Wie wird man Genussmensch?

 

Ich glaube das liegt in den Genen, eine tiefe Weisheit, die auf Kinder und Kindeskinder übertragen wird. Und darum habe ich der Kleinen, als ich kürzlich zu ihrem ersten Geburtstag bei ihr war, Reiswaffeln mit Heidelbeeren mitgebracht. Natürlich habe ich sie vorher getestet und sie schmecken echt vorzüglich! Diesen Genuss wollte ich ihr weitergeben und sie auf die Weisheit, die bereits in ihren Genen liegt (diese hat sie auch von mir … also einen Teil … zumindest die Wichtigsten wie die, welche für den Genuss zuständig sind, davon bin ich fest überzeugt  …    ) aufmerksam machen.

Mein Sohn meinte dazu: „Die kann noch keine Kekse essen, das haben wir schon probiert und sie wäre fast daran erstickt. Die kriegt nur Püriertes!“ Ich erwiderte: „Du hast damals doch auch recht schnell kapiert, dass man erst daran lutscht bis sie weich sind. Dann klappt das auch mit dem Schlucken. Erinnerst du dich nicht mehr daran?“ Über den Blick, den er mir daraufhin zuwarf, möchte ich nicht berichten … ich zeig es euch:  

Jedenfalls  – um es kurz zu machen –  erhielt ich heute ein kleines Video und ich genieße es und freue mich so, dass ihre Weisheit bei der Übergabe nicht verschütt gegangen ist. Sie weiß es: zuerst genüsslich lutschen und dann erst Schlucken!  Dies zu wissen ist auch wichtig für´s zukünftige Eisschlotzen      

Und wenn ich sie so sehe, muss ich mir in dieser Hinsicht keine Sorgen machen  🙂  :

Ein Geschenk des Himmels

Ach wie ist das wunderbar
Nun ist der kleine Lasse da
Ein Köpfchen hat er,  so niedlich und klein
Und am Rumpf, da hat er rechts und links ein Bein
Auch zwei Ärmchen, mit kleinen Händchen dran
So putzig, ich schaue sie ständig an
Dann zwei blaue Äuglein, die bald punktgenau  seh’n
Und zwei Öhrchen, die zukünftig alles versteh’n
Mein kleiner Lasse, ich weiss nicht, was dir das Leben bringt
Doch ich werde dir helfen, dass dir sehr viel gelingt
Du allerliebstes Wesen, ein wahres Wunder bist du
Ein jeder will dich seh’n, doch du brauchst jetzt deine Ruh‘
Bist müde und erschöpft von der langen Reise
Das zeigst du willensstark, auf herzhaft gähnende Weise
Schaut nur her, dieses Baby, so herzig und klein
Das kann doch nur ein Geschenk des Himmels sein.

© chrinolo

Nu isser da! 👶

 

…. endlich! Dieser kleine Bursche hat sich ganz schön Zeit gelassen und seine Mama in Atem gehalten. Heute Morgen um 5:09 Uhr kam dann die erlösende Nachricht von meinem Sohn, dem glücklichen Papi:  Lasse ist da! Alles o.k.   👍

Mein 4.Enkelkind  –  kaum ist er da, schon macht er mich glücklich   😂

Jetzt können alle, die mitgefiebert haben, ausatmen und sich entspannt zurücklehnen. Wir warten noch auf das erste Foto, aber eigentlich kann ich ihn mir schon ganz gut vorstellen  😉

 

Aktuell – das Warten auf Lasse 👶

 

… mein 4. Enkelkind macht sich gerade auf den Weg in unsere
schöne verrückte Welt   💖

Meine ganze Familie ist in Aufregung und wartet ganz gespannt. So einen regen WhatsApp-Wechsel habe ich schon lange nicht mehr erlebt – Fotos fliegen durch den Äther und wir alle können so bei der glücklichen Mutter sein. Ja, sie ist glücklich, trotz der beginnenden Wehen … und wir (zumindest die Mütter) sind in Gedanken bei ihr und fühlen mit. Es sind sehr emotionale Stunden.

