Ich denke, ich sollte jetzt was schreiben … (ein paar Gedankenfunken)

 

Für wen ich schreibe? Sollte ich das wissen?
Jedenfalls für mich.
Kann ich ahnen, wer lesen kann und vor allem will?

© Raymond Walden

Also, ich habe etwas geschrieben – für mich –  und unter „Entwürfe“ abgelegt!

Nun gut, ich denke, ich sollte vielleicht ein Bild malen!

Ich kann nichts dafür, dass meine Bilder sich nicht verkaufen lassen.
Aber es wird die Zeit kommen, da die Menschen erkennen,
daß sie mehr wert sind als das Geld für die Farbe.

© Vincent van Gogh

Hmmm … die Menschen sind noch nicht soweit, dass sie erkennen! Darum stelle ich meine Bilder auch nicht aus. Ein Verkauf findet daher selbstverständlich nicht statt.

Ich denke, ich könnte euch ein Lied vorsingen. Rabindranath Tagore sagte:

Gott achtet mich, wenn ich arbeite,
aber er liebt mich, wenn ich singe.

Jaaa … das trifft vielleicht auf Gott zu, aber keinesfalls auf euch! Habt ihr mich schon mal singen gehört? Das tue ich lieber auch nur für mich alleine.

Wie ihr seht, liebe ich die Kunst. Sie ist Bestandteil meines Lebens.

Doch auch ich habe festgestellt, was mir heute morgen eine Künstlerin schrieb:

„Es ist nicht leicht, die Menschen noch zur Kunst zu bewegen!
Kaufen, essen und trinken – das zieht eher.“

 

 

 

 

Ein Herz für Liebe 62

 

Es gibt mindestens so viele Lieben, wie es Menschen gibt. Und jede Liebe hat auch ihre Geschichte, die oft noch lange in der Vergangenheit weiterlebt und von der sich die Menschen von Zeit zu Zeit erzählen.
Vielleicht wissen es noch nicht alle, aber so wie die Menschen Namen tragen – viele Namen sind hierbei vielfach vergeben – so tragen die Lieben Nummern. Doch jede Nummer existiert nur einmal, weil jede Liebe einzigartig ist. Kürzlich lauschte ich der Geschichte von Liebe 62, wie übel ihr mitgespielt worden war und wie sie sich doch wieder aufraffte, weiterzuleben. Denn es ist, wie wir wissen, der Liebe vorbestimmt, ewig zu leben. Dies schafft sie immer wieder mit Hilfe ihrer Freunde. Was sie dabei erlebt hat, davon erzählt diese Geschichte:

An einem wunderschönen sonnigen Frühlingstag, gerade als sich Liebe 62 von den ihr kürzlich zugefügten Verletzungen erholt hatte, trat ihre Freundin Zuversicht an sie heran und flüsterte leise:
“Du solltest dich nun wieder auf den Weg machen, denn viele Menschen erwarten dich schon ungeduldig.“
Obwohl es Liebe 62 nicht besonders gut ging und ihr Vertrauen immer noch sehr erschüttert war, wusste sie, dass sie ihrer Bestimmung folgen musste. Doch um ihre Aufgabe erfüllen zu können, brauchte sie zuerst wieder ein neues Zuhause. Eine Liebe wohnt in eines Menschen Herz. Manchmal sogar für immer.

Jedoch oft genug werden die Lieben schon nach kurzer Zeit so sehr verhöhnt und verletzt, dass sie schließlich viel zu schwach werden, um weiterhin ihre Aufgabe erfüllen zu können. Sie werden dann „sinnlos“ genannt und kurzerhand hinausgeworfen. So geschah es auch dieses mal wieder und Liebe 62 stand plötzlich ohne Zuhause da.

Da es in solch einer schwierigen Situation nicht einfach ist, ein neues geeignetes Heim zu finden, halfen ihr natürlich ihre Freundinnen und Freunde, die bereits von dem Unglück gehört hatten.

Ihre Freundin Zuversicht begleitete sie also zum Haus ihres Freundes Mut. Dieser redete Liebe 62 sehr lange und verständnisvoll zu und meinte abschließend, sie sollte unbedingt noch bei Freundin Kraft vorbeischauen, denn diese würde ihr sicher auch gerne behilflich sein. Natürlich brauchte Liebe 62 gerade jetzt viel Kraft und war dankbar, dass ihr Freund Mut daran gedacht hatte. Wie gut es doch ist, in solch verzweifelten Momenten zuverlässige Freunde zu haben.

Durch ihre Freundin Kraft gestärkt machte sich nun Liebe 62 auf den Weg und suchte einen Ort auf, an dem fast immer viele Menschen anzutreffen sind. Ganz besonders an sonnigen Frühlingstagen. Schon bald stand sie auf dem Marktplatz eines kleinen Städtchens. Mitten auf dem Platz entdeckte sie einen schönen, plätschernden Brunnen.
Zuversichtlich setzte sie sich sogleich auf den blumengeschmückten Brunnenrand, atmete tief den Duft der bunten Blüten ein und beobachtete das pulsierende Treiben. An weißen Tischen saßen einige Menschen, deren belanglose Wortfetzen und lautes Gelächter an ihr Ohr drangen. Sie schienen wohl alle ihr Herz bereits vergeben zu haben. Lange schaute Liebe 62 diese Menschen an, aber da war keine Spur von erwartungsvoller Sehnsucht zu entdecken, die gewöhnlich in den Augen liebesuchender Menschen zu lesen ist.

