Dem Glück entgegen treten …

 

Ein schönes Gefühl, das mich durchdringt, während ich „Monsieur Jean und sein Gespür für Glück“ von Thomas Montasser lese. Dieses Buch führt mich zum einen nach Zürich, wo ich einmal ein wunderschönes Wochenende erlebt habe und sehr glücklich war (darüber ein andermal ) und zum anderen auch zu W. Shakespeare und einem der weltschönsten Sonette, das von David Gilmour 🙂 ganz bezaubernd vertont wurde – Text und Musik weiter unten!

Die Handlung des Buches bezaubert nicht minder – es tut soooo gut, es zu lesen. Es zaubert sofort ein Lächeln ins Gesicht und es macht so leicht und froh. Ich liebe solch positive Bücher.

Die Geschichte handelt von einem Mann, der sehr viele Jahre in einem Grandhotel in Zürich gearbeitet hat und nun ungewollt in den Ruhestand befördert wird. Aber Ruhe ist nicht sein Ding und so schafft er sich eine wundervolle Aufgabe: er macht Menschen glücklich bzw. verhilft ihnen zu ihrem Glück (manche Menschen muss man ja regelrecht dazu zwingen 😉 ). Wieviel Fantasie er dabei entwickelt und wie er das alles macht ist einfach hinreissend. Der Protagonist Monsieur Jean ist ein ganz aussergewöhnlicher und toller Mann. Mehr möchte ich aber nicht darüber ausplaudern, sondern dieses Buch wärmstens empfehlen.

http://www.amazon.de/Monsieur-Jean-sein-Gesp%C3%BCr-Gl%C3%BCck/dp/3851793110

So, nachdem ich nun dieses Kapitel „durchlebt“ habe, werde ich weiterlesen und noch mehr Glücksgefühle auskosten.

Hier noch wie versprochen das Sonett 18 – in (Alt-) Englisch und Deutsch (weil es so brillant ist) und natürlich mit Musik 🙂

William Shakespeare: Sonnett XVIII

Shall I compare thee to a summer’s day?
Thou art more lovely and more temperate:
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer’s lease hath all too short a date:
Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimmed,
And every fair from fair sometime declines,
By chance, or nature’s changing course untrimmed:
But thy eternal summer shall not fade,
Nor lose possession of that fair thou ow’st,
Nor shall death brag thou wander’st in his shade,
When in eternal lines to time thou grow’st,
So long as men can breathe, or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.

Soll ich dich einem Sommertag vergleichen?
Er ist wie du so lieblich nicht und lind;
Nach kurzer Dauer muß sein Glanz verbleichen,
Und selbst in Maienknospen tobt der Wind.

Oft blickt zu heiß des Himmels Auge nieder,
Oft ist verdunkelt seine goldne Bahn,
Denn alle Schönheit blüht und schwindet wieder,
Ist wechselndem Geschicke untertan.

Dein ew’ger Sommer doch soll nie verrinnen,
Nie fliehn die Schönheit, die dir eigen ist,
Nie kann der Tod Macht über dich gewinnen,
Wenn du in meinem Lied unsterblich bist!

Solange Menschen atmen, Augen sehn,
Lebt mein Gesang und schützt dich vor Vergehn!

(Schlegel/Tieck 1830)