Heute bringe ich Kulturen zusammen – Hessische Erbsesupp´ mit Khobz tunisien 😊

 

Das passt und schmeckt wunderbar!

Eine hessische Erbsesupp´ –  aus dem Langener Kochbuch. Die wurde schon dem schwedischen Königspaar serviert. Da dachte ich, die ist auch gut genug für uns 😏. Ich habe darüber kürzlich eine interessante Sendung im Hessischen Fernsehen gesehen – Hessen á la carte. Hier könnt ihr nachlesen und nachkochen:

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/hessen-a-la-carte/rezepte/rezept-erbsesupp,kochen-2246.html

Und hier mein leckeres, nachgekochtes Süppchen:

Dazu gab es Khobz – ein tunesisches Brot. Ist auch sehr gut gelungen:

Das Rezept dazu hab ich hier gefunden, eine tolle Website! Tunesische Küche mag ich auch sehr (außer Lammfleisch 😒 ) :

http://le-monde-de-jacey.over-blog.de/2018/07/khobz-tunisien.html

Nur den Nachtisch habe ich aus meiner eigenen langjährigen Backerfahrung heraus gezaubert. Vor vielen Jahren habe ich das Rezept (es ist bei mir in Fleisch und Blut übergegangen und sitzt!) mal in einem schweizer Journal entdeckt, das Blatt vorsichtig herausgetrennt und heimlich mitgenommen 😳. Einen Walnusskuchen mit Äpfeln und Rum-Rosinen – mit diesem Kuchen habe ich bei meinem Mann immer einen Stein im Brett  😄

Ich wünsche euch einen guten Start ins 3. Adventswochenende ❤  🎄

Puuuh – jetzt muss ich aber mal bissle ausruhen …   😓

… unser täglich Brot gib uns heute!

 

… sagte mein Mann und meinte damit natürlich ein frisches und selbst gebackenes.

Das sagte er wohl, weil kein Kuchen mehr da war. Denn, wie die Ungarn sagen:

„Wenn kein Kuchen da ist, schmeckt auch das Brot gut.“

Zum Beispiel ein dunkles Roggenlaible nach Südtiroler Art – mit dem feinen Geschmack von Koriander, Fenchel und etwas Kümmel. Ich machte mich also an die Arbeit und während das Brot dann auf dem Stein im Backofen vor sich hinbuk, zog ein wundervoller Duft durchs Haus.

Ganz wie früher, bevor der Bäcker in unserer Nachbarschaft seine Bäckerei aus Altersgründen schloss. Wenn ich da morgens das Fenster öffnete … boahhh, ich konnte nicht genug von dem Brotduft bekommen, der zu mir herüberwehte.

Das geht doch anderen Menschen bestimmt genau so, dachte ich und öffnete das Fenster. Und tatsächlich, ich konnte einige Male beobachten, wie Leute, die am Haus vorbeikamen, den Kopf hoben und zum Fenster heraufschauten. Sie atmeten tief ein, so wie ich früher, als der Bäcker noch lebte und ich morgens das Fenster öffnete … das war so schön. Und etwas später kam dann unser Postbote und war ganz angetan von diesem aromatischen und verlockenden Duft nach frisch gebackenem Brot.

Nun liegt es vor mir auf dem Brotschieber und mein Mann wartet ungeduldig darauf, bis er es anschneiden kann 🙂

Da fällt mir gerade etwas ein:

Wein und Brot

Solche Düfte sind mein Leben,
Die verscheuchen all mein Leid:
Blühen auf dem Berg die Reben,
Blüht im Thale das Getreid.

Donnern werden bald die Tennen,
Bald die Mühlen rauschend gehn,
Und wenn die sich müde rennen,
Werden sich die Keltern dehn.

Gute Wirtin vieler Zecher!
So gefällt mir’s flink und frisch;
Kommst du mit dem Wein im Becher,
Liegt das Brot schon auf den Tisch.

Ludwig Uhland

öhmhuch, der Wein fehlt ja noch! Aber dafür ist mein Mann zuständig, schließlich habe ich für´s Brot gesorgt   🙂

Soviel heute aus dem Alltag einer leidenschaftlichen Hobby-Bäckerin …