Eine ganze Zeitlang saß Liebe 62 so da und blickte neugierig um sich, als plötzlich jemand an ihrem Arm zupfte. Es war ihr Freund Zufall, der rein zufällig auf dem Weg war, um auch seiner Bestimmung zu folgen. Verschmitzt deutete er mit einem Kopfnicken in Richtung Parkplatz. Dort stieg gerade eine Frau aus einem kleinen Auto.
„Bei der könntest du ein wunderschönes Zuhause finden“, sagte er zu Liebe 62, „ich kenne sie. Du musst dich aber beeilen, denn gerade begegnete ich deiner Schwester, der Liebe 66, die auch auf der Suche nach einem Zuhause ist. Ich glaube, sie hat schon eines ins Visier genommen. Schau, dort kommt ein Liebesuchender gerade die Straße herunterspaziert.“ Lachend gab er ihr noch einen kleinen Schubs, damit sie endlich vom Brunnenrand rutschte und war wieder verschwunden. Zufälle kommen bekanntlich nur sehr selten und wenn schon, dann nur für ein ganz kurzes Treffen.

Liebe 62 wusste natürlich, das der Zufall nicht zufällig bei ihr wahr, sondern um sie daran zu erinnern, wie wichtig es nun war, die Chance unverzüglich am Schopf zu packen. Schnell huschte sie also über den Platz zu dem kleinen Auto.

Nun ging alles blitzschnell. Typisch für die Liebe, denn meistens ist es ja ihre Art, wie ein Blitz einzuschlagen. Liebe 62 blickte forschend in das Gesicht der Frau, deren Haar rotgold in der Sonne glänzte. Ein zaghaftes Lächeln umspielte deren Lippen und ihre blauen Augen beobachteten verträumt die plaudernden Menschen am Brunnen.

Ja, was Liebe 62 in diesen Augen alles sah, gefiel ihr. Doch offenbar nicht nur ihr, denn plötzlich stand ein Mann, der gerade noch die Straße heruntergeschlendert war, schon vor der Frau. Und dicht über ihm schwebte ihre Schwester Liebe 66.

Die Augen des Mannes leuchteten, blitzten auf und strahlten mit der Sonne um die Wette. Sie hatten die gleiche Farbe wie die Augen der Frau. Und auch er hatte dieses zaghafte Lächeln auf den Lippen. Ihre Blicke berührten sich einige Sekunden lang. Es war nur ein kurzer Moment und doch lange genug für ein geheimnisvolles Ereignis: dem Zauber der Liebe auf den ersten Blick.

Als sie das sahen, blickten sich auch Liebe 62 und Liebe 66 lächelnd an, denn es geschah etwas Wunderbares, das schönste Wunder überhaupt. Von purer Freude überwältigt und sichtlich erregt riefen sich die Beiden gleichzeitig zu:

„Hier sind wir richtig – diese Herzen nehmen wir!“

Text und Gemälde © chrinolo

 

Der Zauber einer Winternacht

 

Tief verschneit, inmitten schneebedeckter Berge, liegt mein Winterdorf, in dem ich lebe.

Still blickt heute die Nacht durch mein Fenster, dehnt sich einnehmend in der klirrenden Kälte aus. Glitzernde Eiskristalle ummanteln schützend die nun fast leblosen Baumäste. Vereinzelt rieseln leichte Flocken funkelnd zu Boden, wenn ein leichter Windhauch die Zweige durchstreift. Absolutes Stillschweigen liegt über dem schlafenden Dorf.

In meinem Zimmer erhellt warmes Kerzenlicht den Raum. Durch eine spielerisch züngelnde Flamme hindurch nehme ich die Magie dieser märchenhaften Winternacht wahr.

„Macht eure Augen auf! Wollt ihr denn nicht auch all diese Schönheit sehen?“, rufen meine Gedanken hinaus in die sich ankündigende, dämmernde Morgenstunde. Doch meine Gedanken verklingen lautlos. Sie lösen sich restlos auf, wie der aufschwebende Rauch von den Hausdächern, der den warmen Stuben entflieht.

Ich rücke noch näher ans Fenster, staune über die filigranen, wunderhübschen Eisblumen, die an den Scheiben blühen. Ihre Blütenblätter greifen irisierend ineinander, finden wohl Gefallen an Berührung. „Wie alles Leben streben sie vielleicht auch nach Verbundenheit“, huscht es schwärmerisch und den Augenblick verzaubernd durch meine Gedanken.

