Weil Steinböcke keine Ablehnung ertragen … ;-)

 

… habe ich heute keinen Wolf, sondern einen Steinbock gemalt … und einen Widder gleich dazu! Genau wie gewünscht 🙂
Beim Malen habe ich natürlich auch nachgedacht, damit das Bild einen Sinn bekommt – meine Bilder erzählen schliesslich alle eine Geschichte. Also:

Es war einmal ein allerliebster kleiner Widder. Mit seinem sonnigen Gemüt hüpfte er unermüdlich träumend durch die Welt und erfreute sich an allem Schönen, das er sah (wenn etwas nicht ganz seinen Vorstellungen entsprach, dann dachte er es sich einfach schön 🙂 ).
Fast alle, die ihm begegneten, freuten sich mit ihm und diesen schenkte er auch stets sein herzerfrischendes Lächeln. Fast alle … denn eines Tages begegnete er einem seltsamen Wesen.

 

Erstaunt blickte der kleine Widder zu ihm auf, denn dieses Wesen war viel grösser und seine Hörner, die es auf ihn gerichtet hatte, waren mächtig!

Natürlich hatte der kleine Widder keine Furcht vor diesem Wesen, das sich „Steinbock“ nannte, aber ganz geheuer war es ihm doch nicht.
„Guten Tag, wie geht es dir?“, fragte der kleine Widder freundlich … und bekam keine passende Antwort. Stattdessen sagte der Steinbock: „Wenn du nicht so oberflächlich durch die Welt irren würdest, könntest du das selbst erkennen und müsstest nicht so dumm fragen!“

Der kleine Widder war sehr irritiert, wandte sich ab und schaute verträumt einen alten Baum an, der seine knorrigen Äste weit ausgebreitet hatte, um möglichst viele Sonnenstrahlen berühren zu können. Der kleine Widder war von diesem Anblick ganz gerührt und lächelte glücklich, weil der alte Baum diese Berührungen sichtlich genoss.
Der grosse Steinbock, der immer noch – Überlegenheit demonstrierend – auf ihn herabschaute, eröffnete sogleich provokativ eine heikle Diskussion. „Das alte Gewächs nimmt den anderen Pflanzen die ganze Sonne weg. Noch dieses Jahr wird der alte Schmarotzer gefällt! Früchte trägt er ohnehin nicht mehr, wem soll er also noch nützen? Hast du darüber schon mal nachgedacht, du unverbesserliche Träumerin? Du solltest nicht so übertrieben emotional sein, sondern die Sache realistisch und sachlich betrachten! Aber dazu braucht man ja VERNUNFT… und Vernunft ist wohl das Letzte, was man einem Widder nachsagen kann!“
Ach, dieser arme Miesmacher, dachte der kleine Widder und spielte mit einem Schmetterling, der gerade um seine Nase schwebte. Bezaubert von diesem schönen Geschöpf hauchte er ihm ein liebenswürdiges „Du bist wunderschön!“ zu.
„Du glaubst doch nicht etwa, dass der dich versteht, mit seinem Minihirn! So etwas Lächerliches habe ich selten erlebt. Ich hoffe, du bist jetzt nicht beleidigt, aber etwas Kritik sollte jeder ertragen können und gute Ratschläge annehmen, die aus reiner Grossmut erfolgen. Man meint es ja nur gut! Sag‘ mal, in welcher Welt lebst du eigentlich?“
„Offensichtlich in einer anderen als du! In meiner Welt ist alles liebenswürdig!“, erwiderte der kleine Widder. Gespräche dieser Art waren ihm zuwider.

Er blinzelte in die Sonne und atmete tief ein. „Das Leben ist schön!“, lachte er und machte ein paar Freudenhüpfer. Der nörgelnde Steinbock schüttelte verächtlich den Kopf und trabte unzufrieden davon. Der kleine Widder hörte ihn noch sagen: „Unmöglich! Mit Widdern soll einer zurechtkommen … mit solch einer unrealistischen und unvernünftigen Spezies … Liebenswürdigkeit? Pah, wer braucht denn Liebenswürdigkeit?! Fleiss und Pflichtbewusstsein, das bringt Erfolg! Merke dir: mit deiner Träumerei wirst du es jedenfalls nicht weit bringen ….“

Doch, der der kleine Widder hüpfte vergnügt über die Blumenwiese und hielt nach weiteren Schönheiten Ausschau, während sich der Steinbock mürrisch die kahle, steile Felswand hinaufkämpfte.
Von dort oben hatte er alles im Blick. Auch das saftige Gras, das unten wuchs, während dort oben sein Magen vor Hunger grollte.

