Igen, ja, yes, oui, si … yep!

 

Wirklich, ich sage sehr gerne „Ja“, es ist für mich eines der schönsten Worte.
In ungarischer Sprache habe ich dieses Wort und seine Bedeutung zuerst gelernt. Am liebsten hörte ich dieses „Igen“ –  das „e“ wird dabei als etwas länger gezogenes „ä“ ausgesprochen – von meiner Großmutter. Sie hat dabei immer genickt und mich ganz bezaubernd angelächelt. Den Klang dieses schönen Wortes und ihre Stimme habe ich heute noch im Ohr und sehne mich manchmal danach.

„Ja“    bekräftigt eine positive Antwort   🙂

Das Ja-Wort

Der Gründer, wißt Ihr, strotzt von Geld,
Nun hört, ich thu Euch kund:
Der größte Gründer von der Welt
Das ist des Mädchens Mund.

Des Mädchens Mund ist fein und klein; –
Doch ob Ihr’s glauben wollt,
Ein Wörtchen soll darinnen sein,
Das wiegt ’nen Centner Gold.

Ein wenig thut sich auf der Mund –
Wupp ist das Wörtchen da,
Und wer es fängt, der thut ’nen Fund,
Das Wörtchen das heißt „ja“.

Ernst von Wildenbruch

… ist doch ganz einfach, „Ja“ zu sagen   🙂

Als ich heute morgen einen Song hörte, erinnerte ich mich an dieses wundervolle „Igen“ meiner Oma. Kein Wunder, sie hat es hunderte Male zu mir gesagt und ich freute mich jedes Mal über ihre positive Zustimmung zu meinen Vorhaben und Bitten.

Augen-Blicke …

 

Augen, sagt mir, sagt, was sagt ihr?
Denn ihr sagt was gar zu Schönes,
Gar des lieblichsten Getönes;
Und in gleichem Sinne fragt ihr.

Doch ich glaub euch zu erfassen:
Hinter dieser Augen Klarheit
Ruht ein Herz in Lieb und Wahrheit
Jetzt sich selber überlassen,

Dem es wohl behagen müßte,
Unter so viel stumpfen, blinden
Endlich einen Blick zu finden,
Der es auch zu schätzen wüßte.

Und indem ich diese Chiffern
Mich versenke zu studieren,
Laßt euch ebenfalls verführen,
Meine Blicke zu entziffern!

Johann Wolfgang von Goethe

 

Ein bezauberndes Goethe-Gedicht. Es fiel mir ein, während ich ihre Blicke suchte. Und ja, es behagte mir „Unter so viel stumpfen, blinden endlich Blicke zu finden, die es auch zu schätzen wußten“ .   🙂

 

 

Augen …  ich finde sie einfach faszinierend. Man kann so viel in ihnen sehen. Ernst Ferstl sagte:

Die interessantesten und meistversprechenden Rundungen, die ein Mensch haben kann, sind seine Augen.

© Ernst Ferstl

Ich habe das Gefühl, das gleiche gilt für Tiere!  🙂

Gemauert

 

Eine unendliche Müdigkeit hatte sie nun ergriffen und sie spürte die Schwere in allen Gliedern. Es hatte sie sehr viel Kraft und Arbeit gekostet, die Mauer zu errichten. Wann hatte sie eigentlich damit begonnen? Sie stützte sich erschöpft an die Mauer und dachte nach. Richtig, das war damals, nach ihrer wohlbehüteten Kindheit und ihrer Schulzeit im Internat. Ihre Eltern hatten stets alles von ihr ferngehalten, was ihr hätte schaden können. Sogar noch während ihres Studiums hatte sie keinerlei Sorgen, musste nicht wie die anderen nebenher jobben und in einer billigen WG wohnen. Ihre Eltern waren wohlhabend und sorgten für alles.

Aber dann, als die Zeit gekommen war, auf eigenen Füssen zu stehen, wurde sie mit dem Leben „da draussen“ konfrontiert … völlig unvorbereitet! Sie lernte schlagartig im Berufsleben all das kennen, wovor sie die Eltern immer beschützt hatten. Neid, Missgunst, Falschheit, Betrug und Täuschung – eben alles, was das reale Leben so aufbot!

