Ich denke, ich sollte jetzt was schreiben … (ein paar Gedankenfunken)

 

Für wen ich schreibe? Sollte ich das wissen?
Jedenfalls für mich.
Kann ich ahnen, wer lesen kann und vor allem will?

© Raymond Walden

Also, ich habe etwas geschrieben – für mich –  und unter „Entwürfe“ abgelegt!

Nun gut, ich denke, ich sollte vielleicht ein Bild malen!

Ich kann nichts dafür, dass meine Bilder sich nicht verkaufen lassen.
Aber es wird die Zeit kommen, da die Menschen erkennen,
daß sie mehr wert sind als das Geld für die Farbe.

© Vincent van Gogh

Hmmm … die Menschen sind noch nicht soweit, dass sie erkennen! Darum stelle ich meine Bilder auch nicht aus. Ein Verkauf findet daher selbstverständlich nicht statt.

Ich denke, ich könnte euch ein Lied vorsingen. Rabindranath Tagore sagte:

Gott achtet mich, wenn ich arbeite,
aber er liebt mich, wenn ich singe.

Jaaa … das trifft vielleicht auf Gott zu, aber keinesfalls auf euch! Habt ihr mich schon mal singen gehört? Das tue ich lieber auch nur für mich alleine.

Wie ihr seht, liebe ich die Kunst. Sie ist Bestandteil meines Lebens.

Doch auch ich habe festgestellt, was mir heute morgen eine Künstlerin schrieb:

„Es ist nicht leicht, die Menschen noch zur Kunst zu bewegen!
Kaufen, essen und trinken – das zieht eher.“

 

 

 

 

Better is Peace !

 

Eine wundervolle Komposition von Karl Jenkins. „Benedictus“ ist der vorletzte Satz aus „The Armed Man: a Mass for Peace“. Guy Wilson, ehemaliger Direktor des Royal Armoryies Museum, sagte über dieses Stück:

„Auch die Überlebenden eines Krieges können bis hin zur Vernichtung durch diesen verletzt sein. Das „Benedictus“ heilt diese Wunden mit seiner langsamen und stetigen Bekräftigung des Vertrauens.“

The Armed Man: A Mass For Peace wurde erstmals am 25. April 2000 in der Royal Albert Hall in London aufgeführt. Wer mehr zu diesem grossartigen und interessanten Werk wissen möchte, hier:  https://de.wikipedia.org/wiki/The_Armed_Man:_A_Mass_for_Peace

Die Bilder im Video dazu finde ich wunderschön!

Die Geschichte über die Glückseligkeit eines kleinen Bratapfels

 

Es war einmal ein kleiner Bratapfel, der duftend und sich seiner ganzen Schönheit bewusst, inmitten einer zauberhaften Winterlandschaft stand, die seinen Teller zierte.

Noch ganz trunken vor Glück, erinnerte er sich an seine Schöpfung, an die zwei liebevollen Hände, die ihm nicht nur äussere, sondern auch innere einzigartige Schönheit gaben. „Wie aussen, so innen und wie innen, so auch aussen“, dachte er zufrieden mit sich selbst. Beglückt schaute er zuerst prüfend an sich herunter und erhob dann seinen Blick nach oben – direkt in ein Paar glänzende, erwartungsvolle Augen hinein.

Diese strahlenden Augen betrachteten ihn gefällig von allen Seiten und er konnte den leichten Lufthauch fühlen, den eine Nase verursachte, die seinen köstlichen Duft einsog. Appetitlich und selbstbewusst dehnte und reckte sich der kleine Bratapfel, damit der faszinierte Betrachter den Anblick seiner Lieblichkeit ausgiebig bewundern und auskosten konnte. Diese Zeit, diese Augenblicke, waren wohl die schönsten in seinem ganzen Leben.

