Nachts gegen drei

Nachts gegen drei wache ich oft auf und finde keinen Schlaf mehr. Dann stehe ich leise auf, bereite mir eine Tasse Kaffee zu und setze mich auf den Balkon. Der Mond scheint hell, die Sterne funkeln klar am Himmel – ein Moment voll stiller Schönheit. In dieser Ruhe fühle ich mich mit dem unendlichen Universum verbunden. Gedanken an das Licht, das uns alle durchdringt, erfüllen mich mit Wärme und Geborgenheit.

Ich glaube fest daran, dass wir als Lichtwesen eines Tages dorthin zurückkehren, unsere wahre Heimat. Mein Mann ist bereits vorausgegangen, und ich weiß, dass er dort glücklich ist. Dieses Wissen nimmt mir die Einsamkeit in der Nacht. Das Alleinsein auf dem Balkon tut meiner Seele gut.

Während meine Gedanken so schweifen, wird meine Müdigkeit spürbar. Die Kaffeetasse ist leer, und es ist nun der richtige Moment, um wieder ins Bett zu gehen – erfüllt von Frieden und Zuversicht.

Bevor ich mich ins Bett lege, nehme ich mir einen Moment Zeit, um meine Dankbarkeit für diesen stillen Augenblick auszudrücken. Die Dunkelheit umhüllt mich wie eine sanfte Decke, die alle Sorgen des Tages von mir abfallen lässt.

Eine sanfte Melodie schleicht sich in meine Gedanken – und die Worte:

Guten Abend, gut’ Nacht,
von Englein bewacht, ………….
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum ’s Paradies.

Langsam schlinge ich nun die Decke fester um mich und atme tief ein, spüre, wie sich mein Herz beruhigt. Die leisen Geräusche der Nacht begleiten mich. In solchen Momenten wird mir bewusst, wie kostbar diese Stille ist, die mir erlaubt, mich selbst wiederzufinden und innere Klarheit zu gewinnen. Morgen wartet ein neuer Tag mit seinen Herausforderungen, doch jetzt darf ich einfach sein – getragen von der Gewissheit, dass Licht und Liebe stets bei mir sind.

Danke, mir geht es gut.

Der Engel Michael

Im Mittelpunkt meines Verständnisses von Wirklichkeit steht ein bewusster intelligenter Geist als Urgrund aller Materie. Materie, so wie ich sie wahrnehme, ist vergänglich und nur eine äußere Erscheinung. Das Wahre und Reale liegt hingegen im unsichtbaren, unsterblichen Geist, der allem Sein zugrunde liegt.

Doch Geist an sich ist nicht isolierbar. Jeder Geist gehört einem Wesen an, weshalb ich die Existenz von Geistwesen/Schutzwesen annehme. Diese Geistwesen wiederum sind nicht aus sich selbst entstanden, sondern wurden geschaffen. Daraus folgt die logische Notwendigkeit eines Schöpfers, einem ursprünglichen Wesen, das als Quelle allen Geistes fungiert. Dieses Wesen nenne ich traditionell GOTT, wie es in den Kulturen der Menschheit seit Jahrtausenden überliefert ist.

Mein geistiges Schutzwesen, den Engel, habe ich im vorausgegangenen Beitrag mit weißer Farbe und Flügeln gemalt. Natürlich wird er so wohl nicht aussehen. Aber wie soll ich mit Farbe den Ausdruck des reinen, geistigen Lichts und der göttlichen Liebe, die jenseits aller physischen Vorstellungen liegen, malen? So entstand eben symbolisch dieser weiße Engel mit Flügeln.

Doch ein Mal, es war 2011 in der Bretagne, habe ich „ihn“ im Traum gesehen. Wahrscheinlich kommt euch diese Geschichte nun zu fantastisch vor, aber in mir ist sie tief verankert.

Damals hatte ich mich fast fluchtartig zu einer Reise entschlossen, um endlich wieder einmal im „Hier und Jetzt“ leben zu können. Ich fuhr alleine mit meinem Auto, da mein Mann wegen unserer Katze nicht mitkommen wollte. Er konnte sie nicht alleine lassen und eine Katzenpension kam für ihn nicht in Frage. Selbstverständlich war er nicht begeistert, dass ich alleine – ohne seinen Schutz –  in den felsigen Klippen herumkraxeln wollte, um eine einsame, geeignete Stelle für das „Alleinsein im Hier und Jetzt“ zu finden. Aber er ließ mich gewähren.

