Ein bisschen Schlossromatik …

 

Ein bisschen Schlossromantik am See gab´s heute schon – im bescheidenen Rahmen, doch bei strahlendem Sonnenschein. Und anstatt eines stimmkräftigen, charmanten Tenors trat dort vertretungsweise ein prachtvoller Schwan auf. Ich stand vor purer Schönheit. Würde sich z.B. der Tenor Vittorio Grigolo in einen Schwan verwandeln, könnte ich ihn mir so vorstellen …   🙂

Ich habe den Schwan genau beobachtet und musste schmunzeln. Den See betrachtete er als sein alleiniges Reich und gestattete den anderen Gänsen und Enten nicht, darin zu schwimmen – ständig jagte er diese mit ärgerlichem Gefauche und Gezische aus dem Wasser und schnappte nach ihnen. Also der berühmte Schwanengesang war das nicht!

Danach war er aber wieder friedlich und zog in seiner vollen Pracht stolz über den See. Hier ein paar Impressionen (zum Vergrößern bitte anklicken):

 

Ein wunderschöner Schwan, aber leider kein verwandelter Vittorio Grigolo, denn der singt ….. immer!!! Gerade hörte ich ihn mit dieser bezaubernden Arie, passend zu meinem Schwaneneintrag:

 

Sommernachtsträume

 

Stundenlang könnte ich davon träumen. Atemlos, etwas erschöpft von der langen Autofahrt, stehe ich nun vor einem bezaubernden Barockschloss. An einem romantischen See gelegen, breitet es weit seine Flügel vor mir aus.

Ich drehe mich um und blicke auf eine von unzähligen Lichtern überbogte große Bühne. Mein Begleiter nimmt mich an der Hand und flaniert mit mir den Weg entlang, bis zur zweiten Stuhlreihe direkt vor der Bühne. Überwältigt und erwartungsvoll schaue ich mich um, während leise Töne an mir vorbeihallen – die Mitglieder des großen Orchesters stimmen ihre Instrumente. Die Britin Julia Jones, eine wundervolle Dirigentin, steht an der Seite und lächelt.

(Bildquellen: Pixaby  u. Wikipedia)

Plötzlich braust ein tosender Applaus auf, Begeisterung und Leidenschaft erfasst die große Menschenmenge, die speziell dieses großen Ereignisses wegen angereist ist.

Opern- und Klassik-Liebhaber dürfen sich auf ein ganz besonderes Konzert-Highlight freuen, auf ein hochkarätiges Programm …  auf den Spitzentenor Vittorio Grigòlo und  die ECHO Klassik-Preisträgerin Aida Garifullina , zwei Opernstars der Superlative, welche die schönsten Arien von Verdi, Puccini und Rossini interpretieren werden.

Und dann betritt er die Bühne, dieser hinreißende Tenor, und breitet weit seine Arme aus, um all die Menschen zu begrüßen, die sich nun seiner einzigartigen Stimme und der betörenden Musik großer Komponisten hingeben möchten, darin schwelgen und versinken, im Verlaufe einer zauberhaften Sommernacht unter einem sternenübersäten Firmament:

Bis August werde ich davon träumen und dann wird dieser Traum wahr   🙂  Ich habe mein Geburtstagsgeschenk mal wieder vorzeitig bekommen: ein Ticket ganz vorn in der zweiten Reihe (das Konzert in ziemlich ausverkauft) und da werde ich diesen großen Tenor live hören und erleben … und ich freue mich so!

 

Vittorio Grigòlo

Im Alter von 13 Jahren sang er im Opernhaus von Rom den Hirtenknaben in Tosca. Dabei wurde Luciano Pavarotti auf ihn aufmerksam.

Vittorio Grigòlo gehört zu den begehrtesten Operntenören der Welt und wird heute als der neue Pavarotti gefeiert. Er besticht mit seiner kräftigen, frischen, ziemlich einzigartigen Stimme und hat sich auf den großen Bühnen der Welt bewährt. Covent Garden, die Met, die Scala etc.

Luciano Pavarotti hat ihn entdeckt und gefördert. In einem Interview erzählte Vittorio Grigòlo:  „Seine letzte Unterrichtsstunde hat Pavarotti mir gegeben, das macht mich sehr stolz. Er war immer voller Energie und Liebe, wenn er mit mir geredet hat, um seine Geheimnisse zu vermitteln. Ich weiß, er hilft mir jetzt immer noch, von oben. [ …  ]  Ich war ein bisschen nervös, aber Luciano hat immer hinter der Bühne auf mich gewartet und mich mit Komplimenten und Aufmerksamkeiten gestärkt, dass meine Aufregung wieder verschwand. Daran werde ich mich ewig erinnern.“

Hier sang er den Song „Luciano“ – der Song ist ein musikalisches Monument für den Jahrhunderttenor Luciano Pavarotti (ich habe geweint, als ich das sah!) :

Und auch das ist Vittorio Grigolo, der Freddy Mercury und Queen mag.

