Malta hat viel zu bieten … und ich freue mich darauf 😊

 

Ein bisschen verträumt an diesem Morgen stelle ich mir vor, wie die Schönheit Malta´s  erwacht – die aufgehende Sonne steigt aus dem Meer. Meine Augen werden auf tiefem Blau ruhen und die blauen Augen des Ozeans blicken freundlich zu mir herüber. Wir haben uns lange nicht gesehen.

Geografisch exakt im Herzen des Mittelmeers liegt Malta und wurde bereits vom alten Homer als „Nabel des Meeres“ beschrieben. Die dazugehörigen Inseln Gozo und Comino liegen nahe beieinander im kristallklaren Meer  … ich kann es kaum erwarten, sie zu besuchen.

Malta … nur noch wenige Tage, dann werde ich es erleben. Und vieles werde ich „mit den Augen eines Kindes“ sehen, das Neue, Schöne und noch Fremde.

Nur noch wenige Tage  ….

 

 

 

Spitzen und Tränen – die neue Frida Kahlo-Ausstellung

 

„Willkommen im Museum!“, begrüßte mich Herr Gehrke mit einem bezaubernden Lächeln.

„Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie es sich bequem.“ Natürlich, hier gibt es Stühle, viel Frida-Literatur und Kaffee!

Das ist fast wie ein nach Hause kommen und so ist das jedes Mal  🙂

Und auch „Es“ grüßte freundlich …  😉

Sogleich griff ich nach dem Programmheft, das nicht nur durch diese Ausstellung, sondern gleich durch Frida´s ganzes Leben führt – nach nun sechs erfolgreichen Ausstellungen in Baden-Baden ist es ganz schön umfangreich geworden. Eine Fundgrube an Wissenswertem und an „Geheimnissen“ für den, der Frida Kahlo verehrt wie ich.

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„Wenn Sie meine Bilder sehen, die Ihnen die Geschichte meines Lebens, meiner Familie und Freunde erzählen, müssen Sie bedenken, dass ich den Pinsel habe, ich habe die Kontrolle, das zu malen, was ich will, und ich habe die Kontrolle, Ihnen die Realität so zu zeigen, so wie ich Ihnen diese gerne zeigen möchte.“ (Text im Programmheft)

Ich schaute mich um, verschaffte mir einen ersten Überblick (zum Vergrößern bitte anklicken):

Unvorstellbar, ich bekam hier eine Vorstellung von „Fridas Liebe zu Schönheit, Eleganz und wie sie ihre ausgearbeiteten Kleider, Spitzen und den Schmuck dazu benutzte ihren armen, schmerzhaften Körper zu bedecken“  …. wie in der Vorankündigung zu dieser Ausstellung beschrieben.

Dann fiel mein Blick auf einen sehr schönen Schrank. Im Programmheft las ich: „Jetzt sehen Sie den Schrank, den ich in meinem Schlafzimmer hatte und den ich für mein Puppenhaus benutzte.“ Sie sammelte Puppen, Puppenstuben-Möbel und viele niedliche Kleinigkeiten. Das tat sie, weil sie für immer ein Kind bleiben und nie erwachsen werden wollte. Das Puppenhaus zeigt eine doppelte Identität: auf der einen Seite die schweren, massiven Holzmöbel, die Kultur ihres Vaters, und auf der anderen Seite die bunte Kultur Mexikos – die Welt ihrer Mutter. Es ist faszinierend, diese Gegensätze im Schrank zu vergleichen und Rückschlüsse auf Fridas Leben zu ziehen.

Danach wandte ich mich ihren Gemälden zu. Ich sah Frida …  viele beeindruckende und ausdrucksstarke Fridas! :

Zu jeder Frida gibt es eine interessante Geschichte im Museum bzw. in dieser Ausstellung zu erfahren … das letzte Bild in meiner Galerie z.B. ist ein ganz ungewöhnliches Selbstportrait. Es trägt den Namen „Der Rahmen“ und hier hat sie mit verschiedenen Materialien gearbeitet. „Dieses Werk wurde zum ersten Gemälde eines mexikanischen Künstlers des 20. Jahrhunderts, das vom Louvre gekauft wurde und noch heute ist es mein einziges Gemälde, das in Europa in einem Museum zu sehen ist.“ (Text aus dem Programmheft).  Dieses Werk ist grandios und ich kann mich kaum von diesem Anblick trennen. Wunderschön – was für eine Arbeit!