Doch plötzlich bemerkte er, dass er nicht alleine war. Ein riesiger Apfel-Blechkuchen hatte sich herablassend an seine Seite gesellt. Erschrocken blickte der kleine Bratapfel auf den Riesen, der ihm da furchterregend zu Leibe rückte. Der kleine Bratapfel wurde nun aber nicht etwa von Furcht, sondern eher von … ja, von Bedauern und Mitleid erfüllt. Er erinnerte sich nämlich sofort daran, was den erbarmungswürdigen grossen „Bruder“ erwartete. Und mit einer gewissen Trauer nahm der kleine Bratapfel wahr, dass bereits ein enormes Stück in der rechten unteren Ecke des Apfel-Blechkuchens fehlte. Einfach schrecklich war das – er hatte bereits seine Vollkommenheit verloren! Und noch schlimmer, auch der Rest würde nun, ziemlich schnell und kaum vom Verzehrer beachtet, verschwinden – Stück für Stück würde dieser arme Riese brutal einen Rachen hinabstürzen, direkt in einen gierigen Magen hinein!

Nein, mit solch grausigen, wenn auch absolut wirklichkeitsnahen Gedanken, wollte sich der kleine Bratapfel nicht länger beschäftigen. Sein Schicksal sah glücklicherweise etwas anderes für ihn vor …

Der kleine Bratapfel wandte sich klugerweise wieder den Augen zu, die ihn immer noch voller Hingebung und Lust betrachteten. Dies fühlte sich für den kleinen Bratapfel an, wie ein sanftes, abtastendes Streicheln seiner Haut, zart und schmelzend, wie sein Inneres, welches diese Augen jetzt voller Wertschätzung suchten.
Ein wohliger Schauer erfasste den kleinen Bratapfel und er flüsterte leise:

„Koste mich! Nimm mich liebend in dir auf, ich will gerne ein Teil von dir sein und in dir weiterleben.“

Die Augen lächelten ihn wohlwollend an und der kleine Bratapfel dachte glückselig:

„Wahre Schönheit ist, wenn jemandes Lächeln dich fesselt und gefangen nimmt und dessen Blick in dir etwas freisetzt, was urplötzlich ein wohliges Gefühl in dir aufkommen lässt. Dieser Zustand wird unweigerlich deine Seele berühren und deine Gedanken werden nur noch um dieses Lächeln kreisen!“
(Verfasser leider unbekannt, aber sehr schön!)

Nun sagt selbst, was kann einem kleinen Bratapfel an einem wunderschönen Wintertag Besseres passieren … 😉

Der Bratapfel …

 

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.


Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Oh, dieser Bratapfelduft  … ich habe ihn mit Rumrosinen, Mandelstiften, Aprikosengelee und einer Prise Zimt gefüllt und im Ofen bei 175 Grad Umluft ca. 30 Minuten gebraten. „Einfach köstlich, gibt’s noch einen Nachschlag?“, fragte mein Mann 🙂  ❤

 

Jetzt gebe ich mich mal vollkommen dem Frieden hin …

 

… weil es einfach ein schönes Gefühl ist. In Begleitung von Mark Knopfler’s einfacher, aber feiner Melodie und einigen schönen Worten, die mir gerade dazu einfallen … wo habe ich sie nur gelesen? Wartet, hier:

„In meinen Augen spiegeln sich Kristalle … in zuckersüssen Träumen sanft ich walle“ … meine Güte, wie zauberhaft das klingt, denke ich wieder. Habe ihr das eigentlich damals gesagt, überlege ich und schaue nach. Denn wenn nicht, muss ich das unbedingt nachholen!

Oh gut! Ja, ich hab’s ihr gesagt – tiefer Friede breitet sich in mir aus! Ich hab’s  bei ihr kommentiert:

https://sckling.wordpress.com/2016/01/27/winteridylle/

Aber sie weiss auch so, dass ich andauernd in ihrem Buch blättere – Worte sind mir wichtig. „AufBruch“ auch! 🙂

Gedanken zum Lied …

 

Mehr wert als tausend Lieder ohne rechten Sinn,
Ist ein sinnvolles Lied, das führt zum Frieden hin.

Dhammapada

Mark Kopfler’s  Lied bewirkt dies bei mir – ein tiefes Gefühl des inneren Friedens:

Du darfst auf keinen Fall deinen inneren Frieden verlieren,
auch dann nicht,
wenn die ganze Welt aus den Fugen zu geraten scheint.

Franz von Sales (François de Sales)