Musik hat tiefgreifende Wirkung


Ich schaute heute Morgen hier vorbei: https://andre37komma5.wordpress.com/2020/01/10/short-cut/

Natürlich blieb die Wirkung nicht aus:  Schöne Musik aktiviert Zentren im Gehirn, die glücklich machen!

Hingebungsvoll lauschte ich den Klängen der Gitarre, fühlte die Schwingungen. Musik kann zutiefst berühren.

Meine Gedanken lenkten mich dabei zu einer Dokumentation zurück, in der ich einen anderen wundervollen Gitarristen gesehen hatte, d.h. eigentlich ist dieser Gitarrist ein US-amerikanischer Kosmologe und Teilchenphysiker, der sich auf die Bereiche Dunkle Materie , kosmische Strahlung und Neutrinoastrophysik spezialisiert hat . Er ist Senior Scientist am Fermi National Accelerator Laboratory  und außerordentlicher Professor für Astronomie und Astrophysik an der Universität von Chicago.

In der Doku-Reihe von Morgan Freeman: Mysterien des Weltalls (englisch: Through the Wormhole) sah ich die Episode „Das Gottesteilchen (Is There A God Particle?)“

Hier sprach dieser beeindruckende Physiker Prof. Dr. Dan Hooper über Musik und Mathematik.

Mit den Methoden der modernen Wissenschaften gehen auch viele Psychologen, Hirnforscher, Mathematiker und Musikwissenschaftler dem Phänomen auf den Grund.

Der Philosoph Pythagoras – seiner Zeit weit voraus – beschrieb schon um 500 vor Christus als Erster den verblüffenden Zusammenhang zwischen Mathematik und Musik. Mit Hilfe eines so genannten Monochords – einer Art Gitarre mit nur einer einzigen Saite – untersuchte er die Geheimnisse der Tonkunst. Er erkannte, dass sich die grundlegenden Musikintervalle durch einfache Zahlenverhältnisse beschreiben lassen. Mit einem verschiebbaren Steg teilte Pythagoras die Saite des Monochords beispielsweise im Verhältnis eins zu zwei. Die beiden Saitenabschnitte erklangen fortan im Abstand von genau einer Oktave, dem Grundintervall jeder Musik.

In ihrem Kern ist Musik also reine Mathematik. Die Luftschwingungen, deren Frequenzen sich nach physikalischen Regeln überlagern, sind berechenbar. Zugegeben, das klingt alles ziemlich trocken, und doch geschieht eine Art Wunder: Mathematik verwandelt sich in Gefühl. Ist das nicht faszinierend?  🙂

Dies ist also passiert und ich fühlte es.

Ich versuchte daraufhin etwas darüber zu finden, was Dan Hooper fühlt, wenn er Musik hört, Gitarre spielt und Liedtexte (die Liedtexte haben aber nix mit Physik oder dunkler Materie zu tun  😉 ) dazu schreibt.

Er spielt seit seinem 15. Lebensjahr Gitarre, sah es als einen Akt der Rebellion. Dan Hooper sagte, er könne sich keinen besseren Grund vorstellen, Gitarre zu spielen.

Begonnen hat er mit der Gründung einer Metal-Band in Cold Spring, Minnesota. Später spielte er in Bluesbands, Punkbands, einer Alt-Country-Band und anschließend in einer Band, die sich aus mehreren Astrophysikern der University of Oxford zusammensetzte.

Doch den größten Erfolg hat er mit seiner derzeitigen Band The Congregation .

Diese Band spielt normalerweise in kleinen bis mittelgroßen Veranstaltungsorten und bei Open Air Festivals in der Region Chicago. Und bei der ausverkauften Wilco-Show hatte die Band ein Publikum in Stadiongröße. Die Begeisterung war enorm.

Natürlich dachte er auch zwischendurch daran, ein professioneller Musiker zu werden. Aber er ist nicht wirklich nicht daran interessiert, Fermilab zu verlassen.

„Meine Musikerfreunde verstehen nicht, wie ich das sagen kann, aber ich mache lieber Physik als Musik“, sagte er. „Ich habe den besten Job der Welt.“

(Quelle:  Artikel „Physiker bei Tag, Seelenmensch bei Nacht  https://www.symmetrymagazine.org/breaking/2012/07/11/physicist-by-day-soul-man-by-night )

Nun ja, ich höre lieber Musik, als ein Physikbuch zu lesen …. doch nein, das stimmt so nicht ganz. Mich interessiert beides, jedes zu seiner Zeit. Die Musik ist gerade verklungen und ich lese weiter:

„Noch weitere grundlegende musikalische Intervalle konnte Pythagoras mit Hilfe des Monochords erzeugen. So entwickelte er schließlich die erste Tonleiter der Weltgeschichte, die bis heute mit leichten Veränderungen in der westlichen Welt Bestand hat.“  …….…  Pythagoras … ich erinnere mich wieder: Der Satz des Pythagoras : a²+b²=c²  … das Gymnasium, im Internat den Klavierunterricht …  aber abends haben wir Mädels meistens bei mir im Zimmer gesungen und Gitarre dazu gespielt. Die hatte ich nämlich immer bei mir  😊

Ja, schöne Musik aktiviert alle möglichen Zentren im Gehirn  …  

1. Advent, erstes Türchen 🎄

Morgen darf das 1. Türchen am Adventskalender geöffnet werden. Ich weiß schon, was ich dahinter finden werde, denn es ist seit vielen Jahren der Gleiche – „Ein etwas anderer Adventskalender“ (siehe mein Eintrag https://seelenglimmern.com/2019/11/24/die-wartezeit-bis-zum-weihnachtsfest/ )

Alles, was ich in diesem Kalender finde, bleibt für mich immer aktuell und überdenkenswert. Viele Werte, die mir wichtig sind! Morgen werde ich hinter dem Türchen „Verständnis“ finden.

