Duftende Momente …

 

Ein morgentlicher Walk durch meinen bunten Garten, ein tiefes Durchatmen … sinnliches Erleben. Mein Gärtnerinnenherz lacht, macht Freudensprünge.

Der Flieder blüht, duftet sehr intensiv und strebt der  Sonne entgegen. Die Orangenblüten öffnen zaghaft ihre kleinen strahlendweißen Knospen.

Im Teich kommen die ersten Seerosenblätter an die Oberfläche und wiegen sich kaum merklich auf den sanften Wellen .

Auch meine Jungpflänzchen (hier Tomaten, Zucchini, Kohlrabi) auf dem Fensterbrett sehnen sich nach Licht und Wärme. Bald können sie ausgepflanzt werden.

Und auf meinem Tisch steht nun der erste duftende Fliederstrauß in diesem Jahr.

 

Lichtblicke … Tage im Leben glücklicher Kinder

 

Es sind meine Enkelkinder, die so glücklich sind und ich bin es darum auch   🙂
Oft denke ich, wenn doch nur alle Kinder ein so wunderschönes Kinderleben hätten, sie haben es doch alle verdient. Eltern, die es möglich machen, dass ein Tag so schön wie der andere ist … nun ja, fast alle Tage.

Hier habe ich in meinem kleinen Video einige Tage im Leben meiner Enkelkinder festgehalten. Sie leben in der Natur, mit der Natur, den Tieren und mit Eltern, die ihre Neigungen fördern: Naturliebe, Kunst, Musik, Literatur … alles mit Blick auf das Schöne, das Lebenswerte. Und auf die Liebe:

Sie so aufwachsen zu sehen ist unbeschreiblich schön für mich und es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dies erleben zu dürfen. Natürlich auch mit Stolz auf meinen Sohn und seine wundervolle Frau, die diese große Aufgabe, ihren Kindern in ein glückliches Leben zu verhelfen, vorbildlich meistern. Helle Lichtblicke in meinem persönlichen Leben.

Wahrlich, es ist herrlich, dein Angesicht zu sehen …

 

Dies sagte einst Königin Ahmose zu Gott Amun-Re, als dieser ihr erschien, um mit ihr Hatshepsut zu zeugen. Hatschepsut bedeutet „Die erste der vornehmen Frauen – die Amun umarmt“.

Auch ihr Angesicht ist von überragender Schönheit, wie auch das von Tutanchamun und so viele andere Gesichter des Alten Ägypten.

Bis mein neues Wunschbuch bei mir eintraf, malte ich solch ein Gesicht – passend zum Buch sozusagen  🙂   :

Und nun ist es da und ich bin überwältigt von all der Schönheit, die ich darin finde. Ich glaube fast, es ist das schönste Buch, das jetzt in meinem Besitz ist – faszinierend die Texte und bebildert, wie ich es noch nie gesehen habe: Fotos über mehrere Seiten ausklappbar  …

„Der bekannte italienische Fotograf Sandro Vannini war einer der wenigen, die Zutritt zu allen Grabkammern hatten. Er dokumentierte die Totenbuecher in einer neuen fotografischen Technik. Entstanden sind sensationelle Aufnahmen der Inschriften und Wandmalereien in verzerrungsfreien Panoramen. Das Buch legt diese Aufnahmen erstmals dem Publikum vor und wird durch die opulente Bebilderung zu einem einzigartigen Erlebnis. Erläuternde Texte von Zahi Hawass und Vanninis Fotografien nehmen den Leser mit auf die nächtliche Reise der Pharaonen durch die Welt der Toten.“

 

Dieses Buch hatte ich schon seit Jahren im Auge, aber da es nicht gerade preisgünstig ist, habe ich es immer wieder zurückgestellt. Doch irgendwann muss ein Wunsch in Erfüllung gehen und jetzt war es soweit   🙂
Es ist ein erhebendes Gefühl, solch einen (Buch-) Schatz bewundern zu können. Jetzt bin ich richtig happy! Das Alte Ägypten – die Geschichte einer geheimnisvollen Zivilisation. Hochspannend wird sie immer wieder zum Leben erweckt.

Ich male dazu und lese altägyptische Dichtung … die Kunst der „Schönen Reden“, „Der Sonnengesang des Echnaton“, Lehren fürs Leben  … etc. – auch die alten Ägypter liebten es, zu schreiben, zu formulieren, zu träumen und zu dichten. Wunderschöne Texte …

 

 

Erst ein gequältes Augenrollen und dann die Freude 😲 😊 !

 

Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht,
sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.