Dieser kleine Lasse hält uns alle ganz schön auf Trab, während er selbst anscheinend „die Reise“ (noch) geniesst.   😏

Ach wir freuen uns alle schon sehr auf ihn. Ob er das wohl fühlt? Jedenfalls spürt er, wie zärtlich ihn sein tapferer und fürsorglicher Vater streichelt – im Moment noch durch die Bauchdecke der Mutter. Aber wenn er dann endlich da ist, wird er die ganze Liebe zu spüren bekommen … und zwar die der ganzen Familie.   💝

 

….   und schon bald wird sein glücklicher Papi  sagen können:

Lasse ist arbeitslos,
zahlt keine Miete,
verschmutzt bergeweise Wäsche,
hält nicht viel von Hygiene,
brüllt ständig nach Essen,
bringt uns um unsere wohlverdiente Nachtruhe
und hält sich absolut nicht an die Hausordnung…
…aber…
wir wollten es ja nicht anders!   😉

Jöööö … sie schafft’s … sie schafft’s …

 

Ja, sie hat so einiges geschafft, was für uns selbstverständlich ist. Wir machen uns keine Gedanken mehr darum, aber für SIE mit ihren acht Monaten ist es eine Höchstleistung 🙂

Und wer das live miterlebt, der kann dieses übermässige Glücksgefühl und die Freude nachvollziehen.

Es ist ein Wunder – plötzlich schafft sie es: sie sitzt aufrecht (wenn auch nur kurz  😉  ) und sie spricht: Mmmm…ammm…ma! 🙂

Es ist einfach soooo schön, das miterleben zu können! Ja, und es scheint wohl zu stimmen: „Wer liest kommt weiter“  !

In diesem Augenblick erwachte ihr Lesehunger ;-)

 

Erstaunlich … sie ahnt es wohl schon: „Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.“  ( Aldous Huxley)   …  also es scheint, als wäre sie zu grossen Taten bereit   😉

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat.“  (Helen Hayes)

hmmm … manchmal bringen Eltern ihrem Kind ganz einfach ein Buch mit, damit es lernt, wie man zeitweise auch ohne Beschäftigungstherapeuten, TV oder WhatsApp auskommt  🙂

Und  nun geht es der kleinen Leseratte wohl wie dieser grossartigen Schriftstellerin Astrid Lindgren, die schrieb:  “ Ja, das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch bekam und mich da hineinschnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert.

(ich denke, es wird langsam Zeit, ein paar Bücher von dieser Meisterin der allerschönsten Kindererzählungen zu besorgen. Einige, die ich auch mit grosser Freude gelesen habe: Ronja Räubertochter , Pippi Langstrumpf … und unbedingt den Michel aus Lönneberga. Von denen kann sie viel lernen – auch zu träumen 🙂 )

 

Folgendes haben ihre Eltern natürlich gleich beim Einrichten bedacht (ich frage mich, ob mein Sohn inzwischen nun doch Hesse gelesen hat  😉 :

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“   (Hermann Hesse)

Jedenfalls ist ihnen vollkommen klar:

Das Lesen fördert die Identitätsentwicklung des Kindes; es hilft ihm, die Sichtweisen anderer zu verstehen; es lehrt den spielerischen Umgang mit Sprache, es eröffnet die Möglichkeit, in der Parallelwelt des Buches Prüfungen zu bestehen, die man auch in der wirklichen Welt fürchtet.“   (Susanne Gaschke)

Als ich die Kleine mit grosser Ergriffenheit beobachtete, wie lange und aufmerksam sie sich mit dem Buch ihrer Schwester beschäftigte, ging mir das Herz auf und spornte mich zu diesem Plädoyer für die Freude am Lesen an. Übrigens, manche Leute können Spiegelschrift lesen und sie liest schon die „Buch steht auf dem Kopf-Schrift“ 🙂

O.k., kleine Leseratte, du musst das Buch nicht umdrehen, denn Francois de la Rochefoucauld hat ganz richtig festgestellt:

„Der Mensch sollte lesen, wozu es ihn gerade treibt; was er nur aus Pflichtgefühl liest, wird ihm wenig nützen.“