Doch sie war hochsensibel, viel empfindsamer als die meisten anderen. Der Begriff „Lebenskampf“ war ihr fremd. Ausserdem wollte sie auch gar nicht kämpfen. Also entzog sie sich schliesslich dem Ganzen, zog sich zurück und begann zu mauern.

Bei Gott, es sollte ganz bestimmt keine Klagemauer werden, ihr ging es ja gut. Nein, die Mauer, die sie unermüdlich errichtete, war zu ihrem Schutz!

Beschützt

Stein um Stein gewinnt sie an Höhe
– unüberwindbar –
Stein um Stein wird sie dicker
– undurchdringbar –
Stein um Stein schließt sie sich
– lückenlos –
ohne Öffnung, ohne Tor
– machtlos steht ihr da draussen davor –
eine mächtige Mauer
– gewaltig und stabil –
ein famoser Baumeister war sie
– die Mauer schützt ihr sensibles Gefühl.

Nun war sie also fertig, ihre dicke, undurchdringliche Mauer und gab ihr Schutz. All das Böse in der Welt blieb daussen. Hinter ihrer Mauer war sie sicher und …. ALLEIN !

Text und Gemälde  © chrinolo

Die Kunst kreist in meinen Gedanken und vollführt die tollsten Loopings …

 

Looping – kommt aus dem Englischen und bedeutet: eine Figur des Kunstflugs. Schön, ich steige ein und fliege mit. Da kenne ich keine Angst, denn ich liebe das Fliegen 🙂

„Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags wegzuwischen“

Pablo Picasso

Oh ja, das kann die Kunst! Darum gebe ich mich ihr täglich hin, suche sie und freue mich, wenn ich dabei Menschen entdecke, deren Herz ebenso für die Kunst schlägt.

Gerade ist mir ein Gedicht begegnet, dessen Schöpfer ich nicht kenne. Sein Name ist Wolf Dietrich und sein Gedicht finde ich sehr schön:

Dich zu malen, klappt nicht mehr.
Dein Gesicht ist nur ein Schatten.
Doch gibt es Stunden, die wir hatten,
die zaubere ich mir manchmal her.
Dann spüre ich es, das Gefühl,
und lass mich wieder davon packen.
Sie bedeutete mir viel,
die kleine Kuhle da im Nacken.
Ich legte meinen Finger drauf.
Oft kam es vor, dass ich sie küsste.
Wieso taucht die Erinnerung auf?
Ach, als wenn ich das nicht wüsste.
– Wolf Dietrich

Er will ihr Gesicht malen!  …. ein Maler?

Mir fällt beim Namen -Wolf Dietrich sogleich ein Maler ein, von dem ich kürzlich gelesen/gehört hatte: Wolf Dietrich Hess aus Steinau. Er malt Märchenbilder zu den Märchen der Gebrüder Grimm (auch sie waren Künstler 🙂 ). Ich erinnere mich noch sehr gut an Steinau, an ihr Haus und den Märchengarten – alles habe ich besucht und bewundert. Und natürlich auch darüber berichtet – es war ein aufregender und geradezu märchenhafter Tag:

https://seelenglimmern.com/2015/11/12/es-war-zwanzig-nach-neun-in-steinau-an-der-strasse/

Den Märchenkalender mit den Bildern von Wolf Dietrich Hess gab es damals noch nicht, sonst könnte ich diesen jetzt auch bewundern. Er muss wunderschön sein – ich habe darüber gelesen – hier:

https://wochen-bote.de/2016/08/18/steinauer-maerchenkalender-vorgestellt/

Nun kreisen meine Gedanken um diesen Kalender … „Der Kalender kostet zehn Euro.  Das Verkehrsbüro bietet den Kalender ab sofort an.“ … hmmm, das Verkehrsbüro hat bis einschließlich 1. Januar 2018 geschlossen. Und wie soll ich jetzt auch dorthin kommen ….

Ah, da gibt es ja noch andere Verkaufsstellen, lese ich:

https://osthessen-news.de/n11545235/kuenstler-wolf-dietrich-hess-hat-steinauer-stadtansichten-als-kulisse-gewaehlt.html

Um Gottes Willen! Da steht noch: „Die Stadt Steinau ist Herausgeberin des Kalenders, der in einer limitierten Erstauflage von 1.000 Stück gedruckt wurde.“  NUR 1000 Stück! 😨

Na diesen wunderschönen Märchenkalender kann ich mir wahrscheinlich abschminken – die sind sicher schon alle weg ….

