800 Jahre Gernsbach …

Natürlich haben wir da mitgefeiert! Und wie ….

Es spielte der Musikverein Langenbrand

Hier gab es einfach Alles, was zum Feiern dazugehört. Einen Historischem Umzug, den Mittelaltermarkt, viel Live-Musik auf drei Bühnen im Stadtkern – Rock & Pop, Schlager, Neue Deutsche Welle und … und … und natürlich ein großes Musikfeuerwerk. Natürlich auch viele Ständen für die Gaumenfreuden.

Hier ein kleiner Ausschnitt: Live-Musik mit Drehorgelfamilie Legler und

im Bereich unserer italienischen Freunde sang Enrico Maggio zu einem leckeren Aperol-Spritz … Bella Italia ließ grüßen!

Dann tanzte noch die Tanzgruppe der Gernsbacher Waldschädder zu Original ungarischem Langosch   🙂

 

Die Altstadtkulisse, der moderne Salmenplatz und die Igelbachstraße bildeten
den Festbereich beim Jubiläumsfest und lockten mit pulsierendem Leben
Besucher aus nah und fern nach Gernsbach. Trotz vereinzelter Regengüsse an den drei Tagen ging es hoch her und die große Freude und die Lust am Feiern waren überall zu spüren.

Hier ein paar Impressionen mit einem ganz besonders lieben Gruß an Babsi aus ihrer alten Heimat   🙂   (zum Vergrößern bitte anklicken) :

Und wer jetzt noch mehr darüber wissen möchte – hier gibt´s genug:

https://www.facebook.com/StadtGernsbach/

Es ist hauptsächlich der Klang der Stimme …

 

… denn die Stimme ist das Höchste
und erhebt sich über das geschriebene Wort
Sie spricht die Herzen an!

Ich hatte eine Dokumentation gesehen, in welcher drei Heldinnen erst die Literatur und später die Musik des 19. Jahrhunderts revolutionierten:

https://www.arte.tv/de/videos/077336-000-A/carmen-violetta-mimi-romantisch-und-fatal/

Ich schließe die Augen und höre ihrer schönen Stimme zu.

„Liebe ist wie ein wilder Vogel / Wer den will zähmen / Hat es schwer… „.

Unglaublich, wie dies gerade mein Herz anspricht, denn ich sehe nun einen Vogel und höre, wie er genau diese Melodie mittrillert. Es war der Wellensittich „Bubi“ meiner geliebten Großmutter.
Sobald sie das Geschirr nach dem Mittagessen abgewaschen hatte, klappte sie den Deckel ihrer alten Musiktruhe hoch und legte eine Schallplatte auf.

„Carmen“ und speziell diese Arie „Habanera“ erklang- sie liebte diese Klänge und die wunderschöne Stimme, die nicht nur ihr Herz, sondern offensichtlich auch das Herz ihres Vogels „Bubi“ ansprach:

„Glaubst den Vogel du schon gefangen
Ein Flügelschlag entführt ihn dir;
Liebe lässt dich vergebens bangen
Doch bangst du nicht mehr
Ist sie hier.“ ….

Wie schön waren diese Momente, wenn die Küche – ja, die Musiktruhe stand in ihrer Küche, denn sie umgab sich gerne mit Stimmen und Klängen – in den Klangvibrationen leicht erbebte. Alle fühlten sich wohl und gaben sich diesem Zauber hin.

Und der Klang all dieser Stimmen verriet beim Zuhören den Zustand unserer Seelen.

Carmen-Habanera

Liebe ist wie ein wilder Vogel
Wer den will zähmen
Hat es schwer
Ganz umsonst wirst du nach ihm rufen
Wenn er nicht will
Kommt er nicht her.

Nichts zu wollen mit Drohn und Bitten
Kein Schmeicheln hilft und keine Wut
Grad der and’re ist gern gelitten
Obwohl er schweigt
Bin ich ihm gut.

Ja,gut
Ja,gut
Ja,gut
Nur Mut

Die Liebe gleicht Zigeunerart
Für sie ist keinerlei Gesetz gemacht
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb‘ dich
Und lieb‘ ich dich

Nimm dich in acht!
Auch wenn du mich nicht liebst
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb dich!
Und wenn ich liebe
Wirklich liebe
Gib acht auf dich!

Glaubst den Vogel du schon gefangen
Ein Flügelschlag entführt ihn dir;
Liebe lässt dich vergebens bangen
Doch bangst du nicht mehr
Ist sie hier.
Sie umkreist dich zu allen Stunden

Sie naht
Entflieht
Naht wieder sich;
Die du halten willst ist verschwunden
Und eh du sie hast
Hat sie dich!

