Ich träume vom strahlendblauen Himmel

 

Ich träume vom strahlendblauen Himmel

Von Lavendelduft und rotem Mohn
Der Sommer kündigt sich an, ich spüre ihn schon
Fühle im Traum den zarten Morgentau
Sein Glitzern leuchtet, wohin ich auch schau
Mich streift ein weicher Sonnenstrahl
Der Himmel lacht, grüßt tausendmal

Im Traum liege ich im goldgrünen Moos, will nur träumen
Alles andere kann ich getrost versäumen
Denke an keine Sorgen und an keine Not
Vom frühen Morgen bis zum Abendrot
Genieße dieses wundervolle Schweigen
Lass´ mir im Traum den nahenden Sommer zeigen
Meine Seele geht dabei auf, ich vergesse die Zeit
Sommerträume halten stets pures Glück bereit.

Text und Gemälde © chrinolo

Das Zeitfenster

 

Heute habe ich bei Karin (diesundasundnochvielmehr) ein sehr schönes Gedicht gelesen ( https://wordpress.com/read/feeds/35989744/posts/2159678325 ).

Ich erinnerte mich sofort an das mich tief berührende Buch „Präludium für Josse“ von Snorre Björkson und an eine bestimmte Stelle :

Damit ist der unwiederbringliche Augenblick der Annäherung vorbei und die Zeit des schwermütigen Erinnerns beginnt. Der Protagonist Holtes hängt in melancholischen Erinnerungen den vergangenen Sommertagen nach. Er hatte den Zeitpunkt verpasst und das Zeitfenster hat sich geschlossen.

Danach folgt das schöne Gedicht, das Karin dazu eingestellt hat:

„Wirst du dich an mich erinnern, in zehn Jahren
oder hundert?“ 

Es ist ein sehr romantisches und emotionales Buch – voller Musik und Liebe.

Meer im Kopf – und Kopf im Meer 🐬

 

… mit Meersand und Muscheln. Wenn man nur noch das Meer im Kopf hat, dann muss man ans Meer fahren, damit der wieder Kopf frei wird.

Also im nächsten Leben werde ich Möwe (die muss ich erst noch malen, damit ich ein Bild vor Augen habe). Ach ja, Möwe müsste ich sein, dann würde ich morgens aufwachen und losfliegen. Und ich würde dies erleben:

Meer am Morgen

Herrlich schäumende Salzflut
im Morgenlicht,
die tiefen Bläuen
in weißen Stürzen auskämmend,
hin
über grünere Seichten
zur Küste stürmend –
aus – rollend dich nun,
die Felsen hochauf umleuchtend!
Metallgrün
stehen die runden rauschenden Büsche
vor deinen fernher schwärzlichen Böen,
und rötlich milchige Wolken
strecken sich lang
in den zärtesten Himmel
darüber.

Christian Morgenstern 

Gemälde © chrinolo

Und hier singt Gianluca Ginoble vom „ruhigen Meer am Abend“ …  das Original von Andrea Bocelli gefällt mir natürlich auch, aber das ist ja weitaus bekannter  🙂

„Wenn in der Seele,
du Musik wärest,
wenn die Sonne in dir wäre,
wenn du wirklich in meiner Seele wärest,
dann könntest du sicher hören,
in meiner Stille,
das ruhige Meer des Abends.“