Rastatt: Weihnachtsmarkt, Musik und das Rastatter (Kunst-)Rätsel

Heute Morgen gegen 11 hat es aufgehört zu regnen. Genau darauf hatte ich gewartet und machte mich sogleich startklar … für den Rastatter Weihnachtsmarkt.

Dort konnten die Rostbratwürste und Lángos noch so gut schmecken, am längsten stand ich doch wieder bei einem Musikanten. Das heißt, direkt vor dem klassisch ausgebildeten Geiger Vadim Razumnyy, der seinen Lebensunterhalt auch mit Straßenmusik bestreitet. Sein Studium hat er an der Musikhochschule in Karlsruhe mit Auszeichnung abgeschlossen und lebte dort seit 2005 als freiberuflicher Musiker. Seit er 4 Jahre alt ist spielt der gebürtige St. Petersburger Geige und seine Ausbildung bekam er am Konservatorium seiner Heimatstadt und an der Chethams School of Music in Manchester.

„Das ist etwas Besonderes“ dachte ich gleich, als ich die Geigenklänge aus einiger Entfernung hörte  🙂

… oder Youtube oder Facebook ….

Nun ja, für Geigenklänge bin ich immer sehr empfänglich und habe ein bisschen mitvideoniert   🙂

Aber natürlich haben auch Rostbratwurst und Lángos geschmeckt, als ich über den Markt schlenderte. Hier ein paar Impressionen (zum Vergrößern bitte anklicken):

So, und auf dem Rückweg kam ich auch wieder am „Rastatter Rätsel“ vorbei, der Skulptur des Künstlers  Jürgen Goertz, die man unbedingt  von allen Seiten anschauen muss ….  boah, diese Augen!!! Siehe die Aufnahmen in meiner obigen Bildergalerie.

Was es mit dem Rastatter Rätsel auf sich hat, könnt ihr hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Rastatter_R%C3%A4tsel

Das war heute jedenfalls wieder ein Erlebnis, das meinen Bedarf an Geselligkeit, Musik und Kunst gedeckt hat  –  ich bin´s zufrieden  🙂

A peaceful Masterpiece! 🎄

Die Misa Criolla (dt.: „Kreolische Messe“) ist eine Messe des argentinischen Komponisten Ariel Ramírez für 2 Solo-Tenöre, gemischten Chor, Schlagzeug, Klavier und traditionelle Instrumente der Andenregion.

Als Ramírez in den 1950er Jahren in Würzburg in einem Kloster wohnte, traf er eines Tages die Schwestern Elisabeth und Regina Brückner, die ihm erzählten, dass ein schönes Herrenhaus vor dem Kloster während der Ära des Nationalsozialismus – nur wenige Jahre zuvor – ein Konzentrationslager (KZ) gewesen sei, und dass sie beide, obwohl die Todesstrafe darauf stand, Nacht für Nacht Essen zu den Gefangenen brachten. Dies hat er nicht vergessen und beschloss in den Jahren 1963 und 1964 ein musikalisches Werk zu Ehren dieser beiden deutschen Schwestern zu schreiben.

Es gibt zahlreiche Aufnahmen der Misa Criolla in ihrer Originalfassung mit zwei Tenor-Solopartien. In den beiden neueren Aufnahmen jedoch wurde jeweils eine Tenor-Solopartie eliminiert und die verbleibende von José Carreras (1988) bzw. von Mercedes Sosa (2000) gesungen.

Mein Lieblingssatz ist das Agnus Dei mit seiner betörend schönen Einleitung . Die Misa Criolla ist für mich unvergleichlich schön. Diese Messe gilt auch heute noch als eine der erlesensten Ausdrucksformen volksnaher Musik in Argentinien. Dieses Werk vermochte darüber hinaus auch Grenzen zu überschreiten.

Hier das „Agnus Dei“ von Mercedes Sosa und José Carreras – beide gleichermaßen unglaublich wehmütig (die Sehnsucht nach Frieden) und gefühlvoll interpretiert:

„Lamb of God who takes away the sins of the world Have mercy on us. Lamb of God who takes away the sins of the world Have mercy on us. Lamb of God who takes away the sins of the world Grant us peace. „

Danos la paz. …. Gewähre uns Frieden. 🌏

Vertrackte Kommunikation

Ich erhielt wohl eine grundsätzliche Zustimmung, mehr aber auch nicht. Zu dem Begriff „grundsätzliche Zustimmung“ kenne ich folgende Deutung:

„Grundsätzliche Zustimmung ist die höflichste Form der Ablehnung.“
(Robert Lembke)

Darüber muss ich jetzt erst mal nachdenken … möglich wäre es durchaus. Richtig miteinander zu kommunizieren ist eine Kunst und was die Kommunikation angeht, bin ich wohl nicht so kunstbegabt. Malen fällt mir da leichter. Meine Bilder drücken das aus, was ich meine. Und dann ist es ja auch so, dass wahre Mitteilung nur unter Gleichgesinnten bzw. Gleichdenkenden stattfindet. Das ist derzeit wohl nicht der Fall. Ich hätte das berücksichtigen sollen.

Die Kunst
richtig miteinander zu kommunizieren
ist wie laufen lernen
man fällt so oft auf die Nase
bis man liebevoll
an der Hand genommen wird

© Wilma Eudenbach

Also das war so: heute hatte ich das Gefühl, dass wir unterschiedlich kommunizieren. So etwas geht dann leider sehr oft daneben. Das ist frustrierend und ich rechne nicht damit, dass ich liebevoll an der Hand genommen werde.