Aber sie hat nicht nur sich selbst gemalt, sondern u.a. auch „IHN“ – ihren zweiten Unfall, der noch schlimmer war als der erste, der Busunfall. Sie hat ihn besser aussehend gemalt, als er es in Wirklichkeit war … sie liebte ihn! Mehr als alle Anderen, die sie später noch kennen und lieben lernte. Links auf dem Bild ist er, wie er wirklich war:

Ihre Wirklichkeit war schrecklich mit diesem Diego Rivera, der sie immer wieder verletzte und betrog. Trotzdem liebte sie ihn … und malte. Sie malte alle Stationen ihres schwierigen Lebens. Viele Gemälde sind im Museum zu bewundern, zu viele, um hier darüber zu berichten.

Es ist ohnehin mit einem persönlichen Davorstehen, Betrachten und Bewundern nicht zu vergleichen – unmöglich, dies zu beschreiben.  Jeder, der sich wirklich dafür interessiert, sollte nicht versäumen, dieses Museum und diese Ausstellung zu besuchen. Ich denke, nur so ist es möglich, Fridas außergewöhnliches und spannendes Leben im Zusammenhang zu begreifen.

Ihr letzter Eintrag vor ihrem Tod in ihrem Tagebuch war:

„Ich hoffe, das der Ausgang freudig ist und ich hoffe, nie wieder zurückzukehren.“

Ich persönlich werde immer wieder ins Museum zurückkehren, um in ihr Leben und in die Farben Mexikos einzutauchen. Um die Stärke, den enormen Lebenswillen und die außergewöhnliche Liebesfähigkeit dieser besonderen Frau nachvollziehen zu können. Es ist jedes Mal ein großartiges, berührendes Erlebnis, das inspiriert und zum Nachdenken anregt … über Menschen, Tragödien und die Liebe zum Leben.

Und hier noch das Wichtigste – das Museum:

http://www.kunstmuseum-gehrke-remund.org/besucher-info.html

oder hier:

https://www.facebook.com/KunstmuseumGehrkeRemund/

HYDROGARATE ISICIA …

 

… A LA MUTATIO LANGUNGA  –  ihr könnt mit diesen Worten nichts anfangen? Macht nix, denn ich kenne sie auch noch nicht lange, obwohl es sich um etwas Köstliches handelt. Hier bin ich darauf gestoßen:

Klingt gut, nicht wahr? Und ja, ich habe es endlich, das:

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen kulinarischen Eintrag, in dem ich dieses Buch erwähnte:

https://seelenglimmern.com/2018/12/14/heute-bringe-ich-kulturen-zusammen-hessische-erbsesupp-mit-khobz-tunisien-%F0%9F%98%8A/

Und die Stadt Langen mit ihrem Eppelwoi hat mich wiederum sehr an meine Reise in die Bretagne, wo ich den Cidre so richtig kennen lernte, erinnert. Ziemlich am Ende dieses Eintrages berichte ich darüber:

https://seelenglimmern.com/reisen/bretagne-trevou-treguignec-2011/

Also, ihr versteht:  dieses Buch mit dem vielen Eppelwoi musste ich haben, denn nun kann ich „Hinkel im Eppelwoi“ zubereiten  🙂   und mir beim Hinkelschmaus (Hinkel=Hähnchen und Eppelwoi=Apfelwein=Cidre) vorstellen, ich säße in der Bretagne am Ufer des Atlantiks bei einem Becher  “Cidre doux“, dem lieblichen.

Ach, so greift das Eine ins Andere und alles endet wieder im Meer ….  wo ja die Austernsoße herkommt, die ich für die HYDROGARATE ISICIA A LA MUTATIO LANGUNGA  brauche.   😉