Es ist einfach immer wieder schön, das hier zu sehen und zu hören …
… diese Hingabe an die Kunst, an Klänge, Tanz, Malerei und Licht ist faszinierend. Einfach wundervoll!
Ich fühle mich sehr wohl dabei und bekomme Lust zu malen.
„Indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig sinnvolle, was er tun kann.“ (Hermann Hesse)
Er ist einer meiner Lieblingsautoren und seine Worte empfinde ich als besonders wertvoll. Sie sind für mich auch Inspiration.
Mir fällt gerade auch Pablo Picasso ein, der sagte:
„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ 🙂
Das denke ich auch. Also, weg damit! Staubfrei fühlt sich die Seele sicher wohler.
Und Kunst ist so wundervoll. John Lubbock beschrieb sie so:
„Kunst ist zweifelsohne eines der reinsten und höchsten Elemente des menschlichen Glücks. Sie schult den Geist durch das Auge und das Auge durch den Geist. Wie die Sonne die Blumen färbt, so färbt die Kunst das Leben.“
All das Gesagte zusammenfassend in Bezug gesetzt, werde ich jetzt also wie folgt vorgehen (um das Höchste und einzig sinnvolle, was ich tun kann, zu verwirklichen):
mit den mir von Natur gegebenen Gaben malen
mit der Kunst den Staub von meiner Seele waschen
die Voraussetzungen schaffen, damit sie mit klaren bzw. staubfreien Augen erkennt, dass ich etwas Gutes tue
Doch ich muss nichts überstürzen. Es ist Sonntag und höchste Zeit für´s Mittagessen.
Von Liebe allein wird keiner satt. Wohl dem, der was zu löffeln hat. 🙂
„Ich lebe von guter Suppe und nicht von guter Rede“ (Moliére) ….. das geht mir genau so!
Es ist wichtig, weil ich auch diesen Rat immer wieder gerne annehme. :
„Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Teresa von Ávila)
Meine Seele ist mir wichtig. Sie soll sich für die mir noch verbleibende Lebenszeit auf dieser Erde wohlfühlen. Im Himmel gibt´s dann Manna, das Brot der Engel mit Honigkuchengeschmack 😇 😇😇
p.s. Die genaue Bedeutung des Wortes Manna (hebräisch מָן man) ist unklar, bezeichnet aber vermutlich im Hebräischen „Was ist das?“ (hebräisch מָן הוּא man hu) (Wikipedia)
Was sagt man einer Trauernden? Oftmals: Du bist eine starke Frau, du wirst mit den neuen Gegebenheiten fertig werden.
Stark? Nein, ich bin eher biegsam wie ein Grashalm der sich im Sturm anpasst, sich beugt und später dann wieder aufrichtet. Er zerbricht nicht daran, während ein starker Baum im Sturm umstürzt und entwurzelt. Einem Grashalm kann selbst ein schlimmer Sturm nichts anhaben.
Ich las ein Buch, das ich wirklich für mich in meiner Situation als „Ratgeber“ bezeichnen kann:
„Alles ist gut, bis es das dann nicht mehr ist“ von Elke Naters
Auch sie hat ihren Mann verloren und weiß, wovon sie spricht. Viele ihrer Gedanken und Emotionen kann ich nachvollziehen, weil diese mit den meinen übereinstimmen. Und auch sie wurde gefragt, ob sie sich nicht Hilfe suchen wolle – z.B. eine Therapeutin
Nein, das wollte sie nicht und ich will es auch nicht.
Auch mir kann niemand meinen Mann zurückbringen. Wenn ich für einen Moment nicht mehr weiter weiß, dann spreche auch ich mit ihm, so wie früher. Er ist immer noch bei mir und das hilft. Er selbst hat zwar mit mir noch keinen Kontakt aufgenommen und ich habe auch noch nicht gesehen, wie er sich manifestiert, sich für mich sichtbar macht, trotzdem weiß ich, dass er immer noch bei mir ist – nur anders!
Auch was die „guten Ratschläge“ anbelangt, bin ich ihrer Meinung. So manche Ratschläge, die man der/dem Trauernden gibt, empfinde auch ich als Anmaßung. Trauer ist etwas ganz persönliches und jeder trauert anders. Was sollen da „allgemeine“ Ratschläge? Ich bestimme, wie ich damit umgehe und wie ich trauere. Auch ich möchte dabei keine Trauerbegleitung, keine Anweisungen, wie man richtig trauert.
Elke Naters fragt in ihrem Buch, wie man richtig trauert. Ihre Lösung: ohne viel zu denken. Man soll sich den Wellen hingeben wie dem Wetter und darauf vertrauen, dass sie vorübergehen. Keinen Widerstand leisten, denn das verursacht nur noch größere Schmerzen.
Ja, man kann es so vergleichen: die Trauer kommt in Wellen. Und oft bäumt sich eine Welle auf, wird zum Riesen, der mich zu erschlagen droht. Aber dann zieht sie sich doch wieder zurück und ich kann in Ruhe weinen, im Bett rumhängen und mir die Zeit für meine Trauer erlauben, solange ich das brauche.
Während dann meine Tränen fließen, denke ich an ihn und spüre immer wieder diese große Dankbarkeit für unsere Liebe und das schöne Leben, das wir zusammen so lange verbringen durften. Sicher, ich bin traurig, dass es vorbei ist und auch nicht mehr wiederkommen wird. Ich vermisse Beides. Doch ich finde in einem „Wissen“ Trost: Du bist noch bei mir. Nur eben anders! Das spüre ich.
Ich weiß nicht, was mir die Zukunft bringen und wie lange diese schmerzhafte Trauer anhalten wird, aber ich werde weiterhin lernen, zu akzeptieren was ist und das Beste daraus machen.
Das Buch (in das ich sicher nochmal reinschauen werde, wahrscheinlich sogar öfters):
Naters, Elke. Alles ist gut, bis es das dann nicht mehr ist Ullstein eBooks. Kindle-Version.