It Don’t Matter To Me …

 

Ein wunderschöner Song von David Gates und der Band Bread. David Gates hat den Song geschrieben und die Band hatte damit sehr grossen Erfolg. Ich habe beobachtet, dass dieser Song bis heute immer wieder auf Youtube eingestellt wird … mit Recht 🙂

“ ‚Cause your happiness is all I want“ …

Zeitblüten

 

Im Sommer erleben wir, wie uns die Natur ihre Verschwendung, Üppigkeit und den Überfluss zeigt. Zum Beispiel gleich mehrere prachtvolle Blüten auf einem einzigen Blütenstengel:

Die Blüten haben nicht nur schöne Farben, um die Bienen und Vögel anzulocken, sondern sie wollen auch uns erfreuen und wir dürfen uns auch daran bedienen. Wir erleben ihre Vielfalt von Formen, Farben, und Gerüche im Spätsommer nochmals besonders intensiv, weil wir wissen, dass es nur „Zeitblüten“ sind.

Bald wird sich dann mein „Naherholungsgebiet“ wieder von einer anderen Seite zeigen. Aber solange noch Bienen und Schmetterlinge die bunten Blüten umschweben, werde ich diese nicht pflücken, sondern weiterpflegen – bis sie dazu übergehen, knusprig weiter zu wachsen 😉

 

 

Im Buch verbleibend: 3 Stunden 41 Minuten …

… mein Blick schweifte auf meinem Kindle kurz zum Ende der Seite und ich las: Im Buch verbleibend: 3 Stunden 41 Minuten – wie schade, schoss es durch meine Gedanken, dann muss ich diese andere Welt in dieser anderen Zeit schon wieder verlassen.

„Auch Elsbeth blickte reglos auf Elias‘ schmächtiges Gesicht. Als Elias das Mädchen so blicken sah, empfand er wieder jene Gewissheit, die er damals im Gebirg empfunden hatte, als er sich vor lauter Glückseligkeit im nächtlichen Gras hatte festhalten müssen. „So sieht nur ein liebender Mensch“, wähnte er frohlockend. Elsbeth aber sah ihn mit Augen der Bewunderung und grossen Erstaunens. Er hatte sie in ihren Bann gezogen, denn so ein Reden, geschickt und worin jede Silbe wie Musik klang, hatte sie noch von keinem Mann gehört. Elsbeth staunte, und Elias meinte, sie habe sich in dieser Stunde in ihn verliebt. Nur ein wirklich Liebender kann sich so grausam irren.
(Textauszug aus „Schlafes Bruder“ von Robert Schneider)

Dieses Buch berichtet über viele Derbheiten und Grausamkeiten, die in dieser anderen Welt (in dem alpinen Inzuchtkaff Eschberg, einem vorarlbergischen Bergdorf) zu einer anderen Zeit (zu Beginn des 19.Jahrhunderts). Es erzählt vom Protagonisten Elias, einem Musikgenie, das sich schließlich im Alter von 22 Jahren aus verschmähter Liebe zu Tode übernächtigt: „Wer auch nur eine Stunde seines Lebens ohne Liebe zubringt, dem wird sie im Fegefeuer dazugeschlagen. Nicht mehr schlafen dürft ihr, denn im Schlafe liebt man nicht„.

Elias, absolut unfähig, die Grenzen seines Bergdorfes sowie auch die Begrenzungen seines Wahns zu durchbrechen, nimmt sich (unbeabsichtigt) das Leben.
Ein unglaublich spannender und fesselnder Roman über das Abgründige im Menschen, über die Verkommenheit von „weltfremden“ Menschen in einem entlegenen Bergdorf. Derbe, rohe und gewaltbereite Charaktere, die vom Buchautor in virtuoser Wortwahl beschrieben werden … ich frage mich ständig: „Wie konnten diese „Menschen“ ? ? nur so leben?“.

Man liest hier oft mit Grauen eine ebenso faszinierende wie auch verrückte Geschichte, in der die Fähigkeit des Hörens von Klängen und die Liebe zur Musik in bewundernswerter Sprache zum Ausdruck kommt, miterlebbar wird.

