mir im Spiel vor (der „echte“ Paganini soll allerdings nicht ganz so attraktiv gewesen sein 😉 ) :

Ich liebe unvergessliche Bücher, die mich zu genialer Musik führen und ich liebe geniale Musiker, die ein Buch immer wieder in mir lebendig werden lassen 🙂

Übrigens, Hesse hat recht (sinngemäss!) : Ein gutes Buch und ein Ohr voller genialer Musik vor dem Zubettgehen, das ist besser als alle deine Schlafmittel.

Drei wundervolle Künstler – Meister ihres Fachs … und überaus sympathisch!

Nemanja Radulovic : schwarze lockige Haarmähne, dunkle Augen, Gothic Style, wild und ungezähmt – einer der aktuell spannendsten jungen Geiger. Seine außergewöhnliche Technik und Virtuosität brachte ihm den Vergleich mit Paganini ein. Er spielt auf einer Geige von Jean Baptiste Vuillaume aus dem Jahre 1843. 2015 wurde er von ECHO Klassik als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet.
Hier gibt es mehr über ihn:
http://www.klassikradio.de/kultur/kuenstler-und-klassikwissen-wiki/nemanja-radulovic

Ksenija Sidorova:  eine lettische klassische Akkordeonistin. Abschluss als Master mit Auszeichnung. Ksenija Sidorovas Repertoire umfasst Klassisches von Bach über  Mozart bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Der Tango spielt ebenfalls eine grosse Rolle in ihrem Leben. Sie wurde ausgezeichnet mit dem Echo Klassik 2017  (Instrumentalistin des Jahres, 2017)!
Hier gibt es mehr übe sie: https://www.tastenwelt.de/lesen/news/ksenija-sidorova-exklusiv-bei-deutsche-grammophon/

Andreas Ottensamer: geboren am 4. April 1989 in Wien, ist ein  österreichischer Klarinettist von internationalem Ruf, der einer Familie von drei Soloklarinettisten angehört. Er ist Solist der Berliner Philharmoniker, liebt Sachertorte und ist stolz, ein halber Ungar zu sein. 2015 gewann er den Klassik-Echo als Instrumentalist des Jahres.

 

Wenn Musik mein Herz erfüllt,
scheint sich das Leben mühelos
und ohne Probleme zu gestalten.

George Eliot

Gianluca Ginoble (von Il Volo) – für mich ein Ausnahmetalent!

 

… er liebt Elvis-Songs:

…  er singt mit Ed Sheeran zusammen aus grosser Distanz und sie harmonieren wunderbar:

… seine Stimme ist vielversprechend – vielleicht ist er dafür bestimmt, als heller Stern am Opernhimmel aufzugehen. „La danza“ ist so ein schwieriges Stück und er singt es mit einer verblüffenden Leichtigkeit. Er singt es in der erforderlichen Schnelligkeit – einfach perfekt 🙂

 

„One of the U.K.’s most technically gifted classical crossover talents …

 

…  award-winning tenor Alfie Boe grew up in Blackpool, England.“

Was  ihn auszeichnet, sind überragende Topplatzierungen in den Klassikcharts – auch in den USA.

Ob Oper, Musical oder Folksongs – er singt mit Leidenschaft … auch in der Küche! 🙂
Wer würde sich von solch einem Tenor nicht gerne bekochen lassen … hier probte er wohl für sein Album „La Passione“, ein Album mit traditionellen italienischen Liedern.

Aber hier nun ein Highlight, das mir sofort unter die Haut ging – was für eine Stimme!

Aber er kann noch mehr:

Synergie = Zusammenwirken

 

Ein Synergieeffekt steht für die Hoffnung, dass ein Ganzes durch sein Zusammenwirken mehr wert ist als die Summe seiner getrennt bleibenden Teile.

Ob die Wirkung in meinem Beispiel „mehr wert“ ist, als die getrennt bleibenden Einzelteile, möchte ich so nicht behaupten – jedes ist ein hervorragendes Schöpfungswerk für sich.
Auf jeden Fall aber finde ich faszinierend, welche Wirkung es auf mich hat, wenn ich diese Drei im Zusammenwirken erlebe:

Mascha Kaleko – ihr Gedicht „Die Dritte Sinfonie“ (aus: „In meinen Träumen läutet es Sturm“),
Gustav Mahler – seine 3. Sinfonie 4.Satz und 
Friedrich Nietzsches Text aus „Also sprach Zarathustra“, welchen Mahler in seinen 4.Satz integriert hat.

Ich finde diese Zusammenwirkung unbeschreiblich schöpferisch und mitreissend, geradezu genial.

Die Dritte Sinfonie
Als ich heute wieder Mahlers „Dritte“ hörte,
Umfingen mich die Schatten alter Zeit,
Und auf den Schwingen der Unendlichkeit
Entfloh ich dieser Stadt und dem Getriebe,
In das Gewoge der Vergangenheit,
In das Vineta unsrer ersten Liebe.

Ein Gestern grüsste mich bei jedem Schritte,
Das dunkle Tor, das dem Erinnern sich
Stets halb verweigert hatte – Mahlers „Dritte“
Erschloss es wie ein „SESAM ÖFFNE DICH!“
Und alles, was jahrzehntelang schon schlief,
Schien aufbewahrt in „unserem“ Motiv …

Wie Japanblumen, leblos im Papier,
Im Wasser aufgehn und sich bunt entfalten –
So regten sich bei jedem Takt in mir
Die eingefrornen Träume und Gestalten.
Dass es doch möglich wär, sie festzuhalten,
– Den Augenblick, und was ihm bang entstieg,
Die Stimme, was sie sagte und verschwieg –
Sich fortzuretten aus den Gletscherspalten
Ins Sonnenreich unsterblicher Musik.

Friedrich Nietzsche „Das trunkene Lied“
aus: ALSO SPRACH ZARATHUSTRA, Vierter und letzter Teil, Das Nachtwandler-Lied, Kapitel 12

ALLE LUST WILL EWIGKEIT
O Mensch! Gib Acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
„Ich schlief, ich schlief—,
aus tiefem Traum bin ich erwacht:—
Die Welt ist tief,
und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh—,
Lust—tiefer noch als Herzeleid.
Weh spricht: Vergeh!
Doch all‘ Lust will Ewigkeit—,
—will tiefe, tiefe Ewigkeit!“