Ein Herz für Liebe 62

 

Es gibt mindestens so viele Lieben, wie es Menschen gibt. Und jede Liebe hat auch ihre Geschichte, die oft noch lange in der Vergangenheit weiterlebt und von der sich die Menschen von Zeit zu Zeit erzählen.
Vielleicht wissen es noch nicht alle, aber so wie die Menschen Namen tragen – viele Namen sind hierbei vielfach vergeben – so tragen die Lieben Nummern. Doch jede Nummer existiert nur einmal, weil jede Liebe einzigartig ist. Kürzlich lauschte ich der Geschichte von Liebe 62, wie übel ihr mitgespielt worden war und wie sie sich doch wieder aufraffte, weiterzuleben. Denn es ist, wie wir wissen, der Liebe vorbestimmt, ewig zu leben. Dies schafft sie immer wieder mit Hilfe ihrer Freunde. Was sie dabei erlebt hat, davon erzählt diese Geschichte:

An einem wunderschönen sonnigen Frühlingstag, gerade als sich Liebe 62 von den ihr kürzlich zugefügten Verletzungen erholt hatte, trat ihre Freundin Zuversicht an sie heran und flüsterte leise:
“Du solltest dich nun wieder auf den Weg machen, denn viele Menschen erwarten dich schon ungeduldig.“
Obwohl es Liebe 62 nicht besonders gut ging und ihr Vertrauen immer noch sehr erschüttert war, wusste sie, dass sie ihrer Bestimmung folgen musste. Doch um ihre Aufgabe erfüllen zu können, brauchte sie zuerst wieder ein neues Zuhause. Eine Liebe wohnt in eines Menschen Herz. Manchmal sogar für immer.

Jedoch oft genug werden die Lieben schon nach kurzer Zeit so sehr verhöhnt und verletzt, dass sie schließlich viel zu schwach werden, um weiterhin ihre Aufgabe erfüllen zu können. Sie werden dann „sinnlos“ genannt und kurzerhand hinausgeworfen. So geschah es auch dieses mal wieder und Liebe 62 stand plötzlich ohne Zuhause da.

Da es in solch einer schwierigen Situation nicht einfach ist, ein neues geeignetes Heim zu finden, halfen ihr natürlich ihre Freundinnen und Freunde, die bereits von dem Unglück gehört hatten.

Ihre Freundin Zuversicht begleitete sie also zum Haus ihres Freundes Mut. Dieser redete Liebe 62 sehr lange und verständnisvoll zu und meinte abschließend, sie sollte unbedingt noch bei Freundin Kraft vorbeischauen, denn diese würde ihr sicher auch gerne behilflich sein. Natürlich brauchte Liebe 62 gerade jetzt viel Kraft und war dankbar, dass ihr Freund Mut daran gedacht hatte. Wie gut es doch ist, in solch verzweifelten Momenten zuverlässige Freunde zu haben.

Durch ihre Freundin Kraft gestärkt machte sich nun Liebe 62 auf den Weg und suchte einen Ort auf, an dem fast immer viele Menschen anzutreffen sind. Ganz besonders an sonnigen Frühlingstagen. Schon bald stand sie auf dem Marktplatz eines kleinen Städtchens. Mitten auf dem Platz entdeckte sie einen schönen, plätschernden Brunnen.
Zuversichtlich setzte sie sich sogleich auf den blumengeschmückten Brunnenrand, atmete tief den Duft der bunten Blüten ein und beobachtete das pulsierende Treiben. An weißen Tischen saßen einige Menschen, deren belanglose Wortfetzen und lautes Gelächter an ihr Ohr drangen. Sie schienen wohl alle ihr Herz bereits vergeben zu haben. Lange schaute Liebe 62 diese Menschen an, aber da war keine Spur von erwartungsvoller Sehnsucht zu entdecken, die gewöhnlich in den Augen liebesuchender Menschen zu lesen ist.

