Das lange Warten …

 

Max wartet mal wieder auf die Stieglitze. Ich sagte ihm, dass es noch zu früh ist, dass sie erst September/Oktober kommen, wenn die Sonnenblumenkerne reif sind. Er glaubte mir nicht (typisch – er ist männlich!) und blieb stur sitzen.

Na ja, damit er sich hier nicht den Hintern platt sitzt und umsonst wartet, habe ich meinen Eintrag vom letzten Jahr herausgesucht und das Filmchen dort geöffnet. Ich habe ihn auf den Arm genommen und mit ihm die Stieglitze angeschaut. Natürlich habe ich auch das Datum erwähnt und sagte: „Siehst du, das war im Oktober!“

Das hat ihn offensichtlich überzeugt. Nun isser wieder raus in den Garten und schaut nach Mäusen – die gibt’s das ganze Jahr 😉

https://seelenglimmern.com/2016/10/02/er-ist-wieder-da/

Dann schloss sie träumend wieder ihre Krone …

 

Vor ewigen Zeiten lebte einmal eine sehr schöne Frau, deren Geliebter viel zu früh starb. Da sie so liebte und sie sich ewige Treue versprochen hatten, konnte die Frau ihn nicht verlassen. Sie watete im Mondlicht ins Wasser eines tiefen unergründlichen Sees, bis das Wasser über ihr zusammenschlug. Und während sie starb, gebar sie viele Kinder. Diese treiben noch immer in unsagbarer Schönheit im See – bis heute! Man nennt sie „Seerosen“.

Dies habe ich mal irgendwo gelesen, Quelle unbekannt. Aber als ich nun auf meine Seerose im Teich blickte, dachte ich wieder an diese schöne Sage …

In schwarzer Tiefe sicher verwurzelt
Drängt sie aus dem dunklem Wasser empor
Längst verstorbene Seelen
Blicken lichtdurstig aus ihrer Mitte hervor
Aus ihrem blühenden Mund
Erklingen sonnenduftige Lieder
Kosmisch, nur ganz leise hingehaucht
– keiner kennt den Grund –
erklingen sie immer wieder
Die Knospe strebt aufwärts
Schwebt zitternd, erregt und bleich
Durch das tiefe nächtliche Wasserreich
Reckt sich dann keck, öffnet kühn ihr Hüllenkleid
… und zeigt mir ihre reinste, weisse Blütenherrlichkeit.

© chrinolo

Ismene, die betörende Exotin

Ich stehe vor ihrer gerade voll entfalteten Schönheit, atme ihren betörenden, süsslich – angenehmen Duft

… und denke an „ihre“ Worte:

„Ich weiß, dein Gang ist sinnlos, doch die Lieben liebst du recht.“

Ismene, die Schwester von Antigone in Sophokles Drama „Antigone“, ist hilflos, schwach und der gesetzlichen Obrigkeit hörig, während Antigone den Gesetzen der Götter folgt – den Gesetzen der Liebe!
Im Drama geht es um den Konflikt zwischen Familie und Staat, um Sitte und Moral und um die Stellung der Frau (die nichts zu sagen hat und verpflichtet ist, sich dem Mann zu unterwerfen). Nach wie vor ein aktuelles Thema 😉

Ich blicke auf die Schönheit von „Ismene“, auf „meine“ Ismene, die so viele Gedanken in mir auslöst … an die grausamen Taten eines Tyrannen (sogenannte „Lebenspartner“, wie es sie auch heute noch gibt), der sein Unrecht erst zu spät einsieht und an die mutige, selbstbewusste Antigone, für die die Liebe das Allerhöchste ist. So wertvoll, um dafür zu sterben.

