Warum enthältst du mir dein Licht vor?

 

„Den Rest meines Lebens möchte ich damit zubringen, darüber nachzudenken, was Licht ist.“,  sagte Einstein einst im fortgeschrittenen Alter. Viele taten es ihm gleich und tun es heute noch. Derzeit ganz aktuell: Das Attosekunden-Experiment – hochinteressant!

„Neuartige Experimente, die ultraschnelle Licht-Blitze einsetzen, revolutionieren derzeit die Laserforschung in der Physik. Sie liefern beispiellose Einblicke in die Materie – in die Struktur und Dynamik von Elektronen in Atomen, Molekülen und in kondensierten Phasen. Mit einem sogenannten Attosekunden-Experiment ist es jetzt Physikern der Waseda-Universität in Japan, des National Research Council in Kanada und des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) in Berlin gelungen, die Wellenfunktion eines ionisierten Elektrons komplett zu messen und zu beschreiben. Dieser Grad an Perfektion, den das Experiment erreicht, ist in diesem Forschungsbereich bislang einmalig.

Eine Attosekunde ist ein Millardstel einer Millardstel Sekunde. Sie verhält sich zu einer Sekunde wie eine Sekunde zum Alter des Universums. Attosekunden-Lichtimpulse ermöglichen es, die Zustände der Materie umfassend zu verändern.“ … las ich heute.

http://www.chemie.de/news/163716/wechselwirkung-von-licht-und-materie-ein-perfektes-attosekunden-experiment.html

Es gibt eine ganze Menge Publikationen darüber. Während ich in diesen las, erinnerte ich mich an eine Geschichte, die ich mal im Internet gelesen und mir rauskopiert hatte (die Textquelle ist mir leider nicht mehr bekannt):

