Wie schmeckt ein Abschied ?

 

Heute Morgen hat mich ein Blogeintrag seltsam berührt. Da stand: „der abschied schmeckt nach moos und eicheln“.
https://arnescomfycouch.com/2017/10/08/gedankenspiel-3/ )

Normalerweise sprechen wir darüber, wie sich ein Abschied anfühlt, aber hier ist die Rede von „schmecken“. Und tatsächlich, während ich über diese Aussage grübelte, hatte ich plötzlich beim Gedanken an eine der letzten „Verabschiedungen“ einen bestimmten Geschmack auf der Zunge … zartbitter!  Knackige Zartbitterschokolade die eine Kugel umhüllt. Wie seltsam, dachte ich, ich habe sie doch nie probiert, kenne sie nur von Beschreibungen … Worte, die ich gehört habe, nichts weiter als eine Erinnerung – eine zartbittere Erfahrung mit einem Menschen, der diese „Ost-Praline“ liebt. Nichts weiter als ein paar Träume von Erlebnisschnippseln, die langsam auf der Zunge zergehen …..

Ja, ich denke, einen Abschied kann man auch schmecken und der Geschmack hält ziemlich lange an.

Natürlich kann man diesen Geschmack auch beliebig oft wieder auffrischen 🙂

 

 

Gianluca Ginoble (von Il Volo) – für mich ein Ausnahmetalent!

 

… er liebt Elvis-Songs:

…  er singt mit Ed Sheeran zusammen aus grosser Distanz und sie harmonieren wunderbar:

… seine Stimme ist vielversprechend – vielleicht ist er dafür bestimmt, als heller Stern am Opernhimmel aufzugehen. „La danza“ ist so ein schwieriges Stück und er singt es mit einer verblüffenden Leichtigkeit. Er singt es in der erforderlichen Schnelligkeit – einfach perfekt 🙂

 

Druckfrisch im September …

 

…  erschien der neue Roman von  Jean-Paul Didierlaurent. „Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky“  … und nun sitze ich wieder mal verheult da. Es war ein Leseerlebnis voller Gefühlswallungen. Ergreifend geschrieben wie schon sein erster Roman „Die Sehnsucht des Vorlesers“, aber keine Fortsetzung dieser Geschichte. Nein, eine ganz andere! Und diese hat ein wunderschönes Happy-End.

Als ich zu lesen begann, hatte ich ein etwas beklemmendes Gefühl. Es war der Beruf der Hauptperson, der mich erschreckte, weil ich viel zu wenig darüber wusste (ein Lernprozess setzte ein!).

Faszinierend ist das Leben der Menschen, das dieser Autor auch dieses Mal so bilderreich beschreibt, dass beim Lesen sofort ein Film im Kopf entsteht – ganz individuelle Leben in besonderer Atmosphäre und auch voller Gegensätze.

Es ist eine sehr emotionale Geschichte, mitreissend und spannend, zauberhaft und trotz dem ernsten Thema auch humorvoll – so wie ein Buch sein sollte, von allem etwas! Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz – inklusive leidenschaftlicher „Bettszene“. Der Schreibstil ist in diesem Roman wieder einfach toll und gut zu lesen.

Für mich ist es ein wunderschöner Roman mit unerwarteten Wendungen. Meine Gefühlsregungen nahmen von Kapitel zu Kapitel zu und nach 2/3 des Buches flossen dann auch die ersten Tränchen.

Ich möchte hier nichts über den Inhalt schreiben, sondern nur zum Ausdruck bringen, dass ich diesen Roman für sehr lesenswert halte. Er beschreibt pures, lebenswertes Leben, was zum Schluss hin ziemlich dramatisch zum Ausdruck kommt („Ja nicht aufgeben, alles wird gut!“).

Und wer nun doch so neugierig geworden ist, dass er unbedingt eine kleine Leseprobe braucht, der kann in dieser schönen Rezension ein bisschen nachlesen:

http://www.katzemitbuch.de/2017/09/zu-tisch-bei-der-unerhorte-wunsch-des.html#.WdX-72h-pdg

Hier nun zum Buch:


Es war sehr schön, dieses Buch zu lesen. Und zum Schluss hin habe ich schon wieder gelächelt – u.a. über diese Worte und den Senegalesen, der sie sprach:

„Kennst du den vom Skelett, das in ein Café kommt? Der Kellner fragt: Was kann ich ihnen bringen? Und es antwortet: Ein Bier und einen Putzlappen, bitte.“
Abdel wartete, bis Boubas Lachen abgeebbt war. Dann ergriff er das Wort. ….