(Jürgen Dahl)

Stimmt wohl, mein spontanes Vorhaben ist wohl etwas unvermutet angekommen  😉

„Weißt du was? Wir fahren jetzt ins Gartencenter!“, sagte ich heute morgen.

Den Blick und das Augenrollen, das daraufhin folgte, kannte ich bereits vom letzten, vorletzten und allen anderen Frühjahren zuvor. Und den Spruch: „Wie geil … das wird wieder teuer!“, der fehlt auch nie.

Ich habe mir dort dann viele Gedanken gemacht (aber wirklich nicht zu lange … also für mein Zeitverständnis), was rein kommen soll und dann habe ich eine Auswahl getroffen. Duftige Blüten und zarte Graser … einfach himmlisch!    🙂

Das fand er dann auch, als ich sie zuhause auf dem Gartentisch aufgereiht hatte – genau so, wie sie in die Blumenkästen kommen sollen. Den ganzen Sommer über kann ich sie nun sehen, vom Zimmer aus durchs Fenster und auch draußen, wenn sie gegossen werden. Das macht mein Mann, denn er ist größer als ich und die 10-Liter Gießkanne ist auch viel zu schwer für mich. Das hat er selbst gesagt und ich habe ihm seinen Glauben nicht streitig gemacht.

Jetzt füllt er gerade die Blumenkästen mit Erde und dann kommen die hübschen Pflänzchen rein   🙂

Hier, das sind sie – eine bunte Mischung :

 

 

 

Ein bisschen Schlossromatik …

 

Ein bisschen Schlossromantik am See gab´s heute schon – im bescheidenen Rahmen, doch bei strahlendem Sonnenschein. Und anstatt eines stimmkräftigen, charmanten Tenors trat dort vertretungsweise ein prachtvoller Schwan auf. Ich stand vor purer Schönheit. Würde sich z.B. der Tenor Vittorio Grigolo in einen Schwan verwandeln, könnte ich ihn mir so vorstellen …   🙂

Ich habe den Schwan genau beobachtet und musste schmunzeln. Den See betrachtete er als sein alleiniges Reich und gestattete den anderen Gänsen und Enten nicht, darin zu schwimmen – ständig jagte er diese mit ärgerlichem Gefauche und Gezische aus dem Wasser und schnappte nach ihnen. Also der berühmte Schwanengesang war das nicht!

Danach war er aber wieder friedlich und zog in seiner vollen Pracht stolz über den See. Hier ein paar Impressionen (zum Vergrößern bitte anklicken):

 

Ein wunderschöner Schwan, aber leider kein verwandelter Vittorio Grigolo, denn der singt ….. immer!!! Gerade hörte ich ihn mit dieser bezaubernden Arie, passend zu meinem Schwaneneintrag:

 

Frida Kahlo – „Ich male keine Träume“

 

Nein, sie malte ihre Wirklichkeit, die mich wieder zutiefst berührt hat.

Heute besuchte ich die neue Frida Kahlo-Ausstellung in Baden-Baden. Gleich nachdem ich die Räume betrat und die ersten Gemälde sah, schwappten bei mir mal wieder die Emotionen über. Ich tauchte ein in die strahlenden Farben Mexikos und in das leiderfüllte Leben dieser großartigen Künstlerin – in ihre Wirklichkeit.

http://www.kunstmuseum-gehrke-remund.org/

Diese Ausstellung hat mich wieder, wie auch die bereits vorangegangen, ungeheuer beeindruckt. Die Liebe von Frau Dr. Remund und Herrn Gehrke zu dieser Künstlerin ist in jedem Detail spürbar – kein Wunder, dass hier der Funke auf viele Besucher überspringt. In dieser Ausstellung wurde wieder meine große Bewunderung für Frida Kahlo und ihre Leidenschaft, mit der sie gelebt hat, angefacht und ich hätte Stunden vor den Gemälden, insbesondere den neuen, verbringen können. Auch die Fotos und Videos haben mir sehr gefallen.

Und das 60-seitige Ausstellungsbegleitheft / Katalog , in deutsch, französisch, spanisch und englisch verfügbar, begeistert mich erneut. Darin wird jedes Gemälde, jede Fotografie, Kleid oder Schmuckstück im Kontext vom Leben, Leid und Leidenschaft von Frida Kahlo, ihrer Familie, ihrer Freunde und Liebhaber beschrieben – manches Geheimnis wird gelüftet. Ich habe es mir natürlich gekauft, damit ich auch zuhause nochmal alles nachvollziehen kann, was ich in der Ausstellung vielleicht übersehen haben könnte. Oft ein Anlass für mich, eine Ausstellung ein zweites Mal zu besuchen.   🙂

Ich bin Frau Dr. Remund und Herrn Gehrke sehr dankbar für diese interessante Begleitlektüre und ich bewundere außerordentlich, was hier mit viel Recherche und Ausarbeitung geschaffen wurde.