Verträumt berausche ich mich an dieser unergründlichen, mystischen Winternacht, verharre im strahlenden Schein der mich umgebenden glänzenden Schneehänge. Meine Augen folgen mit gebanntem Blick den Rauchelfen, die von den Hausdächern aus zum sternenübersäten, nachtschwarzen Himmel emporstreben.
Wunschlos glücklich koste ich diese heimeligen Momente aus, bis sich die Nebelschleier während der Morgendämmerung von den Schneegipfeln der Berge lösen.

Eine wohltuende Seelenruhe erfüllt mich nun auf dem Weg in den Alltag – mein Winterdorf erwacht.

Die Eisdecke auf der Strasse knirscht mit durchdringenden Seufzern, während ein Räumfahrzeug den Neuschnee zur Seite schiebt. Ein Nachbar befreit sein Fahrzeug von der Schneedecke und schüttelt missmutig den Kopf, während ich immer noch meiner märchenhaften Winternacht nachträume ….

So viel Fürsorge … ich war heute ganz gerührt!

 

Nicht nur Väter haben Verantwortung für den Schutz von Heim und Familie. Nein, auch Mütter bieten perfekten Schutz … sie schützen einfach alles!   😌

Natürlich schützt meine Schwiegertochter insbesondere während der Weihnachtszeit meine Enkeltöchterchen vor umfallenden  oder gar brennenden Weihnachtsbäumen   😨 … also ich kann nur sagen, da ist sie ausserordentlich gewissenhaft.

Aber nicht nur das! Nein, sie schützt auch den Weihnachtsbaum vor dem Unfug der Kinder, die nur zu gerne mit ihm spielen. Dabei zeigt sie viel praktisches Wissen und grosse Kreativität. Sie dachte sich, den besten Schutz hat der Weihnachtsbaum wohl im ausgedienten Laufstall der Kleinen – diese wollten ja eh‘  nie da rein! Also, gedacht und getan  😂   :

Jaaa, so isses gut – dem kann schon mal nix passieren  😂
… und den Kleinen auch nicht    💓

Ach, ich liebe meine Schwiegertochter für ihre mütterliche und fürsorgliche Art und muss mir in dieser Hinsicht keine Sorgen machen. Sie arrangiert alles wunderbar … als wäre sie nie etwas anderes als schützende Mutter gewesen.  😊 

Bruderliebe

 

Heute … ein Bild, das mich unsagbar berührt, das so viele Erinnerungen in mir weckt. Wieder zwei Brüder – meine Enkelsöhne – , deren Anblick mich um Jahre zurückversetzt. Damals konnte ich auch diese Bruderliebe fühlen – bei meinen zwei Söhnen (der Altersunterschied von 6 Jahren war damals der gleiche). Der grosse Bruder war damals auch so glücklich über die Geburt des kleinen Brüderchens.

Heute: meine Enkelsöhne

und damals: meine Söhne

 

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass meine beiden Enkelsöhne es meinen Söhnen gleich tun:
sie haben immer zusammen gehalten (oft auch gegen mich 😉  )   … bis heute!   🙂

Die Liebe zwischen Brüdern ist eine starke Stütze im Leben.

Vincent van Gogh

Ein Geschenk des Himmels

Ach wie ist das wunderbar
Nun ist der kleine Lasse da
Ein Köpfchen hat er,  so niedlich und klein
Und am Rumpf, da hat er rechts und links ein Bein
Auch zwei Ärmchen, mit kleinen Händchen dran
So putzig, ich schaue sie ständig an
Dann zwei blaue Äuglein, die bald punktgenau  seh’n
Und zwei Öhrchen, die zukünftig alles versteh’n
Mein kleiner Lasse, ich weiss nicht, was dir das Leben bringt
Doch ich werde dir helfen, dass dir sehr viel gelingt
Du allerliebstes Wesen, ein wahres Wunder bist du
Ein jeder will dich seh’n, doch du brauchst jetzt deine Ruh‘
Bist müde und erschöpft von der langen Reise
Das zeigst du willensstark, auf herzhaft gähnende Weise
Schaut nur her, dieses Baby, so herzig und klein
Das kann doch nur ein Geschenk des Himmels sein.

© chrinolo

Was’n das? 😨

 

Ich:  „Ist die Frage ernst gemeint? Sieht man doch!“

Er:  „Ich seh‘ nix!“

Ich:  „Pollenflug und Bestäubung!“

Er: „WAS?“   😲

Ich: „Ach lass mich doch in Ruhe! Das ist schliesslich mein Bild! Wenn ich auch nur einmal was male, was du noch nicht real gesehen hast, dann siehst du nix! “ … *grummel*

Jetzt sagt mal ehrlich, seht ihr den Pollenflug, die Bestäubung und dass auch Pflanzen Gefühle haben oder nicht? Und nicht nur das, die wissen sogar auch, was „Verbundenheit“ bedeutet … darum verbinden sie sich bei der Bestäubung und hängen bzw.  kleben aneinander … puuuh, ist etwas kompliziert, ich weiss  😰

Und wenn ihr das nicht seht, dann kann ich nur Babsi zitieren:

Kunst muss man nicht verstehen, denn jeder interpretiert sie anders.©BaSch
… insbesondere ich!