Er ist ein ein leidenschaftlicher Mensch und erzählt über sich:

„Ich liebe nicht das Risiko, aber ich mag es, das Limit, den Rand, die Grenze zu finden. Ich fordere mich gern heraus und brauche immer etwas, das alle meine Sinne stimulieren kann und mich das Leben fühlen lässt. Da ist auch die Sehnsucht, es immer besser zu machen. Aber sicher, mir ist klar, dass das nicht geht, weil wir Menschen sind und der Körper keine Maschine ist. Und das ist ja auch etwas Besonderes: Die Unzulänglichkeiten machen uns einzigartig!“.

Er ist einzigartig und seine Stimme ist einzigartig. Und dann kann man noch folgendes über ihn lesen:

– Er besitzt eine Harley Davidson und ist ein Fan von Motorradreisen.

– Seine Lieblingsmusiker sind Pavarotti , Roberto Aronica und die Mezzosopranistin Elena Obratzova.

– Er lebt zwischen Rom und Bologna und eine seiner großen Leidenschaften ist das Fischen (sowohl am See als auch am Meer).

– Hat eine Sammlung von ferngesteuerten Uhren und Hubschraubern.

– Vor einem Konzert spielt er gerne ein paar Noten auf dem Klavier , um die Nerven zu beruhigen.

(Quelle: Donna Glamour Magazine, DERWESTEN.de-Klassik u.a. )

Er singt (derzeit an der MET ) und spielt seine Rollen auf der Bühne mit allen Sinnen, mit allen Gefühlen, die er zum Ausdruck bringen will. Und er tut dies meisterhaft!

Doch bevor er auf die Bühne geht … er erzählt: „Ich bete, bevor ich singe, und stelle mir die Bilder all jener vor, die mir Tag für Tag geholfen haben auf dieser langen Strecke, die eine unendliche Geschichte zu sein scheint. Ich benutze aber auch ein feuchtes Handtuch voller Eiswasser, um meine Nase feucht zu halten. Und ich trinke eine Mischung aus Eis, Cola und Wasser – mein geheimer Zaubertrank!“

Mozart zum Liebhaben … und Bach und Vivaldi auch! 😊

 

Kennt ihr sie, diese tolle Rock-Band 🙂 ?

Sinfonity, the electric guitar orchestra

„Sinfonity, the world’s first electric guitar symphonic orchestra, could only have emerged from Spain, the birthplace of so many great guitarists.
Sinfonity is the fruit of careful and constant research; looking deeper, going further, biting the bullet.Sinfonity is the connection of a group of masters gathered together to perform classical music with electric guitars in a way which they alone can do. From Bach to Holst, from Vivaldi to Falla. It is a staggering and thrilling experience. A world in which the music is always categorized as classical or popular.“

http://www.novatouring.com/sinfonity.html )

Ich habe sie heute Nacht entdeckt und nun höre ich ihnen noch immer zu.

Kleiner Leitspruch für den Tag …

 

… der bei mir GROSS angekommen ist.


(Textauszug aus „Musikmomente“ Seite 40 von Hanns-Josef Ortheil)

Er schrieb auf, was er bei der gespielten Musik dachte.  Tja, was denkt man bei dieser Musik?

Ich denke:
„Jetzt aber lange genug rumgesessen! Nicht mehr so viel nachdenken, sondern tun!“   😉

Denn zu tun gibt es heute eine ganze Menge.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche   🙂

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Better is Peace !

 

Eine wundervolle Komposition von Karl Jenkins. „Benedictus“ ist der vorletzte Satz aus „The Armed Man: a Mass for Peace“. Guy Wilson, ehemaliger Direktor des Royal Armoryies Museum, sagte über dieses Stück:

„Auch die Überlebenden eines Krieges können bis hin zur Vernichtung durch diesen verletzt sein. Das „Benedictus“ heilt diese Wunden mit seiner langsamen und stetigen Bekräftigung des Vertrauens.“

The Armed Man: A Mass For Peace wurde erstmals am 25. April 2000 in der Royal Albert Hall in London aufgeführt. Wer mehr zu diesem grossartigen und interessanten Werk wissen möchte, hier:  https://de.wikipedia.org/wiki/The_Armed_Man:_A_Mass_for_Peace

Die Bilder im Video dazu finde ich wunderschön!