Wie schmeckt ein Abschied ?

 

Heute Morgen hat mich ein Blogeintrag seltsam berührt. Da stand: „der abschied schmeckt nach moos und eicheln“.
https://arnescomfycouch.com/2017/10/08/gedankenspiel-3/ )

Normalerweise sprechen wir darüber, wie sich ein Abschied anfühlt, aber hier ist die Rede von „schmecken“. Und tatsächlich, während ich über diese Aussage grübelte, hatte ich plötzlich beim Gedanken an eine der letzten „Verabschiedungen“ einen bestimmten Geschmack auf der Zunge … zartbitter!  Knackige Zartbitterschokolade die eine Kugel umhüllt. Wie seltsam, dachte ich, ich habe sie doch nie probiert, kenne sie nur von Beschreibungen … Worte, die ich gehört habe, nichts weiter als eine Erinnerung – eine zartbittere Erfahrung mit einem Menschen, der diese „Ost-Praline“ liebt. Nichts weiter als ein paar Träume von Erlebnisschnippseln, die langsam auf der Zunge zergehen …..

Ja, ich denke, einen Abschied kann man auch schmecken und der Geschmack hält ziemlich lange an.

Natürlich kann man diesen Geschmack auch beliebig oft wieder auffrischen 🙂

 

 

Gianluca Ginoble (von Il Volo) – für mich ein Ausnahmetalent!

 

… er liebt Elvis-Songs:

…  er singt mit Ed Sheeran zusammen aus grosser Distanz und sie harmonieren wunderbar:

… seine Stimme ist vielversprechend – vielleicht ist er dafür bestimmt, als heller Stern am Opernhimmel aufzugehen. „La danza“ ist so ein schwieriges Stück und er singt es mit einer verblüffenden Leichtigkeit. Er singt es in der erforderlichen Schnelligkeit – einfach perfekt 🙂

 

Der Distelfink von C. Fabritius, 1654

 

Das Original ist nur 33,5 x 22,8 cm gross. Wer “Het puttertje” im Original sehen will, kann das in Den Haag im Mauritshuis tun. Ich will das nicht, denn ich finde dieses Gemälde sehr traurig.  „Dargestellt ist ein zahmer Distelfink, der an einer kleinen Kette festgehalten auf seinem Vogelhaus sitzt. Das Kettchen sieht man vielleicht erst auf den zweiten Blick. Der Vogel sitzt so, also könne er im nächsten Moment davonfliegen. Doch das geht nicht. Fröhlich und traurig zugleich wirkt dieses teils in kräftigen Farben, teils in Pastelltönen gehaltene Gemälde.“

Also ich habe „das Kettchen“ auf den ersten Blick gesehen und fand es nicht fröhlich, sondern „abartig“  …  nein, ich mag dieses Bild nicht. Aber das sind meine Gefühle, Kunstkenner sehen das sicher anders.

Hier ist über den Maler und das Gemälde zu lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Carel_Fabritius  

Ich male mir jetzt MEINEN Stieglitz (auch Distelfink genannt), wie ich ihn sehen möchte: freilebend, bunt und allerliebst!

Tja, wem der Glaube fehlt …

 

Eine echte Begegnung kann in einem einzigen Augenblick geschehen.
Anaïs Nin

 

Text und Gemälde © chrinolo (ausgenommen:Zitate)

Nun war die schöne, grüne Meerjungfrau schon vierzehneinhalb Jahre alt und hatte immer noch nicht ihren Meerprinzen gefunden. In ihrer Verzweiflung klagte sie ihr Leid Gott Neptun, ihrem Vater. Dieser jedoch lächelte und meinte: „Mein Kind, das hat doch noch Zeit. Glaube mir, der Augenblick wird rechtzeitig kommen!“

Die Meerjungfrau sank wieder zurück auf den Meeresgrund und war sehr traurig. Plötzlich hörte sie eine Stimme: „Hallo, schöne Meerjungfrau, küss mich! Ich bin dein Prinz.“ Der kleine Fisch, der vor ihr verharrte, blickte ihr tief in die Augen und lächelte. „Spinnst du? Mein Prinz ist ein Frosch und du bist nur ein kleiner Fisch!“, schimpfte die Meerjungfrau erbost. „Ja, der Frosch – das bin ich auch. Dein Vater hat mich in einen Fisch verwandelt, damit ich mit dir im Meer leben kann. Weisst du, er will nicht länger mitansehen, wie traurig du bist.“, erwiderte der kleine Fisch.

Die schöne, grüne Meerjungfrau aber sah ihn nur verächtlich an und meinte: „Mein Vater würde so etwas niemals tun, das wäre ihm viel zu zeitaufwendig. Der hat andere Dinge im Kopf, die ihm wichtiger sind.“ Sie blickte wieder zu Boden und würdigte den kleinen Fisch keines Blickes mehr.

„Nun gut,“ sagte der kleine Fisch, „ich habe mich auch gewundert, als dein Vater mit solch einem Unsinn an mich herantrat. Aber dann habe ich mich an eine Weisheit meines guten Freundes Hermann Hesse erinnert. Der sagte zu mir:
Ich glaube, dass trotz des offensichtlichen Unsinns das Leben dennoch einen Sinn hat. Ich ergebe mich darein, diesen letzten Sinn mit dem Verstand nicht erfassen zu können, bin aber bereit, ihm zu dienen.
…  da es aber offensichtlich sinnlos ist, mit dir darüber zu diskutieren, habe ich keine Lust, dir noch länger zu dienen. Und den Frosch, in den ich mich wieder zurück verwandeln lasse, kannst du auch vergessen. “

Die grüne Meerjungfrau sah auf und entgegnete: „Ich weiss schon lange, dass die Sache mit dem Frosch küssen ein Unsinn ist … ich will weder einen Frosch noch einen Fisch! Und jetzt schreibe ich an http://www.date50plus.de. Die können mir einen grünen Meerprinzen reservieren, falls der richtige Augenblick bis dahin nicht eingetroffen ist. Auf die ist Verlass – dieses Jahr waren sie TESTSIEGER!“

In diesem Augenblick beendete der kleine Fisch resolut diese unsinnige Begegnung und schwamm erleichtert davon. 😉