Das macht mich jetzt traurig – ich brauche dringend Musik! Auch darin finde ich die Kunst!

Schön, gell?   😌   ……

Hmmm …  vielleicht komme ich ja doch noch irgendwie an den Märchenkalender ran … wenn man sich etwas sehr, sehr wünscht, dann geht der Wunsch manchmal in Erfüllung. Ich könnte ja ans Universum schreiben und ein paar Infos mitschicken, wie ich darauf komme und woher ich das alles habe. Das wäre für’s Universum sicher hilfreich und würde Verwechslungen vorbeugen … denke ich mal! Ein bisschen was habe ich ja (manchmal denken Freunde in Sache Kunst an mich und schicken mir Infomaterial   😊 ), so wie hier:

… und da isses – ein Märchenbild von Wolf Dietrich Hess („Hess“ gefällt mir – das erinnert mich an Hesse, der ja auch malte … aussergewöhnlich schön sogar …. aber das ist eine andere Geschichte  😏  )

O.k., jetzt nochmal extra an das Universum zu schreiben wäre doppelt gemoppelt. Meine Gedanken sind eh‘ schon dort angekommen – mal warten, was sich tut. Bis es soweit ist, könnte ich ja ein bisschen malen   🎨   😃

Wieder geht ein Jahr zu Ende

 

 

Leise geht das Jahr zu Ende
Mancher Gedanke wiegt jetzt schwer
Wieder schliesst sich ein Kapitel im Buch des Lebens
Wie viele Seiten sind wohl noch leer?

Ein Berg von Vergangenheit steht stumm hinter mir
Der Schleier des Vergessens legt sich sanft darüber
Ich blicke mich suchend um
Was davon rette ich schnell ins neue Jahr hinüber?

Ist etwas darunter, das ich schon bald vermissen würde
Wichtig für meine zukünftige Lebensweiche
Was kann ich noch davon brauchen
Damit ich sicher mein Ziel erreiche?

Ich werde nochmals alles in Gedanken durchwandern
Überlegen, was darf ich mir für’s neue Jahr erhoffen
Lohnt es sich noch, an Altem festzuhalten
Oder ist es schon gut bedacht und abgeschlossen?

Auf keinen Fall darf ich die Erfahrungen vergessen
Muss nicht zu hoch gesteckte Ziele wählen
Ob Altes weiterführen oder besser auf Neues zählen
Keinesfalls soll der Weg wieder beim Gehen quälen.

Bei jedem Mal, wenn ich irre und dann das Ziel verfehle
Stellen sich weitere Zweifel ein
Wiederholungen bringen zwar Übung
Doch darf das nicht Sinn meiner Bemühungen sein.

Ich werde darum nochmals alles neu überdenken
Ein paar Tage sind es noch bis zum Neuen Jahr
Und dann darauf hoffen, dass ich meine Ziele erreiche
Vielleicht hilft mir ja einer – das wäre wunderbar.

© chrinolo

Jetzt gebe ich mich mal vollkommen dem Frieden hin …

 

… weil es einfach ein schönes Gefühl ist. In Begleitung von Mark Knopfler’s einfacher, aber feiner Melodie und einigen schönen Worten, die mir gerade dazu einfallen … wo habe ich sie nur gelesen? Wartet, hier:

„In meinen Augen spiegeln sich Kristalle … in zuckersüssen Träumen sanft ich walle“ … meine Güte, wie zauberhaft das klingt, denke ich wieder. Habe ihr das eigentlich damals gesagt, überlege ich und schaue nach. Denn wenn nicht, muss ich das unbedingt nachholen!

Oh gut! Ja, ich hab’s ihr gesagt – tiefer Friede breitet sich in mir aus! Ich hab’s  bei ihr kommentiert:

https://sckling.wordpress.com/2016/01/27/winteridylle/

Aber sie weiss auch so, dass ich andauernd in ihrem Buch blättere – Worte sind mir wichtig. „AufBruch“ auch! 🙂