Hinter dem 9. Türchen fand ich "Zuversicht" 😊

Das gefällt mir, denn Zuversicht ist im Leben unverzichtbar!

Nein, ich bin noch nicht derart ausgelaugt, dass ich weder Zeit noch Kraft, noch Interesse habe, heute über irgend etwas Höheres nachzudenken. Irgend etwas Höheres … da fällt mir ein schönes Gedicht ein:

Ich will zuversichtlich sein

gelassen
liebevoll
und mich darin finden und entdecken

Danke, Gott, für diesen Tag
für meine Gefühle
für meine Kontakte
für mein Leben

Es ist gut
so wie es gerade ist
es ist genau richtig
ich mache das Beste daraus

Ich bin nicht verloren
ich habe Chancen
ich habe Freunde
ich habe Aufgaben
ich habe Träume

Ich halte durch
und gehe weiter
ich gebe nicht auf!

© Beate Prager

Hebt mich das Glück, so bin ich froh
Und sing in dulci jubilo;
Senkt sich das Rad und quetscht mich nieder,
So denk ich: Nun, es hebt sich wieder!

Johann Wolfgang von Goethe

Soviel zum Thema „Zuversicht“  😊 🌟 🎄

Die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest

Der Adventskalender beginnt am 1. Dezember und endet am 24. Dezember, dem Heiligen Abend. Adventskalender sollen, ähnlich wie der Adventskranz, die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest „verkürzen“ und die Vorfreude steigern.

Ein Adventskalender muss sein, nicht nur für die Kinder! Ich habe einen für Erwachsene gestaltet – einen Foto-Adventskalender. Er zeigt Fotos zur Erinnerung an die wunderschöne Weihnachtszeit im letzten Jahr. Gefüllt ist er mit feinen Raffaello, Ferrero Küsschen und Ferrero Rocher (mein Mann liebt diese Pralinchen 🙂 ). Er hat sich sehr über mein Advents-Geschenk gefreut.

Aber während ich diesen gestaltet habe, dachte ich unentwegt an eine liebe Blogfreundin, die mir (ich glaube es war 2010) ein sehr schönes Adventsgedicht geschickt hat – zusammen mit einer Musik-CD von Friedrich Gulda: Concerto for myself – hier könnt ihr reinhören 🙂

Christa hat dieses Gedicht und diese Musik geliebt und mit mir geteilt. Leider hat sie damals aus Altersgründen aufgehört zu bloggen und zu mailen, aber ich habe nie aufgehört, an Christa zu denken.

Ein etwas anderer Adventskalender

Ich gäb dir gerne einen Kalender,
einen Kalender zum ersten Advent,
in dem, versteckt hinter kleinen Türchen,
etwas ist, was jeder Mensch braucht und kennt.

Am 1. wäre hinter dem Türchen Verständnis,
hinterm 2. Türchen ist Phantasie,
hinterm 3. Humor,
und dann kommt am 4. eine Portion Euphorie.

Hinterm 5. Türchen findest du Hoffnung,
hinter dem 6. eine Menge Zeit,
und öffnest du dann das 7. Türchen,
entdeckst du dahinter Geborgenheit.

Im 8. Türchen sind Spaß und Freude,
im 9., da ist die Zuversicht,
hinterm 10. verborgen sind Kraft und Stärke,
im 11. ist Glück und im 12. ist Licht.

Hinterm 13. Türchen, da ist der Glaube,
am 14. findest du Menschlichkeit,
am 15. Trost und am 16. Frieden,
hinterm 17. Türchen die Zweisamkeit.

Am 18. findest du gute Gedanken,
am 19. Achtung vor Mensch und Tier,
am 20. Hilfe. Fast ist alles offen,
zu öffnende Türchen gibt’s jetzt nur noch vier.

Hinterm 21. kommt die Freundschaft
und am 22. die Toleranz,
am 23. die innere Ruhe,
am 24. strahlt der Christbaum in seinem Glanz.

Hinter dem Türchen am Heiligen Abend
sind keine Geschenke, nicht Reichtum und Geld,
hinter diesem Türchen, da ist die Liebe,
sie ist das größte und wichtigste auf der Welt.

Ich gäb dir so gerne diesen Kalender,
diesen Kalender zum ersten Advent,
doch musst du sie alle selbst dir suchen,
die Dinge, die jeder Mensch braucht und kennt. (Verfasser unbekannt)

Jetzt rückt Tag für Tag Weihnachten näher. Ich habe schon die Kisten aus dem Keller geholt und geschmückt. Der Adventskranz steht auch auf dem Tisch bereit. „Dass alles seine Zeit hat, heißt auch, dass alles seine Zeit braucht.“, sagt Ernst Ferstl und er hat recht. Darum nehme ich mir schon jetzt die Zeit für alle Vorbereitungen.

Nun kann ich diese heimelige Vorweihnachtszeit mit dem warmen Lichterglanz um mich herum genießen. Hier ein paar Impressionen 🙂 :

Bei Tag und bei Nacht 🙂

Nicht nur Seelenglimmern, sondern auch Seelenflehen

Eines Tages wird meine Seele wieder zurückkehren – da besteht für mich kein Zweifel. Aber bis es soweit ist, muss sie zusammen mit mir ganz sicher noch viel ertragen. Mit mir zusammen existieren in diesem Erdenleben.

Sie leidet im Kampf, in der ständigen Auseinandersetzung mit meinem Verstand, dem ich oft den Vorrang gebe. Verzweifelt versucht sie immer wieder einzugreifen. Sie erinnert mich an das „Wesentliche“, das nur mit dem Herzen sichtbar ist.

Oft habe ich das Gefühl, dass es ihr mit den Jahren zu eng geworden ist, hier drinnen in meinem kleinen Körper. In solchen Momenten schließe ich meine Augen und höre ihr zu, höre ihr inständiges Flehen:

Umkörperte Seele

Gib mich wieder frei
Streif dich ab von mir
Fühlst du es nicht
Es ist viel zu eng in dir

Ich bin dir längst entwachsen
Wie das Kleinkind dem Babyhemd
Quäl mich nicht länger
Begrenztheit ist mir fremd

Ich sehne mich nach meinem Zuhause
Dorthin, woher ich einst kam
Aus VaterMutter, der Weltenseele
Der man mich damals entnahm

Ich war nur ein winziges Teilchen
Ein kleines Tröpfchen Seelenmeer
Glich einer schwebenden Feder
Heute, da wiege ich schwer

Ungefragt wurde ich ihr entrissen
Dir geliehen für kurze Zeit
Gerne half ich mit meinem Wissen
Zusammen gingen wir weit

Doch jetzt droht Ersticken
Eingequetscht in deiner Haut
Verdammt, eine Seele muss frei sein
Hörst du nicht, ich schreie laut

Ach, mir hilft kein Dehnen, kein Winden
Bin gewaltig gewachsen in Dir
Doch eine Seele braucht Raum um zu leben
Gib mich frei – so habe doch Mitleid mit mir

Ich bin Teil der Weltenseele
In Liebe verbunden mit ihr
Und auch mit den Seelengeschwistern
Ganz eng verbunden sind WIR.

IHRE LIEBE ist das HÖCHSTE
Sie tut unendlich gut
Nichts gleicht dieser Schöpferliebe
Die Hoffnung auf Rückkehr macht mir wieder Mut.

© Text und Gemälde by chrinolo