Wie schmeckt ein Abschied ?

 

Heute Morgen hat mich ein Blogeintrag seltsam berührt. Da stand: „der abschied schmeckt nach moos und eicheln“.
https://arnescomfycouch.com/2017/10/08/gedankenspiel-3/ )

Normalerweise sprechen wir darüber, wie sich ein Abschied anfühlt, aber hier ist die Rede von „schmecken“. Und tatsächlich, während ich über diese Aussage grübelte, hatte ich plötzlich beim Gedanken an eine der letzten „Verabschiedungen“ einen bestimmten Geschmack auf der Zunge … zartbitter!  Knackige Zartbitterschokolade die eine Kugel umhüllt. Wie seltsam, dachte ich, ich habe sie doch nie probiert, kenne sie nur von Beschreibungen … Worte, die ich gehört habe, nichts weiter als eine Erinnerung – eine zartbittere Erfahrung mit einem Menschen, der diese „Ost-Praline“ liebt. Nichts weiter als ein paar Träume von Erlebnisschnippseln, die langsam auf der Zunge zergehen …..

Ja, ich denke, einen Abschied kann man auch schmecken und der Geschmack hält ziemlich lange an.

Natürlich kann man diesen Geschmack auch beliebig oft wieder auffrischen 🙂

 

 

Lustvoll formen feinfühlige Hände

 

Mutter Erde schenkte ihm kürzlich Ton
Und die Gedanken des Künstlers
Wir ahnen es schon

Augenblicklich wollen seine Hände formen
Kunstvoll modellieren
ohne Anleitung und auch ohne Normen

Eine anmutige Figur entkeimt seiner regen Phantasie
Und entfaltet sich vor seinem inneren Auge
Ein reales Modell? – er ist Künstler!  – das benötigt er nie

Behutsam gleiten seine Finger über das feuchte Material
Die erdige Skulptur nimmt graziöse Formen an
Vollkommenheit blüht auf – schaut nur, das Werk ist genial!

Text und Gemälde © chrinolo

 

 

Tja, wem der Glaube fehlt …

 

Eine echte Begegnung kann in einem einzigen Augenblick geschehen.
Anaïs Nin

 

Text und Gemälde © chrinolo (ausgenommen:Zitate)

Nun war die schöne, grüne Meerjungfrau schon vierzehneinhalb Jahre alt und hatte immer noch nicht ihren Meerprinzen gefunden. In ihrer Verzweiflung klagte sie ihr Leid Gott Neptun, ihrem Vater. Dieser jedoch lächelte und meinte: „Mein Kind, das hat doch noch Zeit. Glaube mir, der Augenblick wird rechtzeitig kommen!“

Die Meerjungfrau sank wieder zurück auf den Meeresgrund und war sehr traurig. Plötzlich hörte sie eine Stimme: „Hallo, schöne Meerjungfrau, küss mich! Ich bin dein Prinz.“ Der kleine Fisch, der vor ihr verharrte, blickte ihr tief in die Augen und lächelte. „Spinnst du? Mein Prinz ist ein Frosch und du bist nur ein kleiner Fisch!“, schimpfte die Meerjungfrau erbost. „Ja, der Frosch – das bin ich auch. Dein Vater hat mich in einen Fisch verwandelt, damit ich mit dir im Meer leben kann. Weisst du, er will nicht länger mitansehen, wie traurig du bist.“, erwiderte der kleine Fisch.

Die schöne, grüne Meerjungfrau aber sah ihn nur verächtlich an und meinte: „Mein Vater würde so etwas niemals tun, das wäre ihm viel zu zeitaufwendig. Der hat andere Dinge im Kopf, die ihm wichtiger sind.“ Sie blickte wieder zu Boden und würdigte den kleinen Fisch keines Blickes mehr.

„Nun gut,“ sagte der kleine Fisch, „ich habe mich auch gewundert, als dein Vater mit solch einem Unsinn an mich herantrat. Aber dann habe ich mich an eine Weisheit meines guten Freundes Hermann Hesse erinnert. Der sagte zu mir:
Ich glaube, dass trotz des offensichtlichen Unsinns das Leben dennoch einen Sinn hat. Ich ergebe mich darein, diesen letzten Sinn mit dem Verstand nicht erfassen zu können, bin aber bereit, ihm zu dienen.
…  da es aber offensichtlich sinnlos ist, mit dir darüber zu diskutieren, habe ich keine Lust, dir noch länger zu dienen. Und den Frosch, in den ich mich wieder zurück verwandeln lasse, kannst du auch vergessen. “

Die grüne Meerjungfrau sah auf und entgegnete: „Ich weiss schon lange, dass die Sache mit dem Frosch küssen ein Unsinn ist … ich will weder einen Frosch noch einen Fisch! Und jetzt schreibe ich an http://www.date50plus.de. Die können mir einen grünen Meerprinzen reservieren, falls der richtige Augenblick bis dahin nicht eingetroffen ist. Auf die ist Verlass – dieses Jahr waren sie TESTSIEGER!“

In diesem Augenblick beendete der kleine Fisch resolut diese unsinnige Begegnung und schwamm erleichtert davon. 😉

 

Nein, sie spricht noch nicht!

 

Ihr Papi kniete mal wieder vor ihr auf dem Boden und redete auf sie ein: „Hopp, sag was!“

Die Kleine blickte ihn forschend an und sagte kein Wort. Sie überlegt nämlich noch, denn ich hatte ihr beim letzten Besuch aus dem Kleinen Prinzen vorgelesen (einem Baby ist es noch egal, was man ihm zum Einschlafen vorliest  🙂  . Da stand:

„Sprache ist eine grosse Quelle für Missverständnisse.“

Das muss ich ihr beim nächsten Besuch wohl nochmal ausführlich erklären, sonst sagt das Kind wahrscheinlich nie „Papi“  …  😉

Gemälde und Text © chrinolo