Mit Rechts träume ich, mit Links setze ich um :-)

Gewohnheiten…..

Das Gefährliche an Gewohnheiten ist, dass wir mit der Zeit nicht mehr darüber nachdenken, nicht mehr nachschauen, ob der Mechanismus noch seine Berechtigung hat.
Diese einengenden Handlungsmuster berauben einen schnell der Freiheit der bewußten Entscheidung und damit eines SELBSTbestimmten Lebens. Der Wille könnte die Veränderung schaffen. Doch wenn die Gewohnheit und der Wille gegeneinander stehen, wird fatalerweise immer zuerst die alte Gewohnheit gewinnen!  […………]

Menschen sind einfach Wesen der Gewohnheit. Sie wiederholen wie in einer Schleife dauernd ihre gewohnten Gedanken und Gefühle. Diese Wiederholungen geben ihnen ein vermeintliches Gefühl der Stabilität und Sicherheit. Dies vermittelt ihnen etwas, was man im Allgemeinen Persönlichkeit nennt. Wenn aber bald nur noch das steife Gerüst der Gewohnheit unsere Persönlichkeit (also unser Bewußtsein) darstellt, wo ist dann der wahre Kern der Person geblieben? Mit was soll man sich da noch identifizieren, wenn der Wesenskern dadurch zu ersticken droht?
Dieses Verharren in der Gewohnheitsstruktur verschließt den Zugang zum wahren Wesenskern.  [………..]

Viele Menschen sind nicht fähig, aus ihren Gedankenruinen auszubrechen und es zu wagen, ihre tiefsten Wünsche, Visionen, Träume überhaupt erst mal in Worte zu fassen. Zu fest verschlossen im Verlies der Angst vor einer Enttäuschung und täuschen sich letztendlich dadurch immer wieder selbst.
Dabei halten sie sich selbst von der Erfüllung ihres Lebenszieles fern, anstatt darin, im Jetzt (!) zu leben.

(Textauszug aus: Andreas Campobasso, „Das Prinzip“)

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„Blicke in dein Innerstes…
Da drinnen ist eine Quelle des Guten,
die niemals aufhört zu sprudeln,
solange du nicht aufhörst danach zu graben…“      

(Marc Aurel)

Aus jeder Zeile spricht die Liebe …

… in diesem wundervollen, lehrreichen Buch. Darüber hinaus nimmt sie Bezug auf weitere berühmte und bewundernswerte Persönlichkeiten, die  ihre Liebe und ihr Engagement immer wieder mit ihrem Plädoyer für die Natur unter Beweis stellen.

Hélène Grimaud tut es in ihrem Wolfsgehege in der Nähe von New York und sagt:

„Wo könnte ich besser dem Rat folgen, den ich nicht müde wurde, allen um mich herum zu erteilen:
Machen wir es wie unsere Vorfahren und betrachten wir die Wölfe.
Beobachten wir sie. Bisweilen gehasst, leider verfolgt, hören sie nicht auf,
uns in der absoluten Freiheit ihrer Jagden und ihrer Liebe diese Botschaft zu lehren,
die uns entgeht, die wir nicht wahrnehmen, die uns erschreckt und die wir doch hören
in manchen Mondnächten, wenn sie unter dem Himmel heulen:
Das Paradies ist hier, da, wo wir sind.
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Dieses Buch kann ich nur empfehlen. Es zeigt ihr Herz für Tiere, für die Natur und ihre fantastische Reise zu sich selbst:  „Das Lied der Natur“  –  Hélène Grimaud
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Für die Welt bist du irgendetwas …

… aber für mich bist du einzigartig, ganz besonders, ein Wunder! … wenn ich bedenke, dass es diesen kleinen Teich in meinem Garten seit 1990 gibt, ich schon X-mal dort Seerosen aus dem Gartencenter gepflanzt habe – diese gab’s dieses Jahr preiswert bei Aldi – und sich nun zum ersten Mal eine Blüte zeigt 🙂

Das macht mich happy 😀

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Beharrlichkeit zahlt sich aus … wenn man eine Seerose in seinem Garten bewundern will 😀

Von Rachmaninov’s Lord Byron zu Jimmy Page’s Lord Byron

Lord Byron, dieser faszinierende Schriftsteller und Dichter (und auch „Mann von zweifelhafter Moral“), begegnet mir doch immer wieder in Literatur und Musik (Oper wie auch Rock). Er wird erstaunlich oft beschrieben und besungen. Seine Lebensgeschichte … spannend!

https://de.wikipedia.org/wiki/George_Gordon_Byron

So bin ich nun zu einem Blues gelangt, dem Lord Byron Blues, wo ich auf den jungen Jimmy Page treffe.

Lord Byron schrieb:

„all who joy would win // Must share it, — Happiness was born a twin.“

Na, dann stelle ich mal diesen  Lord Byron Blues hier ein, denn ich freue mich, ihn gefunden zu haben   😀

Wenn schon Lehrer, dann nur die Besten!

Ich habe nun sehr lange Rachmaninov gehört, habe ihr zugehört, dieser grossen Pianistin Martha Argerich.
Während ihres Spieles habe ich sie beobachtet und dachte dabei: „Wieviel Kraft sie doch ausstrahlt, sie ist 74 !“. Eine bewundernswerte, starke Frau.

Und dann dachte ich daran, was Hélène Grimaud in ihrer „Wolfsonate“ über sie schrieb. Martha Argerich war zunächst ihre Mentorin, dann ihre Freundin. Ich denke, Grimaud ist sehr dankbar für das, was ihr Martha Argerich vermittelt hat, denn sie schreibt:

„Martha Argerich hat mich die vitale Kraft der Intuition gelehrt. Was sie mir vermittelt hat? Nicht diese oder jene Klaviertechnik, sondern, und zwar auf eine sehr viel entschiedenere Weise, die Bestätigung, dass ich die werden musste, die ich bin, so wie sie sie selbst geworden ist. Sie hat mich gelehrt, dass ich mich dem Unvermeidlichen stellen musste; diesem Unvermeidlichen in einem selbst, das allein die Macht hat, uns zu retten.  […]

Manchmal fuhr ich in die Schweiz zu Martha Argerich, die immer, ungeheuer grosszügig wie sie war, ein Gefolge von jungen Musikern um sich geschart hatte … „

Ja, das ist Martha Argerich. Kraftvoll, mutig, intuitiv und jung geblieben.
Als ich vor zwei Jahren im Tessin war, gab sie in Lugano gerade ein Konzert – es war leider nicht möglich, noch eine Karte zu bekommen. Dabei hätte ich sie so gerne einmal persönlich gesehen und ihre wundervollen Klänge live gehört …. nun, vielleicht habe ich doch noch die Möglichkeit, nächstes Jahr oder übernächstes. Ich wünsche ihr sehr viel Glück, Gesundheit und ein langes Leben 🙂

Und nun höre ich sie mir nochmals an und lasse mir von ihr Rachmaninovs Fantasie vermitteln.

„Fantasie ist etwas, was sich manche Leute gar nicht vorstellen können“, habe ich mal irgendwo gelesen. Schade eigentlich, nicht wahr?

Hier: Suite No. 1 (or Fantaisie-Tableaux for two pianos), Op. 5, III + IV :