… und es wirkt ! :-)

Heute habe ich wieder eine Menge Fotos bekommen. Eines davon hat bei mir sofort einen Lachflash ausgelöst und ich rief meine Schwiegertochter an und fragte: „Was ist das?“

Sie fing auch sofort an zu lachen und erklärte es mir. Sie sagte: „Nachdem mir schon zwei teure Motoren vom Boot geklaut wurden, habe ich diesen Neuen mit einer „Diebstahlsicherung“ versehen. Ein wütender Stier !!! Und du wirst es nicht glauben, es wirkt! Bis jetzt hat keiner diesen Motor mitgehen lassen. „

Ja, meine Schweigertochter ist nicht nur eine sehr hübsche und intelligente Frau, sondern auch vielseitig talentiert. Sie hat u.a. wie ich und auch meine Enkelinnen Acrylfarbe im Blut ….. so wie es aussieht. 🙂

Jedenfalls ist das Boot nun topfit und meine Schwiegertochter kann raus auf´s Meer und schnorcheln, angeln und harpunieren.

… wenn sie nicht gerade meinen Enkelinnen mit Erfolg Schnorchel-Unterricht gibt. Meine kleine Ela (7 Jahre) schnorchelt jetzt schon im tiefen Wasser. Na kein Wunder, bei der Mama ….

…. ist das nicht süß? Wie eine Entenmama mit ihren Jungen 💞

Turbulente Tage bei 30 Grad

Sogenannte Enkelkindertage! Was soll ich sagen? Es war Leben in der Bude …. am Tag und auch bei Nacht. Natürlich haben die Mädchen hier auch ein Kinderzimmer, mit Bett und individueller Bettwäsche.

Da hatten sie sich am Abend nach einem ausgiebigen und „spritzigen“ Bad auch zur Ruhe begeben und ich dachte, jetzt schlafen sie sicher gut! Aber denkste. Ich wischte noch im Bad den Boden trocken und räumte auf. Danach ließ ich mich nach einem ereignisreichen Tag endlich ins Bett fallen, schloss die Augen und öffnete sie auch gleich wieder. Da standen die Beiden in der Tür, mit Bettdecke und Kuscheltier und flüsterten fast synchron: „Omi, dürfen wir bei dir schlafen?“ Also gut, dachte ich, du durftest ja auch immer bei deiner Oma schlafen. (https://seelenglimmern.com/2019/10/09/und-ich-weis-auch-noch/ )

Die Nacht und auch die folgenden waren lebhaft wie die Tage. Ich habe kaum ein Auge zugekriegt. Die Kleine lag in der Mitte, mal längs und dann quer. Im Traum trainierte sie scheinbar ihre Arme und Beine und ich bekam einige Hiebe ab. „Ganz der Papa!“, dachte ich, der hat an mir nachts auch immer Nahkampf geübt. Aber gut, jede Nacht geht mal vorüber und schon bald erhielt ich „Frühstückswünsche“.

Ihr Lieblingsfrühstück bei mir sind frische Pancakes mit Schokososse, Ahornsirup und Puderzucker. Beim Backen am heißen Herd dachte ich wehmütig an Nordpol und Eisberge, Schneemann bauen und Schlitten fahren. Sogar Schneeschippen wäre bei dieser Hitze wohl angenehmer gewesen.

Das Frühstück war immer sehr amüsant und zooooog sich über mindestens zwei Stunden hin, da sie nach jedem Pancake eine Genießerpause einlegten und sich kurz den anderen schönen Dingen zuwandten.

Dem Töpfern, Schmuck herstellen, kneten, tanzen und singen:

Halskette und Armband!

Erklärung: Sonnenuntergang am Meer und dazu schlotzt man ein Erdbeereis! 🙂

Soviel künstlerisches Schaffen strengt natürlich an und eine effektive Massage tut ihr Übriges: Schlaf gut, kleine Maus! 🙂

Jetzt ist hier wieder Ruhe eingekehrt, denn die beiden Süßen sind für 3 Wochen in Griechenland. Ich vermisse sie schon.

Ein Kind kann einem Erwachsenen immer drei Dinge lehren: grundlos fröhlich zu sein, immer mit irgendetwas beschäftigt zu sein und nachdrücklich das zu fordern, was es will.
Paulo Coelho

Ich hör mir inzwischen mal die Songs an, die sie hier ständig ! mitgesungen/gehört haben. Jetzt kenne ich sie auch 🙂 :

„Von Bleiben war nie die Rede“ (Karin Simon)

„Bitte keine Sterbensangst: Sie werden sich nicht totlachen! Aber Schmunzeln und Lächeln und auch Lachen sind erwünscht, und hoffentlich gestatten Sie es sich. Denn so was tut man ja eigentlich nicht. Also bei uns. Tod und lustig, das geht nicht zusammen.“

Doch, es geht! Ich lese ihr Buch und ich lese über diese besondere Frau. Sie ist Krankenschwester, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Sterbeamme, Traueramme und darüber hinaus noch Musikerin, Kabarettistin und Buchautorin. Da kommt einiges an Erfahrung zusammen, denke ich.

„Wenn wir Nähe zu Sterbenden zulassen, und das wird in diesem Buch geschehen, sind wir mit unserer eigenen Endlichkeit konfrontiert. Diese Tatsache ist kein Drama, sondern normal. So ist es und Punkt.“

In diesem Buch vom Sterben geht es vor allem um das Leben, habe ich gelesen. Doch eins nach dem anderen.

Ich habe mir mal bisschen was aus ihrem Kabarett „Zum Sterben schön“ angesehen:

Wie wahr, denke ich. Ich bekomme es ja gerade selbst zu spüren.

und das hier:

Es ist beides: schön und traurig. Eben wie Leben und Tod.

Und nun noch mal zum Buch. Hier stellt sie es selbst vor:

So, und wenn es euch interessiert, wie ich auf all das gekommen bin, dann schaut mal auf YouTube vorbei:

Diese Doku ist mir aufgefallen, weil sie großes Interesse ausgelöst hat.

Und warum ich mich überhaupt damit beschäftige? Ich sage es mit ihren Worten aus ihrem Buch:

„Wir würden doch auch niemals im Leben unvorbereitet in Prüfungen, Konfliktgespräche, zu einem ersten Rendezvous gehen. Wir prägen uns ein, was wir wissen müssen, wir entwickeln Strategien und frisieren und rasieren uns sorgfältig.“

Todsicher ist doch, dass ich auch mal gehen muss (wie jeder von uns!) und warum sollte ich mich nicht auf diese letzte Reise und das bevorstehende Rendezvous vorbereiten? Totschweigen ist sicher nicht die beste Lösung.