Es gibt heutzutage auch Gitarren-Göttinnen

 

Tina S. – süsse 17 und in Frankreich geboren. Eine göttliche Ausnahmegitarristin, die mich sprachlos macht. Ich kannte sie bislang nicht und freue mich nun, sie kennen zu lernen. Manche Menschen werden mit einem unglaublichen Talent geboren und ich glaube, sie ist solch ein Mensch.

Ich wünsche ihr eine wundervolle musikalische Zukunft und hoffe, sie noch sehr oft hören zu können. Ihre Kunst ist ein Genuss und unbedingt wert, gehört zu werden :

Eine Umarmung vom Meer

Meine Träume sind meine Inspiration!
Ich wünschte mich so sehr
augenblicklich ans grünblaue, endlose Meer!
In seine wilde Umarmung würde ich mich stürzen
mein Leben mit flüssigem Meersalz würzen
den verspielten Delphinen Gesellschaft leisten
ach, das wünsche ich mir derzeit am meisten.
Doch schon wieder soll ich meine Sinne schärfen
und träumerische Gedanken lassen, ja sogar verwerfen
dafür sei keine Zeit! Ausserdem auch so fern das Meer
als Ersatz muss wohl wieder die Wanne her.
Ja doch, ich sehe es ein, auch ein Kuschelbad belebt die Sinne
… doch bevor ich damit beginne
stelle ich das Gemälde ganz nah vor mich hin
– in meiner Situation macht das durchaus Sinn –
und bilde mir nun weitausholend ein
in der innigsten Umarmung mit dem Meer zu sein.

© chrinolo

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Hier habe ich mit Pinsel und Strukturpaste gearbeitet. Ein kleiner Ausschnitt macht das deutlich:

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Nicht gepinselt, sondern gerollt …

 

… habe ich die Farben auf die Leinwand – mit einer kleinen Schaumstoffrolle. Und die Farbe zum Rollen habe ich mit den Fingern aufgetragen. Ich finde, das Bild kann sich sehen lassen …  meine Finger jetzt weniger.

Der Gedanke, der mich zum Motiv führte, war wie so oft ein Zitat:

„Durch Körper und Geist können wir Form und Klang der Dinge verstehen.
Sie wirken zusammen als eins.
Jedoch ist es nicht wie das Reflektieren eines Schattens in einem Spiegel,
oder wie der Mond, der sich im Wasser spiegelt.
Wenn Du nur auf eine Seite schaust, ist die andere dunkel.“

Dogen Zenji

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Ach, immer diese Belehrungen!

 

Zuerst sagte Ovid:

Ich ermahne dich, Ikarus,
dich auf mittlerer Bahn zu halten,
damit nicht, wenn du zu tief gehst,
die Wellen die Federn beschweren,
und wenn du zu hoch fliegst,
das Feuer sie versengt.
Zwischen beiden fliege.

… dann sagte Anke Maggauer-Kirsche :

wer hoch fliegt
sieht weiter

… und Joseph Victor von Scheffel meinte:

Ich wollt, mir wüchsen Flügel.

Also Ovid hatte ja recht, aber wie sollte dieser Ikarus auch mit diesem Federgestell fliegen – klarer Fall von Materialfehler! Das konnte ja nicht gut gehen und ich habe grosses Mitgefühl für ihn. Zumal ich mir immer wieder vorstelle, wie schön das Fliegen ist 🙂

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Entzündet …

 

Heute habe ich mal wieder meinen Pinsel spazieren geführt. Von einem bestimmten Punkt aus schlenderte er zunächst zur gegenüberliegenden Ecke, um sich von dort aus einen  Überblick zu verschaffen. Als er dann sah, was für eine weite, weisse Fläche sich vor ihm ausbreitete, hüpfte er vor lauter Freude kreuz und quer und rauf und runter, dass es nur so Funken sprühte. Unterwegs bekam er immer grösseren Durst und flehte mich andauernd um Wasser an. Dann meldete sich auch noch sein Hunger … nach fetter, sättigender Farbe. Er hatte Appetit auf warmes Orange und danach auf kühles Blau. Vom Weiss wollte er auch probieren und etwas Schwarz als Beilage dazu. Er rannte dabei von einem Napf zum anderen und konnte nicht genug bekommen. Überall hinterliess er dabei seine Spuren.

Ständig musste ich ihn darauf hinweisen, dass man mit vollem Mund nicht spricht, denn das tat er unaufhörlich und kleckerte natürlich dabei. Er erzählte alles, was er sah – unglaublich viel erblickte er mit seinem grossen blauen Auge.

Der Blick ins Universum zum Beispiel bezauberte ihn immer wieder –  entzündete ihn dermassen, dass die Flammen nur so hochloderten. Tausende kleine Staubteilchen stoben glühend in die Nacht hinein. Dieses Feuerwerk berauschte ihn und sein Auge folgte ruhelos jedem leuchtenden Pünktchen.

Gesättigt und erschöpft von diesem langen Spaziergang, liess er sich nach Stunden in ein entspannendes Wasserbad gleiten und schloss zufrieden sein Auge … zu mir sagte er noch:

„Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.“ und tauchte unter …. um gleich darauf nochmals aufzutauchen und hinzuzufügen:

„Bleib ja da! Ich hab dich im Auge!“

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Der Zauber einer Stradivari

 

Anne-Sophie Mutter besitzt die „Emiliani“ und die „Lord Dunn-Raven“, zwei Stradivari-Violinen. Gleich zwei !

Und ich habe zwei Lieblingsstücke, die ich immer wieder höre, oft gespielt von Anne-Sophie Mutter.

In einem Gespräch sagte sie über ihre Stradivari:

„Sie ist eine singuläre Erscheinung, ganz sicher. Eine Geige lebt ja über Jahrhunderte. Auch die Musiker, die sie in dieser Zeit gespielt haben, haben sie mit ihren Seelen geprägt.“   …   „Die Geige ist mein künstlerisches Ich. Sie ist das, was ich versuche auszudrücken. Ich bin ja stimmlos ohne mein Instrument. Die Stimme, die ich habe, ist 302 Jahre alt. Ich habe eine enorme Verantwortung für sie.“