Zwiegespräch zwischen Licht und Materie

Licht: Du hältst Menschen, die zu mir gehören, in deinen verschiedenen Formen gefangen.
Materie: Du irrst! Nicht ich halte sie gefangen, sondern sie halten sich selbst gefangen, weil sie mich begehren und an mir festhalten. Du siehst, sie lieben mich mehr als dich.
Licht: Du irrst dich, Schatten. Sie suchen und begehren mich in den Formen deiner Materie, und nur weil du sie mit deiner Art verblendest und umhüllst, können sie ihr wahres Wesen nicht erkennen. Ihr wahres Wesen ist Licht, genauso wie auch mein Wesen Licht ist.
Materie: Wenn es so wäre, wie du sagst, warum sind sie dann bei mir und leben aus mir? Warum haben sie sich eine eigene Welt geschaffen? Ja, sie sind schöpferische Wesen. Ist es nicht das, was du immer gewollt hast?
Licht: Ich wollte, dass sie mit meinem Licht meine Schöpfung ausbreiten. Sie haben jedoch einen Schatten erschaffen, eine Dunkelheit, in der sie nun umherirren und gefangen sind. Und diese Dunkelheit bist du.
Materie: Du willst das, was ich bin, als Dunkelheit bezeichnen?
Licht: So ist es. Deine Formen sind eine Illusion, du selbst bist Irrtum. Du lässt das Licht nicht zu, bist nicht in der Wahrheit und somit auch nicht wirklich.
Materie: Ich empfinde mich aber sehr wohl als wirklich. Schon die Tatsache, dass wir miteinander sprechen, zeugt doch davon.
Licht: Deine Erscheinungen halten deine Welt in Stand, aber es ist eine Schattenwelt. Dein Bestehen ist nur möglich wegen des Mangels an Licht!
Materie: Dann gib mir endlich das, was ich so sehr begehre. Lass mich Licht sein!
Licht: Dieser Gedanke war die Ursache, dass du Materie wurdest, dass du überhaupt entstanden bist.
Materie: Warum enthältst du mir dein Licht vor? Du kennst doch meinen tiefsten Wunsch.
Licht: Natürlich.
Materie: Und warum erfüllst du meinen Wunsch dann nicht? Ich will so sein, wie du, Licht!
Licht: Willst du eine Kerzenflame inmitten des Sonnenscheins sein? Wem würde das nützen? Erkenne deine Verblendung, Materie!
Materie: Dann will ich die Sonne sein!
Licht: Die Sonne existiert bereits. Warum akzeptierst du die Möglichkeiten nicht, die innerhalb deines Bereichs liegen? Werde ein Teil des Ganzen – dann bist du mit dem Licht und mit allem verbunden. Gib deine Eigenwilligkeit auf!
Materie: Aber ich bin die Eigenwilligkeit! Das hast du mir schon oft gesagt. Kann die Eigenwilligkeit den eigenen Willen aufgeben?
Licht: Dafür gibt es einen Weg. Wir haben schon oft darüber gesprochen.
Materie: Es muss einen anderen Weg geben!
Licht: Danach suchst du schon seit Jahrmillionen.
Materie: Und ich werde ihn finden.
Licht: Nein, du weißt, dass es nur diesen einen Weg gibt. Schenke dich mir, gib dich mir hin. Gib den Schein und die Formen auf. Dann wirst du Licht sein. Aber du kannst niemals das Licht selbst sein.
Materie: Aber du bist es doch auch.
Licht: Ich bin alles in allem und doch bin ich nicht. Wenn du „nicht“ sein würdest, könntest du auch alles sein.
Materie: Wie wird man „nicht“?
Licht: Ich habe es dir bereits gesagt. Erzwinge nichts, lass alles los, auch dich selbst, und schenke dich mir, dann kann ich dir bei der Befreiung helfen.
Materie: Aber wenn ich das tue, dann existiere ich nicht mehr. Ich werde zum Nichts!
Licht: Der Tropfen, der in den Ozean fällt, hört auf, ein Tropfen zu sein, er ist viel mehr! Wenn du das Sterben oder Tod nennst, dann ist das doch ein Missverständnis? Bedenke jedoch, dieser Tropfen wird unendlich, er geht im unendlichen Meer auf. Er verliert nur seine Existenz als einzelner Tropfen. Willst du etwa das Meer, Einheit der zusammengefügten Tropfen, als Nichts bezeichnen?
Materie: Ich habe Angst!
Licht: Wovor?
Materie: Nichts mehr zu sein.
Licht: Aber das bist du doch schon! Wenn du dich jedoch aufgibst, in mir aufgehst, wirst du „Alles“ sein.
Materie: Gut, wenn es nun so wäre, wie du sagst. Wenn das alles wahr sein sollte, was du mir erklärst, dann kann ich mich trotzdem nicht einfach so auflösen, auch wenn ich das wollte. Die Geschöpfe, aus denen ich bestehe, müssen sich auflösen. Sprich also zu ihnen, nicht zu mir.
Licht: Ich spreche zu ihnen, wenn ich mit dir spreche. Denn ihr seid eins, du und deine Geschöpfe.
Materie: Gerade hast du noch gesagt, sie gehören zu dir. Jetzt behauptest du, dass es meine Geschöpfe sind. Du widersprichst dir.
Licht: Die Kerne einer Frucht sind nicht die Schale und doch bilden sie gemeinsam eine Frucht.
Materie: Ach so, du glaubst, nur die Kerne sind aus dir. Die Schale ist die meine und die kann ich behalten, oder wie?
Licht: Ich liebe die ganze Frucht und nicht nur den Kern oder die Schale. Auch wenn das Fruchtfleisch verdorben ist, werde ich die Kerne nicht von der Frucht trennen.
Materie: Du willst mir also alles wegnehmen? Du willst die ganze Frucht und am liebsten mich noch dazu? Gib es zu.
Licht: Ja, ich will euch beide, dich und deine Früchte, aber nicht, um euch zu vernichten. Mein Wesen ist Liebe , vergiss das nicht. Die Früchte würden sich verwandeln, so dass sie wieder Früchte vom Baum des Lebens sein würden, der in der Mitte steht. Ich wünsche, dass ihr wieder zurückkehrt. Dann wären wir wieder eins.
Materie: Ich denke darüber nach.
Licht: Ja, ich weiß. Ich werde warten…….
* * *

Ja, viele von uns denken darüber nach – mehr oder weniger.

