Schützende Hand

 

Oft träume ich von der geheimnisvollen Hand
Schon seit Kindertagen
Sie führte mich durch dieses unbekannte Land
Half mir so manches zu wagen
Ich kenne die Hand
Die mich begleitet und beschützt
Und mir den Weg weist und die mich stützt
Diese Hand ist reich gesegnet
Stets tröstet sie, wenn Kummer mir begegnet
Es ist auch die Hand, die liebend mein Leben schmückt
Und die mir tragen hilft, was mich bedrückt
Schon immer fühlte ich diese schützende Hand
Lasse sie immer noch vertrauensvoll walten
Ohne Zweifel kann ich ganz unbesorgt sein
Sie wird mich stets sicher halten.

© chrinolo

Traumwelt

 

Meine Traumwelt ist voller Farben
Diese klingen wie leise Musik
Und flüstern sanfte Worte
Fragen mich immerzu
Welche Farben hat die Welt?

In meinen Seelenträumen
Fühle ich meine Verbundenheit zu
Farben, Worten und zur Musik
Sie machen eine Magie in mir lebendig
Die mein Leben ausschmückt.

Ohne sie wäre mein Leben leer!

 

 

Hier konnte in Einsamkeit Zweisamkeit erblühen …

 

Manchmal kommt man vom Weg ab, z.b. bei einem Spaziergang zu einem Buchladen. Diesen findet man dann aber an einer ganz anderen Stelle, in einer fremden Gasse, in die man sich verirrt hat. Und manchmal führt dieses „vom Weg abkommen“ geradewegs in ein Abenteuer, welches das Leben verändert – plötzlich wird es ganz anders, poetischer, romantischer, einfach schöner.

Ich mag Bücher über alte, verwunschene Buchläden und geheimnisvolle Buchhändlerinnen  … ich lese Zwitschernde Fische von Andreas Séché :

(Textauszug aus Zwitscherne Fische, Seite 33-36)

„Zwitschernde Fische“, was für ein seltsamer Titel. Mir fällt gerade ein Bild ein, das ich letztes Jahr im Oktober zu einer kleinen Geschichte gemalt habe …  ich schrieb dazu:

Eine echte Begegnung kann in einem einzigen Augenblick geschehen.
Anaïs Nin

Ja, in Träumen und in Büchern kann viel passieren. Ich bin sehr gespannt, wie es nun im Buch weitergeht   🙂

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Das Milchscheinmädchen

 

Sanft, poetisch und ästhetisch beschreibt er die Liebe. Und einfach bezaubernd bringt er die Natur zum Ausdruck.

(Textauszug aus „Leuchtturmmusik“ von Andreas Séché, Seite 182/183)

Milchscheinmädchen … ich stellte es mir vor, wie es im Mondschein da lag.  Wie das ungewöhnliche Licht seinen Zauber auf sie legte. Ich begann ihren nackten, schimmernden Körper zu malen:

Hüte dich vor Menschen, die …

 

Was für eine Botschaft! Überhaupt ist dieses Buch voller Botschaften. Ich habe das Gefühl, wieder eine kleine Schatzkiste in Händen zu halten, prall gefüllt mit Wahrheiten, mit Lebensweisheiten, die mich anfunkelnd wie Juwelen, die mich anleuchten und nachdenken lassen … vielleicht sogar ein wenig erleuchten!

Es sind wertvolle Antworten auf Lebensfragen, die sich uns im Laufe unseres Lebens stellen, in Bezug auf unsere Liebe(n) und all die damit verbundenen Enttäuschungen und Schmerzen. Und auch auf den Tod! Einige dieser „Weisheiten“ sind mir bekannt und scheinen zu zutreffen. Viele Philosophen haben sich bereits damit eingehend beschäftigt und uns ihr Vermächtnis hinterlassen. Warum wohl?

Scheinbar schieben wir Erkenntnisse, vor allem unangenehme, immer gerne schnell zur Seite und müssen von Zeit zu Zeit wieder daran erinnert werden, weise Worte noch besser zu beachten. Sie geraten allzu oft in Vergessenheit und verschwinden für lange Zeit in einer „Schatzkiste“. Zunächst bewundern wir sie höchst erfreut, aber dann schließen wir den Deckel. Das, obwohl wir genau wissen, wie kostbar sie sind. Doch aus Sorge, diesen kostbaren Fund wieder zu verlieren, verbergen wir ihn sicher in irgendeiner dunklen Ecke unserer Seele. Und danach gehen wir erneut auf Schatzsuche. Wenn wir Glück haben, fällt uns auf unserem dem Weg abermals eine kleine Schatzkiste voller Kostbarkeiten vor die Füße. Dann sollten wir aber auch hinschauen und nicht einfach achtlos darüberstolpern.

