Kurz über´s Wetter …

 

„Nee jetzt … ich glaub´s nicht! Ich hab´ Halluzinationen! Da wird schon wieder alles weiß!“, dachte Max.

„Gerade heute morgen noch sagte Frauchen, dass es nun Frühling wird!? Da stimmt doch was nicht!“

„Hmmm … die glaubt aber auch alles, was man ihr im TV so auftischt. Ich gehe lieber mal wieder in den Winterschlaf!“

 

Sprach´s und verschwand in sein Körbchen …

 

Ich weiß doch, von einem Appel alleine wird Mann nicht satt …

 

Trotz stundenlangem Malen muss bei mir niemand verhungern 😉 dann gibt es halt etwas Kurzes zu Mittag. Da bietet sich der Wok geradezu an.

Bevor ich mit dem Malen begann, legte ich Hähnchenfleischstreifen in eine Marinade aus:  Sojasoße, Mirin, Ingwer, Knoblauch, 5-Gewürze-Pulver und etwas Speisestärke ein.
Dann schnitt ich Gemüse in Streifen und Scheiben (was ich gerade zuhause hatte: rote Paprika, grüne Bohnen, Karotten, Erbsenschoten, Frühlingszwiebel, Zucchini). Bambussprossen, Pilze und Sojakeime habe ich in der Tiefkühltruhe vorrätig.

Anschließend konnte ich dann in Ruhe malen und Graureiher fotografieren  🙂

Um 13:30 Uhr ging´s dann ganz schnell:

Reis-Wasser aufsetzen, Öl im Wok erhitzen und Gemüse braten, dazwischen den Reis ins Wasser geben, dann das Gemüse im Wok zur Seite schieben und mariniertes Fleisch anbraten. In die restliche Marinade noch etwas Gemüsebrühe und Speisestärke einrühren und ab damit in den Wok.
Inzwischen war dann auch der Reis fertig. Tja, das war´s schon.

Und zum Nachtisch gab es einen leckeren Apfel auf Leinwand und einen Espresso   🙂

 

Ich dachte ans Paradies …

 

Draußen schneit es. Ich dachte, wie schön wäre es jetzt, wenn es Sommer wäre. Sonne, Wärme, Vogelgezwitscher und frisches Obst an den Bäumen …. Obst … z.B. Äpfel … eben wie im Paradies.

Ich begann zu malen und unglaublich  😲  als ich kurz aus dem Fenster schaute, stolzierte ein wunderschöner Graureiher die Straße entlang und gegenüber in
Nachbar´s Garten. Er war sicher auch auf der Suche nach einem Paradies, aber hier im Dorf?

Jedenfalls, ein Apfel und ein prächtiger Vogel sind schon mal zwei Paradies-Teilchen, oder?   🙂

Ist das nicht ein paradiesischer Apfel ?  Übrigens:

Eva hat den Apfel nur deshalb gegessen,
weil sie endlich Kleider haben wollte.

Douglas Jerrold

Hmmm … hat man im Paradies auch schon gefroren, so wie hier bei diesem Schneetreiben?   
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Frierende Gedanken

 

Das Thermometer zeigte „nur“  -2 Grad, bei mir waren es gefühlte -15 Grad! Ich bin kein Wintermensch! Trotzdem zog es mich ans Wasser, in die Rheinauen hier ganz in der Nähe.  Und obwohl mir ein eisiger Wind ins Gesicht schlug, genoss ich den langen Spaziergang entlang dem Rheinufer.

Auch das ließ ich mir nicht entgehen, zwischendurch bibbernd auf einem Stein sitzen und ins Wasser blicken, vor mich hinträumen, der Flussrichtung folgen … sein Ziel ist der unendliche, tiefblaue Ozean. Dort vereinigt er sich mit all den anderen Flüssen, die alle das gleiche Ziel haben. Sie werden Eins in dieser blauen Unendlichkeit. Was für eine schöne Vorstellung – ich würde am liebsten mit ihm fließen.

Meine Träumereien, die mit den Wellen sanft auf- und abwogten und sich mit den Wasserstrudeln tanzend mitdrehten, wurden nur durch vorbeiziehende Schiffe unterbrochen, die auch meerwärts dahintuckerten.

Dann sah ich ein „Geisterschiff“ – jedenfalls wirkte es so auf mich, denn der Spielplatz, auf dem es stand, war an diesem eisigen Tag vollkommen kinderleer. Wo im Sommer munteres Treiben vieler kleiner Kapitäne herrschte und kreischendes Kinderlachen die Motorgeräusche vorbeifahrende Schiffe übertönte, war fast absolute Stille.

Bis auf die kalten Windböen, die leise pfeifend durch die Bäume jagten und meine fotografierenden Hände fast zum Erstarren brachten.

Ich dachte nur noch an eine Tasse heißen Kaffee, an der ich meine Finger wieder erwärmen konnte. Und vielleicht ein Stückchen Kuchen dazu. Aber um diese Zeit am frühen Morgen waren die Cafés noch geschlossen. Mhmmm … Kaffee und Kuchen …. dieser Gedanke schob nun alle anderen beiseite.