Auch du
Ja,du
Grad du
Hör zu

Die Liebe gleicht Zigeunerart
Für sie ist keinerlei Gesetz gemacht;
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb dich
Und lieb ich dich

Nimm dich in acht!
Auch wenn du mich nicht liebst
Auch wenn du mich nicht liebst:
Ich lieb dich!
Und wenn ich liebe
Wirklich liebe
Gib acht auf dich!

( https://lyricstranslate.com )

Einer der wichtigsten Menschen!

 

„Es gibt Menschen, die haben eine unerschütterliche Überzeugung und stehen entschlossen für sie ein. Seien es Werte, Leidenschaft, der feste Glauben an ein höheres Ziel oder ein Ungerechtigkeitsempfinden, dem man etwas entgegensetzen will. Was treibt Menschen dazu, unnachgiebig für ihre Überzeugung zu kämpfen – gegen alle Widerstände und trotz aller Hindernisse?“

https://www.swr.de/nachtcafe/fuer-meine-ueberzeugung/-/id=200198/did=24378378/nid=200198/1ib7xzc/index.html

Und es gibt Menschen, die sich für dieses Thema sehr interessieren, so wie ich. Da ist meistens etwas Wichtiges zu erfahren, das mir noch an Wissen fehlt!

So war es dann auch. Ich denke, es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, aber es ist schändlich, dieses Wissen nach solch einem Hinweis nicht zu erwerben … das ist jedenfalls meine Überzeugung.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich noch NICHTS von ihm bzw. über ihn gewusst habe. Von ihm,  Jean Ziegler, einem der wichtigsten Menschen, wie man über ihn berichtet. Die Medien sind voll davon und daneben gibt es seine erstaunlichen und beeindruckenden Bücher, die ich gerade lese.

Erschreckend ist das, was er berichtet und doch auch optimistisch … hoffnungsvoll.

So schreibt er u.a.:

Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 37.000 Menschen verhungern jeden Tag und fast eine Milliarde sind permanent schwerstens unterernährt. Der World-Food-Report der FAO, der alljährlich diese Opferzahlen gibt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft in der heutigen Phase ihrer Entwicklung problemlos das Doppelte der Weltbevölkerung normal ernähren könnte. Schlussfolgerung: Es gibt keinen objektiven Mangel, also keine Fatalität für das tägliche Massaker des Hungers, das in eisiger Normalität vor sich geht. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.“  … es gibt doppelt soviel Nahrung, wie die Weltbevölkerung eigentlich benötigt – unglaublich!!!

Dies so unverblümt aus seinem Munde zu lesen, hat mich tief getroffen. Natürlich sind mir die Hungersnöte und die großen, schwarzen Augen der schockierend abgemagerten Kindern aus den Medien bekannt und wenn ich Post mit der Bitte um eine Spende bekomme, dann spende ich auch, wenn die bittende Organisation als seriös anerkannt ist.

„Verdammt nochmal, das reicht aber nicht!“, denke ich. „Warum ist das so? Ich will nicht, dass Kinder verhungern! Warum bloß ist das so? Es gibt genügend Nahrungsmittel!“

Jean Ziegler, der frühere UN-Berichterstatter, kämpft seit Jahrzehnten wortgewaltig für das Recht auf Nahrung. Und er sagt, was getan werden könnte. Er gehört zu den bekanntesten – und streitbarsten – Globalisierungsgegnern der Gegenwart. Und er sagt:“Wir leben unter der Weltdiktatur der Oligarchien des globalisierten Finanzkapitals.“  …  ach ja, die Kapitalisten! Er hat sie „erwähnt“, hat sie angegriffen und dafür neun Prozesse am Hals gehabt. Die hat er alle mit einer Schadenersatzforderung von 6,6 Millionen Schweizer Franken verloren. Trotz seinem Privat-Konkurs hält er nicht still, sondern sagt seine Meinung mitten ins Gesicht – wortgewaltig wie eh und je. Er ist überzeugt davon, dass sein Kampf nützt, das Bewusstsein der Menschen wachzurütteln, indem er Transparenz schafft.

Nun, bei mir ist ihm das gelungen. Mein Bewusstsein ist in Aufruhr und ich will mehr wissen … über all die globalen Missstände, die so viel Elend schaffen (zerstörender Kapitalismus, die von uns verursachte Klimakatastrophe, Kindermorde aufgrund Nahrungsvorenthaltung etc.). Nein, auch ich will diese Realität nicht als unveränderbar hinnehmen.

Er sagt, was getan werden könnte. Das Mindeste, was wir zunächst tun könnten ist, ihm zuzuhören … das ist meine Überzeugung.