„Das ist schön“

Worte, die ich besonders in den letzten zwei Jahren sehr oft von ihm gehört habe. Meistens, wenn wir auf dem Balkon saßen und er sich umschaute. Er sah den Sonnenuntergang, war fasziniert und sagte: „Das ist schön.“

Oder wenn er die vielen kleinen Lichter sah, die anfingen zu leuchten, sobald es dunkel wurde. „Das ist schön.“, sagte er immer wieder.

Und dann die Blumen und Pflanzen. Zuletzt sah er den kleinen Erdbeeren zu, wie sie wuchsen. Sein Blick war so liebevoll, wenn er dann sagte: „Das ist schön.“

Er hatte seinen Blick immer auf etwas Schönes gerichtet. Sonst sprach er nicht mehr sehr viel, hatte die meisten Worte verloren. Aber alles Schöne liebte er und die Liebe bleibt, wie man weiß.

Schönheit ist empfundener Rhythmus. Rhythmus der Wellen, durch die uns alles Außen vermittelt wird. Oder auch: Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.(Christian Morgenstern)

Songs, die in die Seele fließen

Sivert Høyem ist Leadsänger von Madrugada, einer norwegischen Band, die ich sehr oft höre. Seine dunkle und kraftvolle Stimme bezaubert. Gerade höre ich wieder so ein gefühlvoller Song. Was für eine wunderbare und markante Stimme.

Sivert Høyem verfügt über eine Stimme, über Songs und Ausstrahlung wie nur wenige andere Rocksänger. Sein mächtiger Bariton erzählt Geschichten von tiefstem emotionalen Gehalt.“ (schrieb der WDR1)

Melancholisch und so poetisch … das ist Traurigkeit auf die schönste Art und Weise …

Hier: Nobody Loves You Like I Do von Madrugada / 2021 

  • Ja, die Musik ist die Sprache der Seelen; ihre Melodien sind sanfte Brisen, die auf den Saiten unserer Empfindungen spielen; sie sind zarte Finger, die an die Türen unseres Gefühls klopfen und Erinnerungen wecken; sie enthüllen Eindrücke der Vergangenheit, die unter der Decke der Nacht verborgen waren.
    Khalil Gibran

Übrigens, zum Erinnerungen wecken, da habe ich noch DAS entdeckt:

Assoziationen

Die Assoziation ist ein Gesetz der Phantasie und der Reproduktion von Vorstellungen.

Johann Nicolaus Tetens

Wenn ich ein „Like“ erhalte, möchte ich natürlich wissen von wem. Ich habe nachgeschaut und gelesen und gelesen … ALLES! Ein Blog voller Beiträge, die mein Gehirn dazu brachten, sofort Verknüpfungen anzubahnen. Besonders dieser Beitrag hat dazu geführt:

Bilder zogen allmählich an mir vorbei, von Pécs, dem Wohnort meiner Mutter, die im April dieses Jahres verstorben ist:

und Mohács : wir machten von Zeit zu Zeit u.a. Schifffahrten auf der Donau

Ich lehne mich im Stuhl zurück und lasse meine Gedanken weiterziehen, zurück in eine für mich wundervolle Zeit:

Da waren die Höhlen von Aggtelek, wo ich József Simándi zum ersten Mal hörte. Er berührte mit seinem Hazám Hazám unglaublich mein Herz, was auch sicher an der aussergewöhnlich guten Akustik lag :

Auch er, der Startenor Placido Domingo, hat es gesungen – in Landessprache, was mich sehr erstaunt hat.

Nicht nur mich. Es gab: 599.097 Aufrufe und 432 Kommentare – das spricht für sich.

Aber das ist längst nicht alles, die ältere wie auch die heutige Generation singt Hazám Hazám – jeder auf seine Art:

Ja, dieses Hazám Hazám hat mich auch nie losgelassen. Es berührt mein Herz zutiefst und bringt mich zum weinen.

Ich denke nun wieder an meine Großeltern, bei denen ich groß geworden bin:

und an die Csárda-Zeiten, wo ich viel getanzt und am Lagerfeuer gesessen habe. Und Pferde gab es natürlich auch – darüber habe ich früher schon mal einen Beitrag geschrieben:

Heimatklänge? Jedenfalls: my favourite opera aria of all time!

Für heute ist es aber genug. Es war eine schöne Zeitreise.