Die Geschichte über die Glückseligkeit eines kleinen Bratapfels

 

Es war einmal ein kleiner Bratapfel, der duftend und sich seiner ganzen Schönheit bewusst, inmitten einer zauberhaften Winterlandschaft stand, die seinen Teller zierte.

Noch ganz trunken vor Glück, erinnerte er sich an seine Schöpfung, an die zwei liebevollen Hände, die ihm nicht nur äussere, sondern auch innere einzigartige Schönheit gaben. „Wie aussen, so innen und wie innen, so auch aussen“, dachte er zufrieden mit sich selbst. Beglückt schaute er zuerst prüfend an sich herunter und erhob dann seinen Blick nach oben – direkt in ein Paar glänzende, erwartungsvolle Augen hinein.

Diese strahlenden Augen betrachteten ihn gefällig von allen Seiten und er konnte den leichten Lufthauch fühlen, den eine Nase verursachte, die seinen köstlichen Duft einsog. Appetitlich und selbstbewusst dehnte und reckte sich der kleine Bratapfel, damit der faszinierte Betrachter den Anblick seiner Lieblichkeit ausgiebig bewundern und auskosten konnte. Diese Zeit, diese Augenblicke, waren wohl die schönsten in seinem ganzen Leben.

Doch plötzlich bemerkte er, dass er nicht alleine war. Ein riesiger Apfel-Blechkuchen hatte sich herablassend an seine Seite gesellt. Erschrocken blickte der kleine Bratapfel auf den Riesen, der ihm da furchterregend zu Leibe rückte. Der kleine Bratapfel wurde nun aber nicht etwa von Furcht, sondern eher von … ja, von Bedauern und Mitleid erfüllt. Er erinnerte sich nämlich sofort daran, was den erbarmungswürdigen grossen „Bruder“ erwartete. Und mit einer gewissen Trauer nahm der kleine Bratapfel wahr, dass bereits ein enormes Stück in der rechten unteren Ecke des Apfel-Blechkuchens fehlte. Einfach schrecklich war das – er hatte bereits seine Vollkommenheit verloren! Und noch schlimmer, auch der Rest würde nun, ziemlich schnell und kaum vom Verzehrer beachtet, verschwinden – Stück für Stück würde dieser arme Riese brutal einen Rachen hinabstürzen, direkt in einen gierigen Magen hinein!

Nein, mit solch grausigen, wenn auch absolut wirklichkeitsnahen Gedanken, wollte sich der kleine Bratapfel nicht länger beschäftigen. Sein Schicksal sah glücklicherweise etwas anderes für ihn vor …

Der kleine Bratapfel wandte sich klugerweise wieder den Augen zu, die ihn immer noch voller Hingebung und Lust betrachteten. Dies fühlte sich für den kleinen Bratapfel an, wie ein sanftes, abtastendes Streicheln seiner Haut, zart und schmelzend, wie sein Inneres, welches diese Augen jetzt voller Wertschätzung suchten.
Ein wohliger Schauer erfasste den kleinen Bratapfel und er flüsterte leise:

„Koste mich! Nimm mich liebend in dir auf, ich will gerne ein Teil von dir sein und in dir weiterleben.“

Die Augen lächelten ihn wohlwollend an und der kleine Bratapfel dachte glückselig:

„Wahre Schönheit ist, wenn jemandes Lächeln dich fesselt und gefangen nimmt und dessen Blick in dir etwas freisetzt, was urplötzlich ein wohliges Gefühl in dir aufkommen lässt. Dieser Zustand wird unweigerlich deine Seele berühren und deine Gedanken werden nur noch um dieses Lächeln kreisen!“
(Verfasser leider unbekannt, aber sehr schön!)

Nun sagt selbst, was kann einem kleinen Bratapfel an einem wunderschönen Wintertag Besseres passieren … 😉

Bruderliebe

 

Heute … ein Bild, das mich unsagbar berührt, das so viele Erinnerungen in mir weckt. Wieder zwei Brüder – meine Enkelsöhne – , deren Anblick mich um Jahre zurückversetzt. Damals konnte ich auch diese Bruderliebe fühlen – bei meinen zwei Söhnen (der Altersunterschied von 6 Jahren war damals der gleiche). Der grosse Bruder war damals auch so glücklich über die Geburt des kleinen Brüderchens.

Heute: meine Enkelsöhne

und damals: meine Söhne

 

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass meine beiden Enkelsöhne es meinen Söhnen gleich tun:
sie haben immer zusammen gehalten (oft auch gegen mich 😉  )   … bis heute!   🙂

Die Liebe zwischen Brüdern ist eine starke Stütze im Leben.

