Mädchen

 

Während ich meine kleine Enkelin malte, erinnerte ich mich an ein allerliebstes Gedicht, das ich mal im Internet gefunden habe. Damals habe ich es mir ausgedruckt und aufbewahrt. Ich unterbrach das Malen, um es noch mal zu lesen.

Dann malte ich mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen weiter:

Darum schuf Gott kleine Mädchen

Gott schuf die Welt mit grünen Bäumen.
mit hohen Bergen, mit Seen, die träumen.

Dann machte er Pause – es fehlte etwas,
zum Lachen, zum Singen, zum Tanzen, zum Spaß.
Wer geht in den Wald, um Blumen zu pflücken?
Wen sollen die Berge, die Seen entzücken?

Und dann schuf Gott die Mädchen, die kleinen,
mit lustigen Locken, mit flinken Beinen.
mit offenen Augen für Wald und Flur,
die liebsten Geschöpfe in seiner Natur.

Und als er dann lächelnd sein Werk besah,
da sprach er zufrieden: „Ich wusste es ja,
die Liebe, das Glück, die Sonne, die scheint,
sind in so einem kleinen Mädchen vereint“.

(im Internet gelesen – Verfasser leider unbekannt)

Lavanda è Pettirosso

 

Lavanda è Pettirosso_IMG_4084

Heute eine Collage: 40 x 30 cm, Teile von Papierservietten,  Acrylfarben und Tusche    © chrinolo

To a Robin Redbreast

Sweet Robin, how I love to hear
Thy tuneful song this wintry day;
To me it is a sweeter song
Than any in the month of May.

Thy music is as charming now,
When not a flower or leaf is seen,
As when the daisies deck the fields,
And all the woods are robed in green.

Thou dost not droop thy merry wing,
Tho‘ thick and cold descends the snow;
And in thy song there is no pause,
Tho‘ loud the winds and tempests blow.

But yonder comes a raging storm,
And ruffled is thy crimson breast;
Then spread thy pinions, haste away,
And shelter in thy little nest.

But come again to-morrow morn,
And sing another song to me;
And at my window thou shalt find,
A crumb or two of bread for thee.

aus „Poems for youth“ von William Roscoe, 1821

Licht und Schatten

 

Wenn ich ein schönes Gedicht lese, inspiriert es mich oft zum Malen. So wird das Gedicht dann zu meinem Wortbild.

Auf https://gedichte.xbib.de habe ich heute ein bisschen gelesen und solch ein schönes Gedicht entdeckt. Es passt auch zu meiner derzeitigen Stimmung.

Licht und Schatten

Hast du gesehn, wie Licht und Schatten
So nahe bei einander liegt?
Hast du gefühlt, wie Schmerz und Freude
Sich innig an einander schmiegt?

Sieh‘ nur! der Himmel dicht verhangen,
Und Nebel ziehen feucht und grau; —
Doch hinter diesem Wolkenschleier,
Das weißt du wohl, ein lichtes Blau.

Und wenn des Herzens tiefes Leiden
Mit Trauer oft dein Auge füllt,
Ist doch im tiefsten stillen Grunde
Ein Himmel, ewig klar und mild.

© Julie Hausmann

Der Blick erträgt den Schatten, doch von links kommt schon etwas Licht:

Gemälde: © chrinolo