Was’n das? 😨

 

Ich:  „Ist die Frage ernst gemeint? Sieht man doch!“

Er:  „Ich seh‘ nix!“

Ich:  „Pollenflug und Bestäubung!“

Er: „WAS?“   😲

Ich: „Ach lass mich doch in Ruhe! Das ist schliesslich mein Bild! Wenn ich auch nur einmal was male, was du noch nicht real gesehen hast, dann siehst du nix! “ … *grummel*

Jetzt sagt mal ehrlich, seht ihr den Pollenflug, die Bestäubung und dass auch Pflanzen Gefühle haben oder nicht? Und nicht nur das, die wissen sogar auch, was „Verbundenheit“ bedeutet … darum verbinden sie sich bei der Bestäubung und hängen bzw.  kleben aneinander … puuuh, ist etwas kompliziert, ich weiss  😰

Und wenn ihr das nicht seht, dann kann ich nur Babsi zitieren:

Kunst muss man nicht verstehen, denn jeder interpretiert sie anders.©BaSch
… insbesondere ich!

Lebenssinn

 

Gerade las ich einen Beitrag zum Thema „Lebenssinn“ – sowie Fragen, die mich auch beschäftigen. Viele Gedanken und „Antworten“, die ich u.a. bei zwei von mir sehr geschätzten Wissenschaftlern/Autoren fand: Viktor Frankl und Charlotte Bühler, gehen mir durch den Kopf.

In oben erwähnten Eintrag las ich die Aussage:

„immer wieder gibt es menschen,
die sich auf der suche befinden
nach dem sinn ihres lebens.“ …

https://wolfgangdannyweber.wordpress.com/2017/10/20/einfacher-gedanke/

„Na, Gott sei dank denken manche Menschen auch über dieses Thema nach!“, kommt mir in den Sinn.

Einst stiess ich auf folgendes Zitat meines Lieblingsautors Hermann Hesse, der sich auch intensiv mit der „Sinnfrage“ beschäftigte:

„Das Leben ist sinnlos, grausam, dumm und dennoch prachtvoll – es macht sich nicht über den Menschen lustig (denn dazu gehört Geist), aber es kümmert sich um den Menschen nicht mehr als um den Regenwurm … Erst dann, wenn man die ganze Scheußlichkeit der Sinnlosigkeit der Natur in sich aufgenommen hat, kann man beginnen, sich dieser rohen Sinnlosigkeit gegenüber zu stellen und sie zu einem Sinn zu zwingen. Es ist das Höchste, wozu der Mensch fähig ist, und es ist das Einzige, wozu er fähig ist. Alles andere macht das Vieh besser.“

… also der „Sinnlosigkeit“ einen Sinn geben! NICHT suchen, sondern geben. Und genau so verstehe ich auch Viktor Frankl und Charlotte Bühler. Ich soll nach dem suchen, was meinem Leben Sinn geben kann, damit es am Ende dann ein sinnvolles Leben war. Ich bin mir darüber bewusst, dass ich das, wenn ich Glück habe, erst an meinem Lebensende, vielleicht in meiner Sterbestunde, wissen werden, denn meine „Sinngebung“ ist ja noch nicht abgeschlossen. Noch „suche“ (beobachte, lerne) ich, was meinem Leben zur Erfüllung dieser Aufgabe nützlich sein könnte, nämlich ein sinnvolles Leben zu führen. Ich „studiere“ das Leben anderer Menschen (Hermann Hesse, Viktor Frankl, Hildegard von Bingen, Charlotte Bühler, Steve Stevens, der tolle Flamencogitarrist  😉  etc.), die von sich sagen, dies oder jenes hat meinem Leben Sinn gegeben. Käme das vielleicht für mich auch in Frage? Habe ich die Fähigkeit dazu, diese Aufgabe mit Erfolg umzusetzen? Würde mich denn diese Aufgabe auch erfüllen und meinem Leben einen Sinn geben?

Es geht also nicht darum, über den Sinn meines Lebens Bescheid zu wissen (das ist leider nicht möglich), sondern das zu finden, was meinem Leben Sinn gibt.