Vincent van Gogh

Was’n das? 😨

 

Ich:  „Ist die Frage ernst gemeint? Sieht man doch!“

Er:  „Ich seh‘ nix!“

Ich:  „Pollenflug und Bestäubung!“

Er: „WAS?“   😲

Ich: „Ach lass mich doch in Ruhe! Das ist schliesslich mein Bild! Wenn ich auch nur einmal was male, was du noch nicht real gesehen hast, dann siehst du nix! “ … *grummel*

Jetzt sagt mal ehrlich, seht ihr den Pollenflug, die Bestäubung und dass auch Pflanzen Gefühle haben oder nicht? Und nicht nur das, die wissen sogar auch, was „Verbundenheit“ bedeutet … darum verbinden sie sich bei der Bestäubung und hängen bzw.  kleben aneinander … puuuh, ist etwas kompliziert, ich weiss  😰

Und wenn ihr das nicht seht, dann kann ich nur Babsi zitieren:

Kunst muss man nicht verstehen, denn jeder interpretiert sie anders.©BaSch
… insbesondere ich!

Dieser Blick, der bernsteinfarbene …

 

…  „Er sah mich an – mit diesem „anderen“ Blick, dem freundlichen und aufmerksamen, dem bernsteinfarbenen.“  – diese Worte schrieb ich vor zwei Jahren.

https://seelenglimmern.com/2015/07/18/gluecklich-unter-woelfen/

Es waren nicht nur glückliche Momente, sondern viele glückliche Stunden, die sie mir geschenkt haben. Und nun bin ich sehr traurig, bis in die Tiefe meiner Seele. Ich fühlte nur noch Schmerz in meinem Herzen, als ich diese Nachricht las:

http://www.hessenschau.de/panorama/polarwoelfe-ayla-und-scott-im-hanauer-wildpark-sind-todkrank,woelfe-krank-100.html

Letztes Jahr, in der Silvesternacht, musste schon Khan eingeschläfert werden. Er hatte einen Tumor und sehr grosse Schmerzen.

https://www.op-online.de/region/hanau/wildpark-klein-auheim-trauert-polarwolf-khan-bruder-scott-ayla-musste-eingeschlaefert-werden-6007287.html

Und nun soll bald dieser ergreifende, tiefgründige, bernsteinfarbene Blick der beiden anderen Polarwölfen auch erlöschen.

Ich weiss, dass der Tod zum Leben gehört und trotzdem bin ich im Moment tieftraurig und untröstlich … „Es waren viele glückliche Momente, die ich bei ihnen erlebt habe – und die Stunden vergingen wie im Flug. Ich habe ihnen zugeschaut, sie „studiert“ und mit ihnen geredet.“ schrieb ich damals.

Bilder, die sich tief in mir eingeprägt haben, ziehen an mir vorüber und mir wird unerbittlich bewusst, dass ich diesen drei wundervollen Wesen, deren Anblick mich so glücklich gemacht hat, in dieser Welt nicht mehr begegnen werde … da hilft alles Weinen nicht. Und trotzdem weine ich, wenn ich sie in meinen Videos sehe …

Der Wolf vermittelt uns „den Geist des intuitiven Wissens: ein Geist, der mit einer Freiheit ohnegleichen der Existenz und der Welt die Stirn bietet.“ schrieb Hélène Grimaud in ihrer „Wolfsonate“.

Ich denke auch an den unermesslichen Abschieds-Schmerz, den Frau Dr. Marion Ebel, die „Wolfsmutter“, derzeit erleidet. Die drei Wölfe kamen im Alter von 10 Tagen zu ihr und sie fütterte sie 30 Tage lang mit der Milchflasche, lebte mit ihnen in einem Bauwagen auf dem Gelände des Geheges. Im Laufe der Jahre baute sie eine ganz besondere, vertrauensvolle Beziehung zu ihnen auf …  Trost spendet ihr nun lediglich der Gedanke, dass es mit anderen, jüngeren Polarwölfen weitergeht.

Natürlich, das Leben geht weiter …

Wild Horses …

 

Es ist wie bei uns Menschen:

„Die Leute sollten weniger Zeit damit verbringen, ihren Pferden etwas zuzuflüstern,
sie sollten es mal damit versuchen, den Pferden zuzuhören.“

America`s Horse Magazine

Ich habe es mir zu Herzen genommen und zugehört – zunächst den Rolling Stones. Dabei habe ich ein Wildpferd gemalt und dem höre ich jetzt zu. Mal schauen, was es mir erzählt 🙂

 

Und jetzt höre ich wieder den Rolling Stones zu:

Und dabei schicke ich ganz liebe Grüsse zu Babsi, denn sie kann zuhören und
liebt Pferde genau so wie ich 🙂

Weil die gründliche Untersuchung immer länger braucht als die Niedertracht.

 

Gerade habe ich noch einen treffenden Artikel gelesen, den ich sehr lesenswert finde. Nicht nur das, man könnte sich auch einige Gedanken zum Inhalt machen.

„Was tun mit diesem Virus, der Millionen Mitbürger ohne große Not befallen hat? Die Wissenschaftler kamen mit ihren Analysen, aber sie kamen auch dieses Mal zu spät. Weil die gründliche Untersuchung immer länger braucht als die Niedertracht.“

Von einem Virus ist die Rede …

http://www.zeit.de/kultur/2017-09/afd-bundestagswahl-rassismus-deutschland-deutschstunde