Natürlich bin ich nicht gegangen, ohne mir eine neues Buch zu leisten – es ist für mich der krönende Abschluss eines wundervollen Erlebnistages im Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-Baden … unbedingt zur Nachahmung empfohlen!

Das Buch enthält wunderschöne Fotos und die Liebesgeschichte von Frida Kahlo und dem Fotografen Nickolas Muray, den sie nie vergessen wird … so wie ich die wundervolle Ausstellung, die ich heute Besucht habe, nicht vergessen werde.

Meinen ganz herzlichen Dank noch an Herrn Gehrke, für die freundliche Begrüßung und die Informationen während des Besuches. Mein Wissen über Frida Kahlo  wurde wieder ein Stückchen erweitert   🙂

Hier noch ein paar Impressionen von den Räumen und der wunderschönen Ausstattung – ich habe mich gefühlt, als stände ich in Mexiko :

Solch eine einzigartige Ausstellung sieht man nicht alle Tage. Also unbedingt besuchen, wer die Gelegenheit hat!

Storchenliebe

 

Was für eine Freude, sie zu sehen. Endlich sind sie wieder da. Und sie haben sich kaum verändert.

Gerade angekommen, stand sie wieder da oben und klapperte:“Wo er denn wieder bleibt! Der wird sich doch nicht verflogen haben.“

„Bin gleich da, meine Liebe!“, dröhnte es von oben.

„Hmmm … jetzt wird´s aber Zeit! Eine Dame lässt man nicht warten!“, murrte sie.

„Aaaaachtung! Mach Platz, ich lande!“

„Hoppla, da bin ich schon.“

„Moment, mein Lieber, ich werde noch das Bettchen etwas aufschütteln!“

„Und? Wie war dein Flug? Alles klar soweit?“, klapperte er sie von der Seite an.

„Aber ja, ich hatte sogar noch Zeit, mich etwas frisch zu machen.“, säuselte sie.

Die folgenden zwei Bilder werden nicht kommentiert – zu intim!

 

Unmittelbar danach: „Heee Leute, habt ihr DAS gesehen? Ha, jawohl, so macht man das!“, proletete der Storchenmann vom Storchenturm.

„Pssst … musst du denn schon wieder so angeben!“, rügte ihn die Storchenfrau.        „Lass´ das!!!“, schob sie aufgebracht nach.

„Leute, ich nehme alles zurück! ….  Aber habt ihr DAS gesehen?“. Sein aufgeregtes Geklapper war über das ganze Gelände zu hören.

„So, jetzt reicht es mir! Das gleiche Jungburschengehabe wie letztes Jahr. Und ich dachte, du wärst jetzt erwachsener!“, fauchte sie und stellte zornig ihr Gefieder.

„Und du bist noch die gleiche zänkische Zicke wie letztes Jahr“, konterte er.

„Das ist eine Beleidigung! Und das in meinem Zustand!“, jammerte sie sogleich zutiefst getroffen los.

„Aber du hast doch angefangen.“, erwiderte er trotzig. „Und was heißt „in deinem Zustand“? Ist es für diese Aussage nicht noch etwas zu früh, nach diesem einen Mal?  Egal, wenn´s dir nicht passt, dann kann ich ja geh´n!“

„Ach, dachte ich mir´s  doch! Du willst dich deiner Vaterpflichten entledigen!“,  schimpfte sie, während er aufgebracht, wie das Konflikt-Flüchter eben so tun, davonrauschte.

Nun stand sie da und dachte so bei sich: „Was soll ich mich aufregen. Der kommt ohnehin wieder, wenn er merkt, wen er da verlassen hat. So eine wie mich findet er so schnell nicht wieder ….. „.  Sie wartete und wartete. Eine Minute, zwei Minuten, drei Minuten – aber dann holte sie tief Luft und schrie so laut sie konnte: „Komm´ sofort zurück!“

Und das ließ er sich nicht zweimal sagen. Er flog einen weiten Bogen und schoss auf den Storchenturm zu. Nach einer heftigen Landung stand er dann neben ihr.

„Ach wie habe ich dich vermisst, mein Liebster. Du wirst der beste aller Storchenväter sein!“, flüsterte sie ihm glücklich zu.

„Das habe ich vor! Hast du etwas anderes von mir erwartet? Wie auch letztes Jahr werden wir in die gleiche Richtung schauen  ……

Erinnerst du dich? Damals,  da habe ich …. „, schwadronierte er noch stundenlang. Ganz nach Mannesart!   😉