Ein feines Versteck hat er bei mir gefunden!

 

Huch … wer versteckt sich denn da? 🧐

Aber eigentlich muss er sich vor MIR nicht verstecken. Er ist so schön, dass ich ihm niemals etwas zu Leide tun würde.

Der Goldglänzende Rosenkäfer gehört zu den geschützten Käferarten und wurde in Deutschland zum Insekt des Jahres 2000 gewählt. Also bei mir erhält er nicht nur Schutz, sondern ein betörend stark und fruchtig duftendes Rosenbett in meiner purpur- karminrot – weiß gestreift und gefleckten Malerrose Henry Martisse … was für ein Luxus 😍

Er scheint sich wohl zu fühlen. Sicher wird er nichts gegen eine kurze Besichtigung und Begrüßung haben, oder?   🥰

Ist der goldig! 😄  Ein fliegender Edelstein …  ein Schmuck für meinen Garten!

Na Burschi, jetzt lass dich halt mal anschauen. Du bist doch ein ER, oder etwa nicht? Männchen kann man anhand einer flachen Längsfurche auf der Bauchseite von Weibchen unterscheiden, habe ich gelesen. Hmmm … nein, flachlegen … also auf den Rücken legen meine ich, werde ich ihn nicht. Was soll der sonst von mir denken? 😱

Er ist bestimmt ein ER, denn man sagt ja DER Käfer! So, das wäre geklärt und lange genug angeschaut habe ich ihn auch. Jetzt macht er sich auch schon wieder aus dem Staub, d.h. hinein in sein kuscheliges Rosenbettchen 👍

Ich betrachte ihn am Besten als Glückssymbol, denn man sagt,  eine Begegnung mit einem Käfer bringt Freude und ein Lächeln in unsere Herzen und Überfluss und Wohlstand ins Leben. Das mit der Freude und dem Lächeln stimmt schon mal ….. und Überfluss? Wer braucht schon Überfluss? Ein bisschen Wohlstand vielleicht … jaaa, ein bisschen ….

Außerdem ist er auch noch ein Krafttier! Und da habe ich die Information: Käfer helfen uns beim Ausgleich von Gedanken und Gefühlen. Das Ziel ist die Harmonie und dann vor allem, in verzwickten Situationen das richtige Maß zu finden. Das klingt fantastisch, nicht wahr?  😉

Auf jeden Fall ist mit ihm ein frischer Glanz auf mein Leben gefallen.  🌞

Vom Wert der Worte

 

Ausgiebig beladen mit meinen Gedanken
Und tiefgefühlten Emotionen
Finde ich Worte sehr schön
Zum Beispiel „Roter Mohn“
ROT – ein Lieblingswort von mir
Vielleicht trägt es meine Herzenswärme zu dir
Oder MOHN – was für ein berauschendes Wort
Mit Leichtigkeit schwebt es gerade fort
Wie das zarte Blatt dieser filigranen Blüte


Doch gibt es auch kummervolle Worte
Deren Aussage wiegt oft schwer
Viele kamen von dir und ich fragte mich
Wo hast du nur solch verletzende Worte her
Ich schrieb sie mir gleich von der Seele
In mein Tagebuch mit schwarzem Verschluss
Dort liegen sie sicher, machen mir keinen Verdruss


Irgendwann verwelken sie
Fallen zu Boden wie abgestorbene Blüten
Es ist wohl besser, mich vor solch quälenden Worten zu hüten

Doch generell sind mir Worte wertvoll und wichtig
Ich greife oft in meinem Wortschatz 
Belade Worte mit farbenfrohen Bildern
Denn wohlgeformt wie eine Glockenblume
Erscheinen sie mir erst richtig
Sie klingen dann auch angenehm 
Endlos sollte dieser Wohlklang weitergeh´n  …


Die BLAUE IRIS zum Beispiel
Auch Hermann Hesse bedachte sie mit schönen Worten
Darüber hinaus noch viele andere Sorten
Blumig hat er sich ausgedrückt
Viele Gedichte mit blühenden Worten geschmückt 
Er war ebenfalls von der Schönheit
und dem bereichernden Wert der Worte entzückt.

© chrinolo

Ausgesperrt

 

Der arme Poet

Er sitzt nicht mehr im Kaffeehaus
Wo einst seine poetischen Worte flossen
Steht er nun draußen vor´m Fenster
Blickt stumm hinein und ist sehr verdrossen

Die Stühle sind ordentlich hochgestapelt
Kein Kellner hastet hier ruhelos umher
Wem also sollen seine Augen folgen
Nur gähnende Leere, das betrübt ihn sehr

Keine geheimnisvoll flüsternden Gäste
Die zu bildhaften Gedanken ihn inspirieren
Keine Gesichter, kein Lächeln oder verheißungsvolle Blicke
Hoffnungslos- seine Worte fließen nur beim Observieren

Er muss sich wohl weiterhin grämen
„Stay home“ steht rot am Kaffeehaus
Poetische Worte? Woher soll er diese nehmen?
Sie bleiben vorerst aus.

Tuschezeichnung und Text © chrinolo