Bald darauf begegnete der kleine Widder einem anderen Steinbock … der schien irgendwie aus seiner Art zu fallen, denn dieser war unerwartet liebenswürdig. Der kleine Widder war zunächst zwar sehr überrascht, hielt es dann jedoch für vernünftig, diesem Steinbock ohne Vorurteile zu begegnen. Erwartungsvoll sah er den Steinbock an und dachte, dass ja – realistisch betrachtet – wohl kein Steinbock wie der andere ist – jeder ist schliesslich einzigartig! Es gibt solche und Solche! … 🙂

Die Wölfin Akbara

 

„Mit „Die Richtstatt“ (1986) schließlich wird Aitmatow endgültig zum Propheten der Ökologie. In diesem äußerst komplexen Roman verschmilzt der Kampf der Wölfe um ihren bedrohten Lebensraum in der Savanne mit einer universellen Suche nach einem neuen Erlöser. „, lese ich über diesen Schriftsteller  ( https://www.welt.de/kultur/article2088313/Schriftsteller-Tschingis-Aitmatow-gestorben.html )

„Als die Wölfin Akbara und ihr Wolf Taschtschajnar ein letztes Mal vor dem schlimmsten Feind – dem Menschen – ausreißen, ahnen sie nicht, dass ihr Ende unausweichlich ist. Die Zeit der Wölfe und der Antilopen scheint abgelaufen. Denn wo immer der Mensch in das seit Urzeiten herrschende Gleichgewicht der Natur eingreift, wächst die Verwüstung des Lebens.

‚Ein großes Epos der Untergänge, ein kraftvoller Roman.‘ “  –  lese ich zum Buchinhalt … diesen Schriftsteller kenne ich noch nicht und werde dies sofort ändern – hier wird mir geholfen   🙂  :
https://www.amazon.de/dp/B01J4E31GW/ref=docs-os-doi_0

„Die Wölfe Akbara und Taschtschajnar erfahren – immer wieder in die Flucht getrieben – die gleichgültige Gier der Menschen und deren Raubbau an der Natur. Menschliche und tierische Dramen spitzen sich zu. Der Richter aller Dinge ist die Zeit…….. „, so in einem Kommentar.
 
Ich habe lange darüber nachgedacht, während ich malte – natürlich einen Wolf! –  und nun beginne ich mit dem Lesen  🙂

 

Bergsteiger-Geschichten, die das Leben schrieb …

 

Heee, DU da oben! Nein, ich bin nicht neidisch, denn eines habe ich gelernt:

Fortuna setzt uns auf ein Rad. Wer heute den Lustsitz oben hat, liegt morgen unten.“  (Julius Wilhelm Zincgref)

und merke dir endlich:

Von oben herab muss reformiert werden, wenn nicht von unten herauf revolutioniert werden soll.“  (Karl Julius Weber)

Also juble nicht zu früh und hilf mir stattdessen lieber rauf! Und komme mir jetzt bloss nicht mit der blöden Ausrede, das Seil sei zu kurz!

Obwohl … ein anderes Sprichwort sagt:
Verachte nicht die Höhle, in der du dich einmal versteckt hast.“ ….

Also lass mal, ich bleibe lieber unten – da bin ich sicher!   🙂

The Guitar Man

 

„… He can make you love
he can make you cry …“

Mein Gemälde (für den Hintergrund habe ich eine neue Maltechnik ausprobiert) entstand mit Gedanken an den Guitar Man – ja, es gibt da viele, aber ich dachte dabei an einen bestimmten, den ich kenne. Der folgende Song hat mich an ihn erinnert 🙂

Vielleicht gefällt er euch auch:

Morgen wird sie wieder in meinen Armen liegen …

 

Mein Enkeltöchterchen

Den offenen Blick in die Ferne
Mit wachen neugierigen Augen
Ich glaube, sie mag ihn wohl gerne

Sie will sich ständig orientieren
Und ist auch bereit
Schon so manches zu riskieren

Sie denkt – saugt erwartungsvoll an der Unterlippe
Genau so, wie es die grossen Denker tun
Während ich jede Beobachtung in den PC eintippe

So ein süsses kleines Wesen
Was sie sieht, das nimmt sie auf
Sicher wird sie später auch viel lesen!

Ihre Gedanken, gepaart mit den meinen
Erschaffen gerade eine fantastische Welt
Vor lauter Glück könnt‘ ich jetzt weinen

– Hoffnungsvoll ruht mein Blick auf ihr. –

 

Nacht am Meer

Leise rauschten die sanften Wellen
Über den warmen Meeressand
Züngelten langsam heran und umspülten mich zärtlich
Während die glutrote Sonne am Himmel stand.

Diese letzte Nacht am Meer
Ich erinnere mich gut und gerne
Ist schon viel zu lange her – doch mein Traum blieb
von rotversinkender Glut, da waren auch unzählige Sterne.

Funkelnd und weit strahlte der Sonne Lichtermeer
Überwältigend, wie es sich über das tiefgründige Meer ergoss
Ich erinnere mich, wie behutsam der Horizont den Morgen gebar
Fühle noch heute die Geborgenheit, die durch all meine Sinne floss.

Von Sehnsucht getrieben pack ich nun im Traum meinen Koffer
Stopfe ihn voll bis zum Rand
Unzählige Nächte möchte ich am Meer erleben, doch es bleibt ein Traum
Zwischen mir und dem Meer – liegt unüberwindliches weites Land.

.