Eine ganze Zeitlang saß Liebe 62 so da und blickte neugierig um sich, als plötzlich jemand an ihrem Arm zupfte. Es war ihr Freund Zufall, der rein zufällig auf dem Weg war, um auch seiner Bestimmung zu folgen. Verschmitzt deutete er mit einem Kopfnicken in Richtung Parkplatz. Dort stieg gerade eine Frau aus einem kleinen Auto.
„Bei der könntest du ein wunderschönes Zuhause finden“, sagte er zu Liebe 62, „ich kenne sie. Du musst dich aber beeilen, denn gerade begegnete ich deiner Schwester, der Liebe 66, die auch auf der Suche nach einem Zuhause ist. Ich glaube, sie hat schon eines ins Visier genommen. Schau, dort kommt ein Liebesuchender gerade die Straße herunterspaziert.“ Lachend gab er ihr noch einen kleinen Schubs, damit sie endlich vom Brunnenrand rutschte und war wieder verschwunden. Zufälle kommen bekanntlich nur sehr selten und wenn schon, dann nur für ein ganz kurzes Treffen.

Liebe 62 wusste natürlich, das der Zufall nicht zufällig bei ihr wahr, sondern um sie daran zu erinnern, wie wichtig es nun war, die Chance unverzüglich am Schopf zu packen. Schnell huschte sie also über den Platz zu dem kleinen Auto.

Nun ging alles blitzschnell. Typisch für die Liebe, denn meistens ist es ja ihre Art, wie ein Blitz einzuschlagen. Liebe 62 blickte forschend in das Gesicht der Frau, deren Haar rotgold in der Sonne glänzte. Ein zaghaftes Lächeln umspielte deren Lippen und ihre blauen Augen beobachteten verträumt die plaudernden Menschen am Brunnen.

Ja, was Liebe 62 in diesen Augen alles sah, gefiel ihr. Doch offenbar nicht nur ihr, denn plötzlich stand ein Mann, der gerade noch die Straße heruntergeschlendert war, schon vor der Frau. Und dicht über ihm schwebte ihre Schwester Liebe 66.

Die Augen des Mannes leuchteten, blitzten auf und strahlten mit der Sonne um die Wette. Sie hatten die gleiche Farbe wie die Augen der Frau. Und auch er hatte dieses zaghafte Lächeln auf den Lippen. Ihre Blicke berührten sich einige Sekunden lang. Es war nur ein kurzer Moment und doch lange genug für ein geheimnisvolles Ereignis: dem Zauber der Liebe auf den ersten Blick.

Als sie das sahen, blickten sich auch Liebe 62 und Liebe 66 lächelnd an, denn es geschah etwas Wunderbares, das schönste Wunder überhaupt. Von purer Freude überwältigt und sichtlich erregt riefen sich die Beiden gleichzeitig zu:

„Hier sind wir richtig – diese Herzen nehmen wir!“

Text und Gemälde © chrinolo

 

Manche Wünsche gehen nicht in Erfüllung …

 

… aber davon träumen darf man. Der Traum bleibt dabei nur ein Traum, aber die Gefühle sind real. Langsam fühlt man sich ein und plötzlich glaubt man, ihren Atem wahrzunehmen und die wohlige Wärme ihres Fells zu spüren … ihr dichtes kuscheliges Fell. Erträumte Glücksmomente können auch zauberhaft sein.

 

 

Was’n das? 😨

 

Ich:  „Ist die Frage ernst gemeint? Sieht man doch!“

Er:  „Ich seh‘ nix!“

Ich:  „Pollenflug und Bestäubung!“

Er: „WAS?“   😲

Ich: „Ach lass mich doch in Ruhe! Das ist schliesslich mein Bild! Wenn ich auch nur einmal was male, was du noch nicht real gesehen hast, dann siehst du nix! “ … *grummel*

Jetzt sagt mal ehrlich, seht ihr den Pollenflug, die Bestäubung und dass auch Pflanzen Gefühle haben oder nicht? Und nicht nur das, die wissen sogar auch, was „Verbundenheit“ bedeutet … darum verbinden sie sich bei der Bestäubung und hängen bzw.  kleben aneinander … puuuh, ist etwas kompliziert, ich weiss  😰

Und wenn ihr das nicht seht, dann kann ich nur Babsi zitieren:

Kunst muss man nicht verstehen, denn jeder interpretiert sie anders.©BaSch
… insbesondere ich!