Am Tag nach meiner Ankunft in Trévou-Tréguignec hatte ich vor, die Klippen zu erkunden. Ich erinnere mich noch genau an die erste Nacht dort in meiner Unterkunft und an den ersten Traum in dem fremden Bett (man sagt, der erste Traum in einem fremden Bett wird wahr). In diesem Traum also erschien ein Mann: groß, blond, langhaarig und in einem langen Mantel. Er stellte sich vor und sagte, er sei Michael Emerson (vorher nie gehört!?).
Dieser Michael sprach mit mir sehr ruhig und vertrauenserweckend. Er sagte:
„Du kannst morgen ruhig den Klippenweg gehen. Und auch sonst kannst du deinen Urlaub hier alleine verbringen. Es wird dir nichts passieren. Ich werde bei dir sein und dich beschützen.“

Am Morgen, als ich aufwachte, erinnerte ich mich sofort daran und war unsagbar beruhigt.

Von Perros-Guirec aus startete ich meine Wanderung entlang der Steilküste, ich ging den „Zöllnerpfad“ (den etwa vier Kilometer langen „Sentier des Douaniers“) bis zum Ort Ploumanac‘h.

Damals fühlte ich „Die Präsenz des Jetzt“ und dass ich nicht alleine war. Mein Schutzgeist Michael war bei mir!

Ich habe diesen Traum niemals wieder vergessen.

Mir fällt dazu noch ein, dass ich mir damals, nach meinem Traum, Gedanken gemacht habe, warum er sich als „Michael Emerson“ vorgestellt hatte. Ich googelte und forschte, was denn dieses „Emerson“ bedeuten könnte. Damals las ich: Emer ist ein irisches Wort, möglicherweise abgeleitet von „eimh“, was geschickt bedeutet. Und „son“ ist ein Patronym. Echte Patronyme sind keine Familiennamen im heutigen Sinn, sondern beziehen sich jeweils nur auf die Kinder eines bestimmten Vaters. Das fand ich wirklich spannend und interessant.

„Michael“ zu begegnen war für mich ein wertvolles Erlebnis und ich frage mich, wer mir da wohl seinen Sohn zum Schutz geschickt hat? 😌

Fotos und Text © chrinolo

Die Geschichte des Bandwurms?

Bis jetzt hast Du vielleicht auch nur flüchtig von Bandwürmern gehört, aber lass uns doch ruhig mal tiefer eintauchen!

Die Übertragung erfolgt meist durch den Verzehr von rohem oder ungenügend gekochtem Fleisch, insbesondere Schweinefleisch.

Viel mehr weiß ich nicht – bis jetzt!

Hast du dich jemals gefragt, wie ein so faszinierendes Wesen wie der Bandwurm über die Jahrhunderte hinweg überlebt hat? Diese parasitären Lebewesen sind nicht nur Überlebenskünstler, sondern auch ein hervorragendes Beispiel dafür, wie das Verlassen der Komfortzone – in diesem Fall deines eigenen Körpers – zu neuen Einsichten führen kann.

Bandwürmer haben sich perfekt an ihre Umgebung angepasst und zeigen, dass es nie zu spät ist, das eigene Gehirn mit neuem Wissen zu füttern. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, neugierig zu bleiben und unser Denken zu erweitern, ganz gleich in welchem Alter wir sind.

Gerade im Alter ist es entscheidend, unser Gehirn aktiv zu halten und neue Themen zu erkunden. Lass dich von der Natur inspirieren und entdecke die Wunder der Welt um dich herum – denn wie Kinder sollten wir stets bereit sein, Neues zu lernen und uns auf unbekanntes Terrain zu wagen!

„Werdet wie die Kinder“ … was für ein wunder- und sinnvoller Rat! Fast jeder kennt ihn.

Ich bin gerne bereit, Neues zu lernen. Insbesondere, wenn mir ein dermaßen faszinierender Wissenschaftler und Hirnforscher dabei hilft, lernen und verstehen zu wollen:

Die Komfortzone des Gehirns ist ein faszinierendes Konzept, das eine entscheidende Rolle in unserem täglichen Leben spielt, besonders wenn wir älter werden.

Unser Gehirn ist ein dynamisches Organ, das ständig Neuronen bildet und vernetzt, um sich an neue Herausforderungen und Informationen anzupassen. In dieser Komfortzone neigen wir dazu, gewohnte Denkmuster und Verhaltensweisen zu wiederholen, was zwar Sicherheit bietet, aber auch das Potenzial zur Weiterentwicklung einschränkt.

Forschung hat gezeigt, dass das Verlassen dieser Zone für die neuronale Gesundheit von großer Bedeutung ist. Indem wir neugierig bleiben und Neues !!! lernen fördern wir die Bildung neuer Synapsen und stärken unser kognitives Netzwerk.

Besonders im Alter ist es wichtig, die Komfortzone bewusst zu verlassen, um die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten und das Gehirn aktiv zu halten. Indem du neue Erfahrungen sammelst und dich regelmäßig mit neuen Ideen beschäftigst, kannst du nicht nur deine geistige Fitness verbessern, sondern auch dein Leben bereichern. Wage den Schritt hinaus aus der Komfortzone – dein Gehirn wird es dir danken!

Davon bin ich überzeugt 👍

Text und Bild © chrinolo

Ode to the Brain! by Symphony of Science