Ein Schatzkästlein – dies könnte zum Beispiel ein Buch sein, in dem viele solcher kostbaren „Juwelen“ zwischen den Zeilen versteckt sind, eingefasst in eine wunderschöne, sanfte und überaus poetische Sprache, zusammengesetzt aus einer Kette bezaubernder Wortperlen.

Beeindruckende Bilder, äußerst kreative Wortmalereien, öffnen uns plötzlich die Augen und regen unsere Fantasie an. Geheimnisvolle Metaphern, die unserer Innerstes anrühren, erklären die Botschaft und bewirken, dass wir unseren Blick für nicht nur für die Ganzheit, sondern auch für das kleinste Detail, öffnen. Dies geschieht, weil diese Sprache so voller Kraft und geheimnisvoller Poesie ist, dass wir uns ihr nicht entziehen können. Wir halten inne und versuchen, uns zu erinnern … das hast du doch schon einmal gehört – es scheint ja doch wahr zu sein!

„Du wirst doch jetzt nicht kapitulieren?“
„Nein. Natürlich nicht.“
Leon sah mich scharf an. Dann nahm er entschlossen einen weiteren Schluck Bier, wie um sich für seine Worte zu stärken.

„Manche Menschen richten ihre Interessen danach aus, wie bequem sie zu erreichen sind. Wenn es Schwierigkeiten gibt, wechselt ihre Aufmerksamkeit so schnell die Richtung wie das Drehfeuer eines Leuchtturms. Hüte dich vor Menschen mit kreisenden Interessen. Und vor allem – “ Er stockte.
„Ja?“
„Hüte dich davor, selbst so einer zu sein.“

Ich erinnere mich, dass Leon bei diesem Ratschlag den Blick senkte und seine Stimme einen merkwürdigen Unterton annahm. Für eine Weile starrte er ins Leere, als sei die Schenke um ihn herum mit all ihren Geräuschen und Menschen verschwunden.
Heute wünschte ich, die Beschäftigung mit meinen eigenen Gefühlen hätte an diesem Abend ein wenig Raum für das Geheimnis gelassen, das Leon in seinem Innern trug.

„Hör zu“, setzte er schließlich noch einmal an und blickte mir wieder in die Augen. „Manche Feuer entflammen schnell, aber dann lassen wir sie nicht lange genug brennen, um ein Schiff in den Hafen zu leiten. Das ist alles, was ich dir damit sagen will.“
(Textauszug aus „Leuchtturmmusik“/ Andreas Séché )

Ja, was für eine Botschaft!

Und es ist noch lange nicht alles, was dieser hinreißende, mitreißende und vor allem sprachlich sehr schöne Roman für uns bereithält. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Zeile in diesem Strudel aus auf- und abwallenden Emotionen und auch von den zu Tränen rührenden Gefühlen mitziehen lassen.

Andreas Séché ´s poetischer Schreibstil begeistert mich immer wieder und seine Naturbeschreibungen, über die ich noch berichten werde, sind von einer Schönheit, die ihresgleichen sucht. Einfach beeindruckend!

Wieder geht ein Jahr zu Ende

 

 

Leise geht das Jahr zu Ende
Mancher Gedanke wiegt jetzt schwer
Wieder schliesst sich ein Kapitel im Buch des Lebens
Wie viele Seiten sind wohl noch leer?

Ein Berg von Vergangenheit steht stumm hinter mir
Der Schleier des Vergessens legt sich sanft darüber
Ich blicke mich suchend um
Was davon rette ich schnell ins neue Jahr hinüber?

Ist etwas darunter, das ich schon bald vermissen würde
Wichtig für meine zukünftige Lebensweiche
Was kann ich noch davon brauchen
Damit ich sicher mein Ziel erreiche?

Ich werde nochmals alles in Gedanken durchwandern
Überlegen, was darf ich mir für’s neue Jahr erhoffen
Lohnt es sich noch, an Altem festzuhalten
Oder ist es schon gut bedacht und abgeschlossen?

Auf keinen Fall darf ich die Erfahrungen vergessen
Muss nicht zu hoch gesteckte Ziele wählen
Ob Altes weiterführen oder besser auf Neues zählen
Keinesfalls soll der Weg wieder beim Gehen quälen.

Bei jedem Mal, wenn ich irre und dann das Ziel verfehle
Stellen sich weitere Zweifel ein
Wiederholungen bringen zwar Übung
Doch darf das nicht Sinn meiner Bemühungen sein.

Ich werde darum nochmals alles neu überdenken
Ein paar Tage sind es noch bis zum Neuen Jahr
Und dann darauf hoffen, dass ich meine Ziele erreiche
Vielleicht hilft mir ja einer – das wäre wunderbar.

© chrinolo