Ein grossartiges Werk dieses Schriftstellers – Ähnliches in dieser Form habe ich zuvor noch nicht gelesen. Das Dasein in einem historisch realistischen Bergdorf wird lebendig. Die grossen Themen wie die wahre Liebe, nervenaufreibende Geburtsverläufe und auch der absonderliche Umgang mit dem Tod werden in dramatischen Szenen geschildert. Und Gott ist in den Handlungen dieser scheinfrommen Bergdorfbewohner immer gegenwärtig.

Für mich ist dieses Buch ganz große Literatur mit ebenso schlichtem wie brillantem Schreibstil.

 

Ich befinde mich nun noch 3 Stunden und 41 Minuten im Buch verbleibend, bin sehr gespannt auf den weiteren Verlauf … schade, nur noch knapp vier Stunden. Aber es wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch sein, das ich von diesem beeindruckenden Schriftsteller gelesen habe.

p.s.  ich danke Constanze (Wolfregen & Constanze) für diesen tollen Buchtipp ! 🙂

Barclay James Harvest featuring Les Holroyd … seit den 70gern mit ihrem Bandleader Les Holroyd an der Spitze

 

Barclay James Harvest featuring Les Holroyd … bei diesem Name denke ich an eine Glanzstunde der Band: das legendäre Konzert auf den Treppen des Reichstages von Berlin, zu dem 1980 rund 275.000 Zuhörer auf beiden Seiten der Mauer strömten.

Damals konnte ich nicht dabei sein, aber im Oktober (das ist schon sehr bald 🙂 ) werde ich sie erleben: live ! Mich hat die Vorfreude schon ordentlich im Griff.

Mit ihrer „Retro­spective – 50th Anniversary Tour 2017“ feiert die legendäre Band ihr 50-jähriges Jubi­läum. Na, wenn das kein Grund ist, mitzufeiern 🙂

Der legendäre Gitarrist Al Di Meola – DER FERRARI UNTER DEN GITARRISTEN samt seiner Band …

 

 

Ich erlebte ihn live am 8. Mai 2004 in Regensburg! Für mich ist es ein unvergessliches Erlebnis! Und weil es unvergesslich ist, habe ich gestern, als ich über den Tango schrieb, sofort wieder an ihn gedacht. Was für ein Gitarrist – er zählt zu den berühmtesten Jazzrock-Gitarristen und galt lange als schnellster Gitarrist der Welt – „DER FERRARI UNTER DEN GITARRISTEN“ (hatte ich gelesen). Sein unverkennbarer Stil ist eine Fusion aus Rock, Jazz, Latin und World Music – Herz, was willst du mehr!, dachte ich damals und setzte alles daran, noch kurzfristig Karten zu bekommen.

Die Platzwahl war frei, logisch dass ich in der ersten Reihe sass. Das Kulturzelt, meinen Sitzplatz und besonders IHN habe ich noch vor Augen, als wäre es erst gestern gewesen. Sein traumhaftes Gitarrenspiel, sein Temperament und seine Leidenschaft liessen mich in eine andere Welt abtauchen, in der ich gerne noch länger verweilt hätte.

Nach dem Konzert kaufte ich mir zwei CD’s und ging auf ihn zu. Er nahm ausserordentlich freundlich (da waren keinerlei Starallüren 🙂 ) die CD und Eintritts-Ticket und versah diese schwungvoll mit seinem Autogramm. Dabei fragte er mich mit einem atemberaubend sympathischen Lächeln, ob mir das Konzert Freude bereitet hätte und ob ich Jazz liebe. „Ja sicher! Darum bin ich hier.“, antwortete ich lächeld, während er mir CD’c und Ticket über den Tisch reichte. Mein Blick fiel auf seine schöne gepflegte Hände, auf seine hübschen Finger und ich dachte: „So begnadete Hände … was er mit ihnen tut, ist technisch nicht nur unglaublich, sondern auch traumhaft schön. Ihnen entspringt Zartheit sowie auch eine Art Dämonisches, das erschauern lässt. So etwas hört man nicht alle Tage  …“. Ihn live zu erleben war eines meiner berauschendsten Konzerterlebnisse.

