Aus gegebenem Anlass …

…. und weil ich aufmerksam dem Wetterbericht gelauscht habe, stelle ich schon mal um:
auf Herbstgedanken!
Auf gemässigte Temperaturen, buntes Laub und lustige Weinfeste.

IMG_4206
Und ich kramte schon mal ein paar schöne Herbstgedichte hervor. Dieses hier mildert den Abschiedsschmerz vom nun vergangenen Sommer – ja, dieser Sommer war sehr groß.

Herbsttag

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg Deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

Wenn flotte Bienen heisse Parties feiern ;-)

Sie hatten sich im Landgasthof  „Zur Sonnenblume“ verabredet und eine nach der anderen traf dort laut summend und bereits in Hochstimmung ein.

IMG_0306

Annie, einladende flotte Biene No.1 schaute sich genaustens und prüfend um, ob sie da auch eine angemessene Lokalität für ihr Treffen ausgewählt hatte.

IMG_0317

Nun ja, dachte sie so bei sich, vielleicht wäre das luxuriöse „Grand Hotel zur Sonnenblume“ doch taffer gewesen. Dort ist alles ein bisschen feiner, die Farben des Interieurs sind harmonisch aufeinander abgestimmt und die Räumlichkeiten sind etwas intimer ….

IMG_0285
IMG_0300

IMG_0301

 

 

 

 

Natürlich hatte Annie, Biene No.1, dies vorher alles bedacht – Vor- und Nachteile – und war dann doch mit ihrer Wahl zufrieden. Im Landgasthof darf ohne schräge Blicke laut gefeiert …

IMG_0309

 

… und sich ausgiebig der Völlerei hingegeben werden.

IMG_0312

 

Auch Streetdancer sind dort willkommen!

IMG_0315

Gröhlen, Tanzen und Völlen – das taten sie alles ausgiebigst und waren zum Schluss ziemlich rund. Ausgelassen liefen sie im Kreis und waren glücklich bis an ihr Ende.

ENDE ! 😀

Ein neuer Tag

Der volle, mich immer wieder faszinierende Mond verabschiedet sich. Noch liegt die angenehme Stille dieses Sonntags über den Häusern und Gärten.

4_IMG_0284.CR2

Während ich dem Mond zuschaue, wie er langsam davonwandert, sitzt Max am Fenster und scheint auch diesen schönen Moment zu geniessen. Liebevoll blicke ich ihn an und fühle wieder die tiefe Dankbarkeit, mit solch einem wundervollen Tier zusammenleben zu dürfen – ein einst verwildertes Waldkätzchen, das den Weg zu mir gefunden hat. Manchmal beneide ich ihn, denn oft scheint er mir so vollkommen in seinem Dasein. Gerade sitzt er wieder da und zeigt mir all die Eigenschaften, die mir zwischendurch so oft abhanden kommen. Ruhe, Gelassenheit, Achtsamkeit, Ausdauer und unsagbare Geduld und Beharrlichkeit.

Ja, Beharrlichkeit, wenn er ein Ziel vor Augen hat. Eine Maus in ihrem Mauseloch oder einen Vogel, der im Gras herumpickt. Nicht immer führt seine Beharrlichkeit und Ausdauer zum Erfolg und trotzdem verliert er nie den Mut, dass es dann sicher beim nächsten Versuch klappt. Und das tut es dann auch.

Er erinnert mich immer wieder daran, dieser kleine, liebe Kerl – was täte ich nur ohne ihn 🙂

1_IMG_0232.CR2

Still beobachten wir zusammen, wie der Mond langsam hinter dem Berg verschwindet. Es scheint ein schöner Tag zu werden.

(Just Like) Starting

In der Auflösungsphase der Beatles wandte sich John Lennon künstlerisch neuen Gebieten zu. Nach der Trennung der Beatles startete Lennon eine erfolgreiche Solokarriere mit Alben wie Imagine (1971) und Double Fantasy (1980).

„I believe in everything until it’s disproved.
So I believe in fairies, the myths, dragons.
It all exists, even if it’s in your mind.
Who’s to say that dreams and nightmares
aren’t as real as the here and now?“

(John Lennon)

You should open your mind to ideas that you’ve previously shut out because of some stupid prejudice – so open your mind to new possibilities.

Die weisse Rose …

Während ich sie fotografierte, bekam ich im Hintergrund die Nachrichten mit. Es ist alles so schrecklich, was im Moment passiert und ich kann es kaum noch fassen.

Beim Anblick meiner weissen Rose dachte ich an SIE: Sophie Scholl. Sie sagte:

„Ich kann es nicht begreifen, dass nun dauernd Menschen in Lebensgefahr gebracht werden von anderen Menschen. Ich kann es nie begreifen und ich finde es entsetzlich. Sag nicht, es ist für´s Vaterland.“

… ist diese Aussage nicht auch heute bezeichnend? Was gerade geschieht ist entsetzlich und ich denke: Mein Gott, was tun wir diesen Menschen an!

Und Sophie Scholl – ihre Briefe und Tagebuch-Aufzeichnungen zeigen uns die Persönlichkeit einer jungen Frau von hoher Empfindsamkeit für die Schönheiten der Natur und von tiefem christlichem Glauben. Das folgende Zitat kommt in ihren Aufzeichnungen mehrmals vor:

Poesie

Mondträume, die auf Reisen führen …

Heute Nacht bin ich aufgewacht, angestrahlt vom Schein des Mondes, der sich doch noch aus den Wolken geschält hat. Schnell holte ich meine Kamera – nein, es war kein Traum!

Es hat sich gelohnt.
Ich träum‘ doch so gerne
vom Mann im Mond 🙂

Mann im Mond

Schaut, er hat mir gewunken
sofort bin ich in ein Gedicht versunken
Mascha Kaléko hat es geschrieben
mir ist es im Gedächtnis geblieben 🙂

IMG_0180

Der Mann im Mond

Der Mann im Mond hängt bunte Träume,
die seine Mondfrau spinnt aus Licht,
allnächtlich in die Abendbäume,
mit einem Lächeln im Gesicht.

Da gibt es gelbe, rote, grüne
und Träume ganz in Himmelblau.
Mit Gold durchwirkte, zarte, kühne,
für Bub und Mädel, Mann und Frau.

Auch Träume, die auf Reisen führen
in Fernen, abenteuerlich.
– Da hängen sie an Silberschnüren!
Und einer davon ist für DICH.

Mascha Kaléko

IMG_0184_1

Es war eine wunderschöne Mondnacht und ja, einer davon ist für DICH.

Sonnenuntergang

IMG_0146_1

Der Mond hat sich hinter dichten Wolken versteckt
wir werden ihn heute nicht sehen
doch habe ich rechtzeitig die Sonne entdeckt
sie wollte grad untergehen.

Im Halbdunkel über den Fichten
ist sie ganz langsam untergegangen
lächelnd hielt sie ihre Schönheit wach
aufjubelnd hab‘ ich sie eingefangen.

Ein schönes Bild  –  ihr liebevolles Glühen
meine Seele würde gern zu ihr fliehen.

IMG_0154_1