„Es gibt in einem anderen Menschen nichts, was es nicht auch in mir gibt. Dies ist die einzige Grundlage für das Verstehen der Menschen untereinander.“, schrieb Erich Fromm

Ich überlege, ob ich wirklich genügend Fähigkeit besitze, die Gedanken, Emotionen und Absichten des anderen zu erkennen und zu verstehen. Das ist ja Voraussetzung für ein Verständnis. Und wie sieht das beim Anderen aus, hat er für mich Verständnis? Für mein Handeln, meine Worte und manchmal auch meine Wut?

„Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch.“, meinte Goethe dazu. Dies bilde ich mir gewiss nicht ein, denn oft muss ich erst nachdenken, bevor ich für etwas „Unverständliches“ ein Verständnis aufbringen kann.

Zum Beispiel, wenn ich merke, dass ich es mit Schwätzern oder Prahlern zu habe. Die würde ich dann gerne „abwerfen“, wie der Delphin den Menschenaffen. Diese beiden fallen mir dabei immer ein. Die Skulptur „Le Single et le Dauphin“ von Jean-Désiré Ringel d’Illzach, die ich im Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg gesehen habe und in diesem Zusammenhang die Fabel des französischen Schriftstellers La Fontaine : Der Delphin und der Affe

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Der Delphin und der Affe

Es war der Griechen Art und Weise,
Wenn uns nicht täuscht die alte Kunde,
Dass sie auf jede Meeresreise
Mitnahmen Affen und Gauklerhunde.
Einst stieß ein so gerüstetes Schiff
Nicht weit von Athen auf ein Felsenriff.
Es wäre alles umgekommen,
Wenn nicht Delphine mitgeschwommen.
Die sind uns Menschen sehr gewogen,
Sofern uns Plinius nicht belogen.
Sie retteten alle nach Möglichkeit.

Selbst einem der Affen, der Hilfe schreit,
Hat ein Delphin, den er betrogen
Durch seine Menschenähnlichkeit,
Den sichern Rücken hingebogen.
Der Affe stieg auf voll Ernst und Würde,
War wie Arion anzusehn.
Wie der Delphin nun seine Bürde
Gen Land trug, fragte er den Affen:
»Ihr seid wohl einer aus Athen?«
»Ja,« sagte der, »man kennt mich gut.
Habt Ihr dort einmal was zu schaffen,
Kommt nur zu mir. In Ansehn stehn
Wir dort, in unsern Händen ruht
Manch hohes Amt seit manchem Jahr,
Mein Vetter ist oberster Richter sogar.«
Da sagte Dank das Tier der Flut.
»So werdet Ihr auch hin und wieder,
Den herrlichen Piräus sehn?«
»Mein bester Freund ist der! So bieder
Wie er ist keiner in Athen.
Der Affe hatte, unwissend genug,
Den Namen, den der Hafen trug,
Für eines Menschen Namen genommen
Und schwatzte, wie es manchen gibt,
Der dreist von allem zu reden liebt,
Was er noch nie zu sehn bekommen.

Doch der Delphin erhob den Kopf,
Betrachtete sich den albernen Tropf
Und sah nun, dass er aus den Wogen
Nichts als ein Vieh herausgezogen.
Schnell warf er’s ab und suchte umher,
Ob nicht noch ein Mensch zu retten wär.

Jean de La Fontaine

Es ist für uns sicher nicht leicht, für einen Schwätzer und Prahler wie diesen Affen Verständnis aufzubringen. Der Delphin hat ihn letztendlich abgeworfen und nach „menschlichen“ Menschen weitergesucht. Hätte er nicht Verständnis aufbringen müssen, da ja nach Fromm „es nichts gibt, was nicht auch im Anderen sitzt“?

Um ehrlich zu sein, ich habe auch schon manchmal nicht nur gedacht, sondern es auch gesagt: „Mein Gott, jetzt hör endlich auf! Merkst du nicht, wie du anderen mit deinem Geschwätz auf die Nerven gehst?“

Liebe Leser meines Blogs, es benötigt nun euer Verständnis, um die Lösung meines „Problems“ nachvollziehen zu können. Ich mache mir eben so meine Gedanken. Über meine Fähigkeit, immer Verständnis aufbringen zu können …

Ich wünsche euch ein schönes 1. Advent – Wochenende 🎅 💖 🎄

Vertrackte Kommunikation

Ich erhielt wohl eine grundsätzliche Zustimmung, mehr aber auch nicht. Zu dem Begriff „grundsätzliche Zustimmung“ kenne ich folgende Deutung:

„Grundsätzliche Zustimmung ist die höflichste Form der Ablehnung.“
(Robert Lembke)

Darüber muss ich jetzt erst mal nachdenken … möglich wäre es durchaus. Richtig miteinander zu kommunizieren ist eine Kunst und was die Kommunikation angeht, bin ich wohl nicht so kunstbegabt. Malen fällt mir da leichter. Meine Bilder drücken das aus, was ich meine. Und dann ist es ja auch so, dass wahre Mitteilung nur unter Gleichgesinnten bzw. Gleichdenkenden stattfindet. Das ist derzeit wohl nicht der Fall. Ich hätte das berücksichtigen sollen.

Die Kunst
richtig miteinander zu kommunizieren
ist wie laufen lernen
man fällt so oft auf die Nase
bis man liebevoll
an der Hand genommen wird

© Wilma Eudenbach

Also das war so: heute hatte ich das Gefühl, dass wir unterschiedlich kommunizieren. So etwas geht dann leider sehr oft daneben. Das ist frustrierend und ich rechne nicht damit, dass ich liebevoll an der Hand genommen werde.