Erst ein gequältes Augenrollen und dann die Freude 😲 😊 !

 

Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht,
sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.

(Jürgen Dahl)

Stimmt wohl, mein spontanes Vorhaben ist wohl etwas unvermutet angekommen  😉

„Weißt du was? Wir fahren jetzt ins Gartencenter!“, sagte ich heute morgen.

Den Blick und das Augenrollen, das daraufhin folgte, kannte ich bereits vom letzten, vorletzten und allen anderen Frühjahren zuvor. Und den Spruch: „Wie geil … das wird wieder teuer!“, der fehlt auch nie.

Ich habe mir dort dann viele Gedanken gemacht (aber wirklich nicht zu lange … also für mein Zeitverständnis), was rein kommen soll und dann habe ich eine Auswahl getroffen. Duftige Blüten und zarte Graser … einfach himmlisch!    🙂

Das fand er dann auch, als ich sie zuhause auf dem Gartentisch aufgereiht hatte – genau so, wie sie in die Blumenkästen kommen sollen. Den ganzen Sommer über kann ich sie nun sehen, vom Zimmer aus durchs Fenster und auch draußen, wenn sie gegossen werden. Das macht mein Mann, denn er ist größer als ich und die 10-Liter Gießkanne ist auch viel zu schwer für mich. Das hat er selbst gesagt und ich habe ihm seinen Glauben nicht streitig gemacht.

Jetzt füllt er gerade die Blumenkästen mit Erde und dann kommen die hübschen Pflänzchen rein   🙂

Hier, das sind sie – eine bunte Mischung :

 

 

 

Ach Leute, war das schön … (Gedankenfunken)

 

Kinder um sich zu haben ist schön. Sie haben die Gabe, uns das Altern vergessen zu lassen. Erst gestern bin ich wieder ein Jahr älter geworden und glaubt mir, ich hab nichts davon gemerkt   🙂

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden.

Franz Kafka

Och, ich habe wirklich nichts dagegen, älter zu werden, aber ich wehre mich dagegen zu veralten.  Und die Kleine da hilft mir dabei  🙂

Über „Hasen, von denen es inzwischen mehr Versionen in Schokolade gibt als lebendige“ …

 

„Doch wen interessiert das?“, fragt der Autor.

Mich interessiert das und es erschüttert mich!

Wie seltsam und eindringlich mich diese Aussage berührt hat, kann ich gar nicht beschreiben. Überhaupt, dieser ganze Artikel hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich ihn hier zur Sprache bringen möchte:

http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-verdraengt-und-vergiftet-1.3923261

So viele wahre Worte, die mich nachdenklich stimmen. Eigentlich wollte ich „nur mal“ nach den Wölfen schauen, in Elli Radingers Wolfsmagazin, ihren neuen Newsletter lesen. Dort schreibt sie u.a. über den oben genannten Artikel.

Überhaupt, Elli Radinger hat wieder so viel Neues und Hochinteressantes zu berichten, dass ich mich von dieser Lektüre kaum losreißen kann – vielleicht möchtet ihr auch mal reinschauen – hier könnt ihr den Newsletter abonnieren :

http://wolfmagazin.de/

„Liebe Wolfsfreunde.

Ostern ist vorbei und wir werden hoffentlich bald einen warmen Frühling genießen können.

Für das Wolf Magazin wird es in Zukunft einige Änderungen geben. Ich habe beschlossen, Ihnen mit den zukünftigen Newslettern mehr positive Nachrichten zu überbringen.
Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Ich bin der ganzen Aggressionen in den sozialen Hetzwerken einfach müde. Es macht mich krank, nur noch populistische Meldungen über Wölfe zu hören. Wir brauchen wieder ein wenig mehr Optimismus in unserer Welt und ich möchte meinen kleinen Teil dazu beitragen. Der neue Newsletter wird also in Zukunft eher ein persönlicher Brief von mir an Sie sein, ein Gespräch zwischen Freunden.  [….]“ … wie schön, was Elli Radinger da schreibt!

„Wir brauchen wieder ein wenig mehr Optimismus in unserer Welt“

Bei Tag und bei Nacht

Die Brücke zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen
trägt ganz andere Menschen als die
zwischen Morgengrauen und Abenddämmerung
– auch wenn sie dieselben sind.

© peter e. schumacher

Aquarellfarben und Tusche auf Canvas Leinwandpapier, 20 x 30 cm

Es ist gut geworden …

 

 

Als er das Atelier betrat,
stand die Malerin einige Meter entfernt von der Staffelei,
auf welcher sie gerade ihr neues Gemälde fertiggestellt hatte.
Er trat hinter sie, legte seine Hände auf ihre Schultern
und vergrub sein Kinn in ihre Haare.
Eine Weile standen sie so und betrachteten das Bild.
„Es ist gut geworden“, lobte er dann. „Es gefällt mir.“

(geschenkte Worte)

30 x 40 cm auf Keilrahmen, Acryltechnik, Struktur ( aus Strukturpaste und Gesso), Collage (Papier und Mullbinde), Schattierungen mit Ölpastellkreide und Kohle

… manchmal male ich, was so alles gesagt wird – inbesondere, wenn es ein Lob ist  😉

Er hilft auch, wenn man nicht an ihn glaubt …

 

Heute schaute mir mein Mann kurz über die Schulter, während ich malte. „Was malst DU denn da?“, fragte er. Ich sagte, dass es ein Bild für Sylvia sei und erzählte ihm, dass sie nun wieder Laufen lernen muss, wie ich letztes Jahr nach der OP. Es war damals sehr anstrengend. Und weil ich mich da gut einfühlen kann, weiß ich, welche Gefahren da lauern. Also, dachte ich, ein Schutzengel kann da auf keinen Fall schaden und nahm mal vorsorglich mit ihrem Schutzengel Kontakt auf (in Gedanken).

„Das ist ja alles recht und gut, aber was wird sie dazu sagen? Glaubt sie denn an Schutzengel?“, erwiderte mein Mann.
„Ich weiß es nicht“, antwortete ich, „aber ich halte es da wie Niels Bohr.“
Dieser erzählte:

In der nähe unseres Ferienhauses in Tisvilde wohnt ein Mann, der hat über der Eingangstür seines Hauses ein Hufeisen angebracht, das nach einem alten Volksglauben Glück bringen soll. Als ein Bekannter ihn fragte: „Aber bist du denn so abergläubisch? Glaubst du wirklich, dass das Hufeisen dir Glück bringt?“, antwortet er: „Natürlich nicht; aber man sagt, dass es auch dann hilft, wenn man nicht daran glaubt.“
Niels Bohr

Also, es kann niemals verkehrt sein, einen Schutzengel zu bitten, einem Menschen zu helfen … so denke ich!