Veränderung! Ich ringe mit fehlender Zeit …

 

… und dennoch, Seelenglimmern ist noch da.

Seelenglimmern …

Stets fühle ich ein friedliches Glimmern
Erspüre Gefühle, die sonst in der Seele verkümmern
Oft leuchten sie golden und manchmal feuerrot
Beim leisesten Erbeben, steigen sie auf zum Schlot

Bengalische Blitze sprühen dann lichtblau in die Sinne
Gedankenfunken – höchste Zeit, dass ich zu Malen beginne
Durch den führenden Arm in die erglühende Hand
Werden fantastische Bilder auf die Leinwand gebannt

Zunächst fließen Farben in aller Stille
Erreichen jedes Fleckchen, jede strukturierte Rille
Leise Musik erklingt dann darauf
Bei ihren Klängen blühen nicht nur meine Farben auf

Am Anfang ertönt ein hellblauer Himmel
dem folgt das reinste Farbgetümmel
und Feuer fließt plötzlich vom schwarzen Vulkan
Gelbverträumt zünde ich ein paar Sterne an.

Unaufhaltsam fließen Farben, wie Feuerströme vom Vulkan
Ganz wird er nie erlöschen, neue Beben fachen ihn an
Und kurz nur ruhet mein Feuergeist
Bald wird er wieder von „Seelenglimmern“ gespeist.

Letztendlich gibt mir mein Gemälde den erhofften Kick
„Du gefällst mir!“, sage ich mit liebendem Blick
Leidenschaften und Geschichten – im Bild vereint
Bin gespannt, was der Betrachter dazu meint.

© chrinolo – in Zusammenarbeit mit Danny

Im Laufe meines Lebens habe ich schon viel geschafft und geschaffen. Von Veränderungen habe ich mich dabei nie bremsen lassen, sie gehören zum Leben.

Derzeit treffe ich wieder Vorbereitungen … später darüber mehr. Um die Zeit zu überbrücken, hier was zum Gucken:

Vom Wert der Worte

 

Ausgiebig beladen mit meinen Gedanken
Und tiefgefühlten Emotionen
Finde ich Worte sehr schön
Zum Beispiel „Roter Mohn“
ROT – ein Lieblingswort von mir
Vielleicht trägt es meine Herzenswärme zu dir
Oder MOHN – was für ein berauschendes Wort
Mit Leichtigkeit schwebt es gerade fort
Wie das zarte Blatt dieser filigranen Blüte


Doch gibt es auch kummervolle Worte
Deren Aussage wiegt oft schwer
Viele kamen von dir und ich fragte mich
Wo hast du nur solch verletzende Worte her
Ich schrieb sie mir gleich von der Seele
In mein Tagebuch mit schwarzem Verschluss
Dort liegen sie sicher, machen mir keinen Verdruss


Irgendwann verwelken sie
Fallen zu Boden wie abgestorbene Blüten
Es ist wohl besser, mich vor solch quälenden Worten zu hüten

Doch generell sind mir Worte wertvoll und wichtig
Ich greife oft in meinem Wortschatz 
Belade Worte mit farbenfrohen Bildern
Denn wohlgeformt wie eine Glockenblume
Erscheinen sie mir erst richtig
Sie klingen dann auch angenehm 
Endlos sollte dieser Wohlklang weitergeh´n  …


Die BLAUE IRIS zum Beispiel
Auch Hermann Hesse bedachte sie mit schönen Worten
Darüber hinaus noch viele andere Sorten
Blumig hat er sich ausgedrückt
Viele Gedichte mit blühenden Worten geschmückt 
Er war ebenfalls von der Schönheit
und dem bereichernden Wert der Worte entzückt.

© chrinolo

ein Gedicht … kurz gefasst und fein sinniert

 

Manches Gedicht bringt Fröhlichkeit   …  und Erinnerungen an die Schule  🙂  :

 

Sah ein knab
ein röslein stehn…
neufassung
zeitsparend

1 = röslein
2 = knabe wild

2 sah 1
blütenreins
rösleinseher
pirschte näher
1 ließ schrei
stach
aber 2
brach

© Carl Böckli (1889 – 1970)

Man lauert, sitzt und sinnt,
verändert, schreibt, durchstreicht,
schmeißt Silb und Reim herum,
versetzt, verwirft, vergleicht …

Johann Christian Günther (1695 – 1723)