Wieder zuhause angekommen stand dem nichts mehr im Wege. Ich wärmte meine Hände und ging ans Werk. Aprikosenmuffins, das ging schnell und sie schmecken wirklich lecker:

So hatte meine Seele wieder ihre liebe Ruh´  und mein Kopf war frei für andere schöne Gedanken 🙂
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Es kreist und kreist in meinen Gedanken …

 

Selbst wenn ich nun dafür gesteinigt werde, ich muss es tun. Das bin ich den Händen schuldig.

Es kreist und kreist in meinen Gedanken und es wird das so lange tun, bis ich die Sache abgeschlossen habe. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass ich in „Leuchtturmmusik“ auch diesen Händen begegnen würde, aber es ist passiert. Und genau jetzt muss ich „Zwitschernde Fische“ zur Seite legen und mich nochmals den Handnegativen stellen. Erinnert ihr euch, wie viele Gedanken ich mir darüber gemacht hatte?   Unglaublich fand ich sie, wie auch Emmy, als sie diese sah  …

Hier:  https://seelenglimmern.com/2017/10/29/ich-habs-geahnt-das-kann-ja-gar-nicht-funktionieren-%F0%9F%98%A1/  und zuvor hier:

https://seelenglimmern.com/2017/10/29/eiszeitlicher-blowjob-%F0%9F%98%8A/

Stellt euch vor, nun fand ich in „Leuchtturmmusik“ die Lösung! Auf Seite 128/129 – lieber Herr Séché, bitte verzeihen Sie mir den zusätzlichen, kitzekleinen Textauszug. Er erklärt alles! Dieses Buch liebe ich ja, weil ich dort so einiges nochmals nacherleben kann … Vertrautes   🙂

Was für ein Buch! Jetzt brauche ich nur noch zwei Sprühflaschen für ocker und weinrot, dann kommen meine Hände dran.


(Bild aufgenommen im Naturkundemuseum Karlsruhe)

Und dann lese ich in „Zwitschernde Fische“ weiter. Darauf bin ich schon gespannt  🙂

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Augen-Blicke …

 

Augen, sagt mir, sagt, was sagt ihr?
Denn ihr sagt was gar zu Schönes,
Gar des lieblichsten Getönes;
Und in gleichem Sinne fragt ihr.

Doch ich glaub euch zu erfassen:
Hinter dieser Augen Klarheit
Ruht ein Herz in Lieb und Wahrheit
Jetzt sich selber überlassen,

Dem es wohl behagen müßte,
Unter so viel stumpfen, blinden
Endlich einen Blick zu finden,
Der es auch zu schätzen wüßte.

Und indem ich diese Chiffern
Mich versenke zu studieren,
Laßt euch ebenfalls verführen,
Meine Blicke zu entziffern!

Johann Wolfgang von Goethe

 

Ein bezauberndes Goethe-Gedicht. Es fiel mir ein, während ich ihre Blicke suchte. Und ja, es behagte mir „Unter so viel stumpfen, blinden endlich Blicke zu finden, die es auch zu schätzen wußten“ .   🙂

 

 

Augen …  ich finde sie einfach faszinierend. Man kann so viel in ihnen sehen. Ernst Ferstl sagte:

Die interessantesten und meistversprechenden Rundungen, die ein Mensch haben kann, sind seine Augen.

© Ernst Ferstl

Ich habe das Gefühl, das gleiche gilt für Tiere!  🙂

„Unter Fremden Sternen“ … und „Ich Steh‘ Im Regen“ …

 

… beides traf gestern zu. Ich habe den STERNLESMARKT in Ettlingen besucht. Und so fremd waren die Sterne für mich nicht, denn dort habe ich schliesslich 13 Jahre lang gelebt und gearbeitet … ein schönes Städtchen!

https://www.ettlingen.de/,Lde/startseite/Tourismus+_+Freizeit/sternlesmarkt.html

Trotz Regen war es richtig gemütlich: gut beschirmt, kuschelig und warm! Wie zuhause auf dem Fell vor’m Kamin, nur eben im Freien – ach, die Italiener verstehen es eben, Gemütlichkeit zu zaubern:

Nach einem Rundgang über den Sternlesmarkt genau das Richtige, schliesslich mussten sich die Bratwurst und das Crêpe Suzette eine Weile setzen.

Hier ein paar Impressionen vom Markt :

Und natürlich bin ich nicht gegangen, ohne einen Blick in den Schlosshof zu werfen. Das Ettlinger Schloss ist ein bezaubernder Hingucker – ausserdem ist es mir sehr vertraut: hier habe ich geheiratet! (ist schon ’ne ganze Weile her, aber immer noch aktuell 😉  )

Es war wieder sehr schön, die „alte Heimat“ zu sehen – vertraute Bilder, und zwar zu jeder Jahreszeit 🙂