Ich bin keine Psychologin oder Wissenschaftlerin, weiss, dass ich nicht viel weiss. Aber ich glaube, was Viktor Frankl sagt (sinngemäss): „Jeder Mensch, selbst der einfachste Mann von der Strasse, weiss ganz tief in seinem Innersten, wie er es anstellen muss, um diese Sinnhaftigkeit fühlen zu können.“

Und wer sich wirklich in positivem Sinne für diese Frage interessiert, findet hier Antworten (ich möchte eigentlich JEDEM diesen Vortrag ans Herz legen – besonders die Stelle ab 36:10 im Video):

Und Hermann Hesse schrieb weiterhin:

„Für den, der alt geworden ist, war das Suchen ein Irrtum und das Leben verfehlt, wenn er nichts Objektives, nichts über ihm und seinen Sorgen Stehendes, nichts Unbedingtes oder Göttliches zu verehren gefunden hat, in dessen Dienst er sich stellt und dessen Dienst allein es ist, der seinem Leben Sinn gibt.“

Damit stand  Hesse am Anfang der Lösung des Rätsels. Mit seinen Worten bekennt er dieses „Gottahnen“, aber es ist nicht die letzte Erkenntnis des Lebenssinnes selbst. Er bleibt dabei: der Mensch muss dem Leben Sinn geben.“

Dies sind meine Gedankengänge zum Thema und sie sind keinesfalls zu ende gedacht!

Ismene, die betörende Exotin

Ich stehe vor ihrer gerade voll entfalteten Schönheit, atme ihren betörenden, süsslich – angenehmen Duft

… und denke an „ihre“ Worte:

„Ich weiß, dein Gang ist sinnlos, doch die Lieben liebst du recht.“

Ismene, die Schwester von Antigone in Sophokles Drama „Antigone“, ist hilflos, schwach und der gesetzlichen Obrigkeit hörig, während Antigone den Gesetzen der Götter folgt – den Gesetzen der Liebe!
Im Drama geht es um den Konflikt zwischen Familie und Staat, um Sitte und Moral und um die Stellung der Frau (die nichts zu sagen hat und verpflichtet ist, sich dem Mann zu unterwerfen). Nach wie vor ein aktuelles Thema 😉

Ich blicke auf die Schönheit von „Ismene“, auf „meine“ Ismene, die so viele Gedanken in mir auslöst … an die grausamen Taten eines Tyrannen (sogenannte „Lebenspartner“, wie es sie auch heute noch gibt), der sein Unrecht erst zu spät einsieht und an die mutige, selbstbewusste Antigone, für die die Liebe das Allerhöchste ist. So wertvoll, um dafür zu sterben.

In der Blumensprache bedeutet „Ismene“:
Erfolg verbotener Liebe. (am Ende ist es die Liebe, die siegt)

Man nennt die Ismene auch „Peruanische Narzisse“ und für die weisse Narzisse steht die Bedeutung:

„Bewunderung – Meine Liebe zu dir ist aussichtslos.
Meine Unvergängliche Sehnsucht nach dir.“

Ist sie nicht wunderschön? 🙂

Ohne bin ich nur ein halber Mensch …

 

… eigentlich noch weniger, wenn ich so darüber nachdenke … wo ich doch eh‘ schon so bescheiden bin!

Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten, die mir mitunter fehlen – kaum der Rede wert, wirklich nur Kleinigkeiten …. zum Beispiel gleich am Morgen: ein Blick vom Balkon auf das Meer, das ist doch wirklich nicht zuviel verlangt …

 

… und danach ein bescheidenes Frühstückchen – nichts weltbewegendes, nur so von allem ein bisschen …

Ach ja, dann ein bezaubernder Spaziergang am Meer mit Vor-sich-hinträumen … und eventuell ein kleines Date mit einem wahren Freund …

und danach wieder ein kleiner Snack mit Dessert … ein wenig Naschen wird ja wohl erlaubt sein! Da spricht bestimmt nichts dagegen, oder?

 

Jetzt wäre dann noch das Philosophieren … das tut schliesslich fast jeder! Gut, vielleicht nicht auf einer sonnigen Terrasse mit Longdrink. Aber ohne Sonne bin ich auch nur ein halber Mensch … sogar fast weniger …

Ja, wenn ich so darüber nachdenke wird mir bewusst, dass ich sehr wohl weiss, wie man ein ganzer Mensch ist – ein ganzer Mensch in dankbarer Bescheidenheit (ich finde, das klingt jetzt echt gut! Ist von mir!!!).

Jetzt höre ich aber wieder auf mit dem Nachdenken … ihr wisst nun Bescheid, was ich damit sagen wollte. Sich in Bescheidenheit zu üben, gehört zum Leben und sollte nicht vernachlässigt werden!

Was die Musik angeht, bin ich auch bescheiden – ich nehme heute ein Älteres … 🙂

Über Grenzen gehen …

 

„Nie war’n wir so entfernt von uns selbst,
von dem was wir war’n.
Erschaffen um die Welt ins Licht zu führen,
für dieses Ziel auch alles zu riskieren.  …“

Er stand im Licht … im künstlichen Rampenlicht. Ob er auch den Weg zu seinem eigenen Licht zu Lebzeiten gefunden hat, weiss ich nicht, aber in seinem Song spricht er darüber. Der Text trifft auch das Heute. Ich mag diesen Song noch immer – hier ein Video von Hubert Klebensberger:

„Der Weg ins Licht“ ist der Weg, um bei sich selbst anzukommen. Es ist der Weg nach Hause! Das Licht ist bereits in jedem von uns und dessen sollten wir uns bewusst werden. Falls notwendig sollten wir auch bereit sein, unser Bewusstsein zu ändern. Diese Änderung geschieht dann von Innen nach Außen. Wir und auch die Anderen werden uns schon bald „in einem anderen Licht“ sehen.

Auf dem Weg antwortet das Herz manchmal durch Bilder oder Worte, die es uns schwer machen, alles richtig zu interpretieren. Aber wir sollten wissen, dass wir bereits alles in uns haben, was wir wissen müssen. Viele vergessen oft, dass sie auch die Kraft und das Vertrauen in sich tragen, um sich dem richtigen Lebensweg bewusst zu öffnen, welcher seiner Seele entspricht.

So verstehe ich „den Weg ins Licht“. Er beginnt bereits, sobald wir „das Licht der Welt“ erblicken und endet auch nicht mit dem „Schritt über die Schwelle“.

 

Randnotiz … an der Leere werden wir zu Träumern

 

… oder über die absolute Freude an der Leere.

*Fussnote:

Eines Tages stellst du fest: da ist nichts mehr.
Schlimmer noch, du erkennst: da war auch schon vorher Nichts.
Das Nichts ist ein Fass ohne Boden.
Du füllst es beharrlich mit deinen Gedanken
und das Ergebnis ist letztendlich immer das Gleiche:
LEERE !
© chrinolo

 

 

 

 

 

 

Leere …  „Wenn der Geist von allem Unrat gesäubert ist, der sich seit urdenklichen Zeiten angesammelt hat, steht er ganz nackt da.
Er ist nun leer, frei und echt und gewinnt seine naturgegebene Autorität.
Darin liegt eine grosse Freude – nicht jene Freude, die durch ihr Gegenteil, den Kummer, jederzeit wieder aufgehoben werden kann, sondern eine absolute Freude, von der nichts fortgenommen und der nichts hinzugefügt werden kann. “ (Daisetz Teitaro Suzuki)

Ich erinnere mich auch an Worte von Ulrich Schaffer:

Leere

Was du auch tust,
und wie stark du dich auch sehnst,
nie wird ganz ausreichen, was du hast.
An der Leere werden wir zu Träumern,
Entdeckern, Liebenden und Hoffenden.
Wenn du dich aber für Bitterkeit entscheidest,
dieses süße Gefühl, an der Welt zu leiden,
nicht wertgeschätzt und unverstanden zu sein,
dann schließt sich die Tür in die Weite.
Dann richtest du dich ein in dem, was du nicht hast,
und verpasst die Gabe der Sehnsucht:
die geheimnisförmige Leere,
die sich mit mehr füllt,
als du dir wünschen konntest.

© Ulrich Schaffer
Fotograf und Schriftsteller