Wer einen Hades an seiner Seite hat …

 

… der denkt vielleicht an Mohn. Falls er diese Geschichte kennt. Ich habe keinen Hades an meiner Seite, aber ich kenne die Geschichte. Noch aus meiner Schulzeit fällt mir Folgendes dazu ein:

Also dieser Hades wünschte sich eine Frau und entführte Demeters  Tochter Persephone in die Unterwelt (Zeus, dieser Unmensch hat das geduldet!). Demeter suchte sie überall, konnte sie jedoch nirgends finden. Sie war daraufhin so traurig, dass sie den Pflanzen zu wachsen verbot, den Bäumen, Früchte zu tragen, und den Tieren, sich zu vermehren. Um ihren großen Schmerz zu betäuben und zu vergessen, erhielt sie von Zeus Mohn.  Im Schlaf löste sich allmählich ihre Trauer auf, denn der Mohn heilte die Wunden ihres Herzens.  Weil aber nichts mehr auf den Feldern wuchs und weder Tiere noch Menschen Nahrung hatten, begannen diese zu sterben. Dies löste große Furcht bei den Göttern aus und sie zwangen Hades, Demeters Tochter frei zulassen. Nun konnte die Tochter wenigstens einen Teil des Jahres bei ihrer Mutter und den anderen Göttern leben, aber die restliche Zeit musste sie in Hades Unterwelt verbringen und über die Toten herrschen.

Ob sie an diesem unglücklichen Ort „Unterwelt“ auch Mohn für´s Vergessen und für schöne Träume erhalten hat, ist mir nicht bekannt. Aber ihre Mutter, die Göttin des Mohns wird seither mit einer Mohnblume oder zwei Mohnkapseln dargestellt.

Ich stelle die Mohn-Göttin mit ZWEI Mohn-Kindern (falls man ihr wieder eines entführt  😉 ) so dar: