Der Distelfink von C. Fabritius, 1654

 

Das Original ist nur 33,5 x 22,8 cm gross. Wer “Het puttertje” im Original sehen will, kann das in Den Haag im Mauritshuis tun. Ich will das nicht, denn ich finde dieses Gemälde sehr traurig.  „Dargestellt ist ein zahmer Distelfink, der an einer kleinen Kette festgehalten auf seinem Vogelhaus sitzt. Das Kettchen sieht man vielleicht erst auf den zweiten Blick. Der Vogel sitzt so, also könne er im nächsten Moment davonfliegen. Doch das geht nicht. Fröhlich und traurig zugleich wirkt dieses teils in kräftigen Farben, teils in Pastelltönen gehaltene Gemälde.“

Also ich habe „das Kettchen“ auf den ersten Blick gesehen und fand es nicht fröhlich, sondern „abartig“  …  nein, ich mag dieses Bild nicht. Aber das sind meine Gefühle, Kunstkenner sehen das sicher anders.

Hier ist über den Maler und das Gemälde zu lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Carel_Fabritius  

Ich male mir jetzt MEINEN Stieglitz (auch Distelfink genannt), wie ich ihn sehen möchte: freilebend, bunt und allerliebst!

Lustvoll formen feinfühlige Hände

 

Mutter Erde schenkte ihm kürzlich Ton
Und die Gedanken des Künstlers
Wir ahnen es schon

Augenblicklich wollen seine Hände formen
Kunstvoll modellieren
ohne Anleitung und auch ohne Normen

Eine anmutige Figur entkeimt seiner regen Phantasie
Und entfaltet sich vor seinem inneren Auge
Ein reales Modell? – er ist Künstler!  – das benötigt er nie

Behutsam gleiten seine Finger über das feuchte Material
Die erdige Skulptur nimmt graziöse Formen an
Vollkommenheit blüht auf – schaut nur, das Werk ist genial!

Text und Gemälde © chrinolo

 

 

Tja, wem der Glaube fehlt …

 

Eine echte Begegnung kann in einem einzigen Augenblick geschehen.
Anaïs Nin

 

Text und Gemälde © chrinolo (ausgenommen:Zitate)

Nun war die schöne, grüne Meerjungfrau schon vierzehneinhalb Jahre alt und hatte immer noch nicht ihren Meerprinzen gefunden. In ihrer Verzweiflung klagte sie ihr Leid Gott Neptun, ihrem Vater. Dieser jedoch lächelte und meinte: „Mein Kind, das hat doch noch Zeit. Glaube mir, der Augenblick wird rechtzeitig kommen!“

Die Meerjungfrau sank wieder zurück auf den Meeresgrund und war sehr traurig. Plötzlich hörte sie eine Stimme: „Hallo, schöne Meerjungfrau, küss mich! Ich bin dein Prinz.“ Der kleine Fisch, der vor ihr verharrte, blickte ihr tief in die Augen und lächelte. „Spinnst du? Mein Prinz ist ein Frosch und du bist nur ein kleiner Fisch!“, schimpfte die Meerjungfrau erbost. „Ja, der Frosch – das bin ich auch. Dein Vater hat mich in einen Fisch verwandelt, damit ich mit dir im Meer leben kann. Weisst du, er will nicht länger mitansehen, wie traurig du bist.“, erwiderte der kleine Fisch.

Die schöne, grüne Meerjungfrau aber sah ihn nur verächtlich an und meinte: „Mein Vater würde so etwas niemals tun, das wäre ihm viel zu zeitaufwendig. Der hat andere Dinge im Kopf, die ihm wichtiger sind.“ Sie blickte wieder zu Boden und würdigte den kleinen Fisch keines Blickes mehr.

„Nun gut,“ sagte der kleine Fisch, „ich habe mich auch gewundert, als dein Vater mit solch einem Unsinn an mich herantrat. Aber dann habe ich mich an eine Weisheit meines guten Freundes Hermann Hesse erinnert. Der sagte zu mir:
Ich glaube, dass trotz des offensichtlichen Unsinns das Leben dennoch einen Sinn hat. Ich ergebe mich darein, diesen letzten Sinn mit dem Verstand nicht erfassen zu können, bin aber bereit, ihm zu dienen.
…  da es aber offensichtlich sinnlos ist, mit dir darüber zu diskutieren, habe ich keine Lust, dir noch länger zu dienen. Und den Frosch, in den ich mich wieder zurück verwandeln lasse, kannst du auch vergessen. “

Die grüne Meerjungfrau sah auf und entgegnete: „Ich weiss schon lange, dass die Sache mit dem Frosch küssen ein Unsinn ist … ich will weder einen Frosch noch einen Fisch! Und jetzt schreibe ich an http://www.date50plus.de. Die können mir einen grünen Meerprinzen reservieren, falls der richtige Augenblick bis dahin nicht eingetroffen ist. Auf die ist Verlass – dieses Jahr waren sie TESTSIEGER!“

In diesem Augenblick beendete der kleine Fisch resolut diese unsinnige Begegnung und schwamm erleichtert davon. 😉

 

Ein Bild zur Musik oder die Musik zum Bild … :-)

 

2017 fällt der Harvest Moon auf den 5Oktober   …. so lange möchte ich nicht warten, denn als Neil Young den Song gesungen hat, war Harvest Moon schon am Samstag, 12. September 1992. Also bin ich eigentlich schon überfällig mit dem Malen des Harvest Moon (er ist ein besonderer Vollmond – mystisch und magisch 🙂 ) 

Lyrics:
„When we were strangers
I watched you from afar
When we were lovers
I loved you with all my heart.

But now it’s gettin‘ late
And the moon is climbin‘ high
I want to celebrate
See it shinin‘ in your eye.

Because I’m still in love with you
I want to see you dance again
Because I’m still in love with you
On this harvest moon.“

Ich kann’s immer wieder hören 🙂 :

 

Ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt …

 

Eine kleine Meeresträumerei  … auch dabei kann man sich „austoben“. Mit drei verschiedenen Strukturpasten, die ich mir selbst gemixt habe:

1 x Gesso mit Marmormehl (oben im Bild)
1 x Gesso mit Asche  (in der Mitte)
1 x Gesso mit Meeressand (unten im Bild, Sand aus der Bretagne und von Fuerteventura gemischt 🙂  )

Die Muscheln sind auch Bretagneteilchen und von Fuerteventura stammen die zwei Lavasteinchen.

Auf dem Bild ist ’ne Menge Farbe, an mir noch mehr 😉 Aber das macht nichts – eine halbe Stunde Badewanne und das Zeug ist wieder weg. Mit Gummihandschuhen kann ich nicht arbeiten, da habe ich nicht genügend Gefühl.

So, das ist das Ergebnis von der heutigen Sauerei 😉 :

 

Hier kann man die Struktur etwas besser erkennen, und das Lavasteinchen  🙂  :

 

Natürlich habe ich passende Musik dazu gehört:

„Feeling inside us
feeling inside us
one reason
we don’t stand alone
and in this strong embrace
feeling the sea,
in our voice,
crying like someone dreaming
always steering
the rosy sails of this love
a crazy boat without compass in the open sea. ….“