Come dance with me the tango …

 

Hmmm …  was so ein Video auslösen kann!
Plötzlich sah ich Paul und Rozenne. Sie durchkreuzten den Saal mit erhobenen Köpfen:


(Textauszug aus „Die Mondspielerin“ von Nina George)

Und dann dachte ich an ein Zitat:
Der Tango ist eine Therapie, die die Seele befreit. (Ricardo Vidort)

Eine Frau soll leuchten …

 

… bezaubernde Worte zogen ineinander übergehend durch meine Gedanken, während meine Finger andachtsvoll über das rote Kleid glitten. Es waren die Worte aus einem Buch, das mich sehr berührte.


(Textauszug aus „Die Mondspielerin“ von Nina George) – hier hatte ich darüber berichtet:  https://seelenglimmern.com/2016/03/03/mein-lese-erlebnis-bei-die-mondspielerin-nina-george/

Was für ein fantastischer Gedanke: ein Kleid, das Erinnerungen in sich trägt … schöne Erinnerungen, die nie mehr aus den Fasern fortgewaschen werden können. Ein rotes Kleid, das dieses geheimnisvolle Feuer besitzt …  ja, solch ein Kleid sollte jede Frau besitzen, damit sie leuchtet.

Auch süße kleine Mädchen, die sich gerade zu einer wundervollen Frau entwickeln, sollten solch ein Kleid besitzen. Dieses Leuchten muss ja schließlich geübt werden.

Szenen aus dem Buch spielten sich in meinen Gedanken ab, während ich dieses kleine rote Kleid betrachtete … bezaubernd würde sie darin aussehen, mein Enkeltöchterchen. So bezaubernd wie die Frauen in ihren roten Kleidern, die schon so viele Maler zu wunderschönen Gemälden inspiriert haben.

Ich musste lächeln, während diese Gemälde schemenhaft vor meinem inneren Auge an mir vorüberzogen.

„Mein Gott“, schoss es in meinen Gedanken dazwischen, „kannst du nicht ganz einfach dieses Kinderkleidchen kaufen, ohne dabei geistig gleich eine Buchverfilmung zu vollziehen?“.

Aber so bin ich eben, voller Gedanken und Träume, voller Erinnerungen an wunderschöne Worte, die ich in Büchern gelesen habe. Und im Moment voller betörender Vorstellungen, wie sie nur ein rotes Kleid auslösen kann.

„Das nehme ich! Zusammen mit dem passenden Hütchen!“, sagte ich lächelnd zu der Verkäuferin an der Kasse. „Meine kleine Enkeltochter wird einfach hinreißend darin aussehen.“

 

 

 

 

Die Magie Merlins … und die Schauplätze im Buch

 

„Yann und sie fuhren nach Osten, dem Zauberwald entgegen. Borcèliande.“

… lese ich und schliesse die Augen – ich muss es sehen!

Dieses Buch ist wundervoll! Ich liebe Bücher in denen historische Geschichten und Legenden erwähnt werden. Es sind Momente zum Träumen.

„Eine Legende besagt, auf dem Grund des Seerosenteichs wohne Viviane, die Dame vom See, in einer Kristallzitadelle. Nie zuvor hatte sie von ihr gehört, doch als Yann darüber sprach, schien es, als hätte sie es nur vergessen. „Wer ist sie?“, fragte sie leise.

„Sie ist es, die dem Zauberer Merlin alle Zauberkraft nahm und ihm dafür ihre ewige Liebe schenkte. Sie zog ihn hinab in ihre Tiefen, um ihm das bis heute andauernde Festmahl der Unendlichkeit zu schenken.“

Diese Stelle im Buch ist voller Zauber,  so märchenhaft und doch so wirklichkeitsnah beschrieben, dass ich das Gefühl habe, neben ihnen her zu laufen. Ich höre Yann zu, wie er leise diese Legende erzählt, während sie Hand in Hand durch den stillen Zauberwald wandern. Ein Wald, wie vor Urzeiten:

„Dicht, verwunschen, dämmrig. Heide, Moor und tiefes Grün. Wege, die kein Förster je begradigte. Das säuseln des Windes in mächtigen Eichen. Die Sonne warf hellgrüne Schatten auf den weichen Grund. Ihr war, als ob sich mit jedem Schritt Zeit und Raum auflösten. Schliesslich erreichten sie einen mit Weissdorn umwucherten Kreis aufrecht stehenden Felssteinen.

„Das Grab Merlins“, raunte Yann. „Hierhin hat ihn seine Geliebte verbannt.“

Fesseln, die er volle Freude empfangen haben musste, ging es Marianne durch den Kopf, ein erstaunlicher Mann, der Macht gegen die Liebe einer Frau eintauschte.“  …

Was für ein schöner Gedanke. Ich schaue mir in einem Video diesen Zauberwald an und träume ein bisschen.