In der Blumensprache bedeutet „Ismene“:
Erfolg verbotener Liebe. (am Ende ist es die Liebe, die siegt)

Man nennt die Ismene auch „Peruanische Narzisse“ und für die weisse Narzisse steht die Bedeutung:

„Bewunderung – Meine Liebe zu dir ist aussichtslos.
Meine Unvergängliche Sehnsucht nach dir.“

Ist sie nicht wunderschön? 🙂

Leben ist nicht genug

 

„Leben ist nicht genug,“ sagte der Schmetterling…
„Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu…“

Hans Christian Andersen

Stimmt, hier ist noch die kleine Blume 🙂

…  und noch ein paar, damit es ein reiches Leben ist:

 

Oh, ich erinnere mich noch ganz genau, wie sich die Leichtigkeit eines Schmetterlings anfühlt … an den Tanz 🙂 Ja, auch ich hatte einmal kleine Flügel und tanzte mit den Schmetterlingen. Das ist lange her – jedenfalls war es vor „Accept“ und ihrem „Mistreated“. Wir hatten es im Kindergarten geübt und vorgeführt, als ich in den Ernst des Lebens … ähm … in die Erste Klasse kam. Und genau so sah es aus:

So, und weil das pädagogisch wertvoll und auch heute noch „IN“ ist, werde ich ein Paar kleine Flügelchen basteln – die sollen in drei Jahren, wenn mein Enkelchen soweit ist, fertig sein! Und das Lied muss ich wieder einüben – darum habe ich das Video als Lehrmaterial eingestellt.
Ach mein süsses Enkelchen, sie freut sich schon heute unglaublich, wenn ich etwas mit ihr einübe – derzeit üben wir, wie man Zuneigung zeigt (für eine zukünftige Frau bedeutet diese Fertigkeit echten GEWINN 😉  ).
Ich finde, sie lernt schnell und macht das schon ganz gut 🙂

 

Wellness für die Augen

 

…  durch die Augen direkt in die Seele – so viel Schönheit tut ihr gut !

Ein kleiner Walk durch meinen Garten:

Blumen sind das Lächeln der Erde.

Ralph Waldo Emerson

Wer nie dort war
wo Blumen wachsen
wird nie erfahren
ob deren Duft ihn betört.

© Wilma Eudenbach

 

Mit allen Sinnen …

 

Was gibt es schöneres, als durch bezaubernde Gärten zu flanieren, wildromantische Wiesen zu durchstreifen, auf gemütlichen Sitzstufen an dem Flüsschen Alb zu entspannen und viel Kunstwerke zu bestaunen? All das habe ich heute erlebt und genossen. Gleich im Nachbarsort, dem schönen Schwarzwaldstädtchen Bad Herrenalb. Dort ist derzeit ganz schön viel los 🙂

Es war ein wunderschöner Tag – mit allem drum und dran. Und alle Sinne kamen zu ihrem Recht. Die Sehnsucht und die Freude am Schönen wurden ausgiebig befriedigt. In einem kleinen Video habe ich einiges festgehalten (für weniger schöne Zeiten, damit ich dann darauf zurückgreifen kann). Hier der Link – unten rechts am Video kann mann den Vollbildmodus anklicken !!! :

http://www.kizoa.de/Movie-Maker/d115682218k3865056o2l1/gartenschau-bad-herrenalb-2017

Ich steh‘ im Regen und stelle mir vor …

 

Stell dir vor: das Weltmeer und daraus die Verdunstung,
die Wolkenbildung und den Regen.
Jeder Regentropfen benetzt die Erde, um sie zu befruchten,
versickert dann und läuft dem Meere wieder zu…
die Verdunstung ist die Zeugung,
die Wolkenbildung ist die Schwangerschaft,
der Regen ist die Geburt,
und jeder Regentropfen ist die Seele eines Menschen!

© Bruno O. Sörensen

Hmmm … mir fällt (noch) rechtzeitig ein: „Wenn die Hühner in den Regen gehen, hält er lange an.“ (Sprichwort)

Also, schnell wieder rein, ich bin eh‘ gut durchfeuchtet 😉