 

 

Danke Gott für die Musik! … oder die Verflechtung von Sprache und Musik

„Danke Gott für die Musik! Danke, dass du auch einen anderen Gott wie Rachmaninov neben dir zulässt! Danke an die vielen wunderbaren Musiker, die mich unglaublich inspiriert haben …“, schreibt Nicola Hotel am Ende ihres Buches „Rabenblut drängt: Rabenblut Saga“. Neben dem Schreiben gehört ihre ganze Leidenschaft der Musik von Rachmaninov. Sie hat eine Liste der Musikstücke zusammengestellt, die sie beim Schreiben ihrer Bücher begleiteten. Wundervolle Stücke – … hier könnt ihr mal reinhören (Soundtrack zum Roman anklicken):

 

Das verstehe ich sehr gut und denke an andere Schriftsteller, die mich beim Lesen „aufhorchen“ lassen. Wie Hanns-Josef Ortheil bei seinem Buch „Erfindung des Lebens“ – ich hörte Bachs Italienisches Konzert und Schumanns C-Dur-Fantasie an. Eines der berührendsten und schönsten Bücher, die ich gelesen habe. Die Musik führt zur Sprache.

Oder Nina George, bei ihr schwelgte ich in Tango-Klängen: „Von oben bis unten presste sie sich an ihn – aber bei den ersten Tönen gab Jean seine Energie mit einem Stoß aus seinem Solarplexus an sie weiter. Er drückte sie tief, tief, noch tiefer nach unten, bis sie beide mit einem Bein in den Knien waren, das andere lang zur Seite ausgestreckt.“ Oder: „Tango ist eine Wahrheitsdroge. Er enttarnt deine Probleme, deine Komplexe. Aber auch deine Stärken, die du vor anderen versteckst, um sie nicht zu kränken. Und er zeigt, was ein Paar füreinander sein kann, wenn sie aufeinander hören. Will einer nur sich selbst gern hören, so wird er Tango hassen.“ (aus „Das Lavendelzimmer“ / Nina George)

https://seelenglimmern.com/literatur-buecher-die-ich-lese/das-lavendelzimmernina-george/

Und dann „Fuckin Sushi“ von Marc Degens … was für ein Lesevergnügen! Ein wildes und anrührendes Buch mit einer unglaublich positiven Ausstrahlung – unverzichtbar für Träumer und Musikfans . Hier habe ich darüber berichtet: https://seelenglimmern.com/literatur-buecher-die-ich-lese/fuckin-sushimarc-degens/
Es geht um die Liebe zur Musik und auch um die Länge von Songs – z.B. an Eight Miles High von den Byrds … auch zu diesem Buch gibt es eine ganze Liste der Songs, die dieses Buch begleiten.

Mir gefällt es, wenn Klänge die Zeilen der Schriftsteller durchziehen. Es weckt in mir Emotionen, welche Worte alleine vermutlich nicht hervorrufen könnten.
Die Worte im Auge und die Klänge im Ohr … ja, das finde ich wundervoll! Musiker texten und Schriftsteller hören Musik, dies kann im Zusammenspiel schon inspirieren und beflügeln.

Als ich heute Morgen bei Clemens Verhooven las: https://clemensverhooven.wordpress.com/2017/08/06/du-schreibst-wie-wagner-sinkt/ , dachte ich anschliessend an Autoren und Bücher, die ich im Zusammenhang mit Musik gelesen hatte. Wundervolle Schriftsteller, welche die „Magie“ der Musik als Inspirationsquelle nutzten. Ihre Worte und die Musik haben sich tief in meiner Seele eingeprägt.

Still so beautiful after all the years …

 

Peter Green … bei seinem speziellen „Greeny-Sound“ denke ich auch sofort an Mark Knopfler und an die Magie, welche sie in den Fingern haben. An unvergleichlich schöne Klänge die sie ihrer heute unbezahlbaren „Les Paul“ oder Fender entlocken. Songs, die ich immer wieder mit einer geheimnisvollen Faszination anhören will … selbst nach vielen Jahren noch.

Es ist immer wieder wundervoll, in diesen warmen vollen Klänge abzudriften , nur noch zu träumen und sich wohlzufühlen  ….