Wild Horses …

 

Es ist wie bei uns Menschen:

„Die Leute sollten weniger Zeit damit verbringen, ihren Pferden etwas zuzuflüstern,
sie sollten es mal damit versuchen, den Pferden zuzuhören.“

America`s Horse Magazine

Ich habe es mir zu Herzen genommen und zugehört – zunächst den Rolling Stones. Dabei habe ich ein Wildpferd gemalt und dem höre ich jetzt zu. Mal schauen, was es mir erzählt 🙂

 

Und jetzt höre ich wieder den Rolling Stones zu:

Und dabei schicke ich ganz liebe Grüsse zu Babsi, denn sie kann zuhören und
liebt Pferde genau so wie ich 🙂

Ich hab’s geahnt – das kann ja gar nicht funktionieren … 😡

 

… selbst mit unermüdlichem Üben nicht! Darüber hinaus muss man ja nicht jede Erfahrung selbst machen. Das hat mir mein Vater schon ziemlich früh eingetrichtert. Trotzdem habe ich viel selbst ausprobiert, was letztendlich total umsonst war. Aber so fiel mir das „Glauben“ leichter. Ja, ich glaube jetzt dem Autor folgenden Artikels, der sich auf ein Sachbuch bezieht und auf Versuche, die Andere schon vor mir unternommen hatten (die waren auch neugierig wie ich  😜 ) . Wie gesagt, es geht um das Röhrchen und den „Blowjob“, über den ich in meinem vorletzten Beitrag berichtet hatte.

Mir ist klar, dies wird, wenn überhaupt, nur sehr wenige interessieren, aber ich schreibe trotzdem darüber. Es wird hier so viel über „Nebensächliches“ geschrieben, da fällt das nicht auf. 😖

Also, in diesem Artikel habe ich folgendes gelesen:

Völlig unmöglich ist es, die Farbe im flüssigen Zustand durch ein Rohr zu pusten. Selbst durch ein teilweises Abdecken des Rohres, ähnlich wie bei einem Gartenschlauch, läßt sich keine Zerstäubung der Farbe erreichen. Die Lungenkraft liefert nicht den notwendigen Druck, der zur Zerstäubung der Farbe notwendig wäre.  [… ]  Die Herstellung von Handnegativen ist die einzige Technik, bei der man die Farbe aufblasen kann, allerdings nicht durch ein Röhrchen, sondern mit dem Mund (Abb. 7). Die nicht zu dünn suspendierte Farbe wird in den Mund genommen und mit einer Mundstellung ähnlich wie beim Blasen einer Trompete, möglichst fein zerstäubend auf die Wand aufgepustet. Die Farbe ist eher etwas dicker als zu dünn anzurühren. Ein zu flüssiges Mischungsverhältnis hat ein Herunterlassen der Farbe zur Folge. Da es bei den Handnegativen nicht auf die Außenform ankommt, ist diese Technik recht geeignet.“
http://www.joachimdomning.de/cms/index.php?module=ContentExpress&func=display&bid=27&btitle=braun&mid=17&ceid=86 )

Wusste ich’s doch – Lesen bildet! Den Trinkhalm zum Pusten habe ich inzwischen entsorgt.   😉

Also mit dem Mund blasen heisst die Lösung. Das ist machbar, denke ich. Nun bliebe nur noch die Frage, welche Farbe dafür in Frage kommt – Acrylfarbe darf es jedenfalls nicht sein. Und auf Sandkörnern beisse ich auch nicht gerne rum (das kenne ich von ungewaschenem Salat 😷 ). Ich meine, ockerfarbige oder rote Erden kommen da gar nicht in Frage. Auch von Russ bin ich nicht wirklich begeistert. Meinen Hämatit oder Lapislazuli aus meiner Mineraliensammlung möchte ich dafür auch nicht opfern. ausserdem müssten die ja pulvrig zermalen werden und wer weiss, ob das meine Kaffemühle schafft.   😏

Aber Kaffee wäre doch einen Gedanken wert! Für Brauntöne …   😊 und im Keller habe ich noch einen kräftigen Chianti aus der Toskana … für die Rottöne. Na, damit kann man doch arbeiten. Da haben schon etliche Künstler/innen echt gute Malereien geliefert.

Und für den Untergrund – mir steht ja keine Höhlenfelswand zur Verfügung – habe ich auch schon eine Idee. Entweder Steinpapier (das hat mir Agnes vor Kurzem schon empfohlen) oder ich verwende mein Marmormehl als Aufstrich auf’s Malpapier.

Da tun sich doch echt brauchbare Möglichkeiten auf, die einen Versuch wert sein sollten … schaun mer mal!  Vielleicht gelingt mir etwas Ähnliches …