So schnell kann ein Sommersonntag umschlagen. Aber er war trotzdem schön und erholsam. Max hat es Spass gemacht, im Gras herumzupurzeln, während ich mich mitdrehte und fotografierte – zumindest bis er müde war und dann einfach einschlief.
Dann plötzlich zogen dunkle Wolken auf und Max sich schnellstens zurück ins Haus. Er schaffte es, bevor die ersten Hagelkörner runterprasselten.
Ich entschloss mich, dieses Unwetter mit einem leckeren Abendschmaus im Trockenen zu mildern und füllte schon mal Auberginen zum Überbacken. Nach diesem „Leckerli“ war die Welt wieder in Ordnung und ich konnte zum gemütlichen Teil übergehen 🙂
So gelte ich allen als göttliches Tier, sie stammeln und lallen und huldigen mir, liebkosen mir glücklich den Bauch, Öhrchen und Tatz – ich wählte es wieder, das Leben der Katz.
… und merke dir: mit einer Katze schimpft man nicht!
Hat man eine Katze geschimpft und schaut man sie dann an, so wird man von dem hässlichen Argwohn befallen, sie könnte vielleicht jedes einzelne Wort verstanden haben. Jedenfalls macht sie ein Gesicht, als hätte sie alles genauestens notiert – um später darauf zurückzukommen.
Zuerst sass er da und überlegte – das habe ich genau gesehen und wusste, jetzt kommt was!
… dann kam ihm anscheinend eine Idee, so schien es mir
… und dann fegte er wie ein Blitz den Baum hoch und blickte in die Runde … hmmmm … wonach er wohl Ausschau hielt?
… kurz danach waren sie dann da: seine KUMPELS! Der hat doch schon wieder eingeladen! :no:
Und dann begann das grosse Fressgelage … so’ne Sauerei!
… DIE (das ist seine Freundin!) hat gefragt, ob ich nicht mitfrühstücken möchte … Tzzz! Na ja, wenigstens hat SIE soviel Anstand …
… während die anderen beiden reingehauen haben
… danach sassen sie dann da mit ihrer vollen Wampe. Die Katzendame hatte sich davongetrollt. Sie dachte wohl, dass mit diesen kleinen Fresssäcken eh‘ nicht mehr viel anzufangen war.
Zu Max sagte ich dann nur noch: „Was is? Die Sauerei hier muss wohl ich wieder aufräumen, nicht wahr?“
Er blieb gelassen, schaute sich die Reste vom Fressgelage am Boden an und meinte nur: „Ich geh jetzt rauf in dein Malstübchen und leg‘ mich bissle hin.“
Nun ja, was hab‘ ich auch anderes erwartet – fauler Kater!!! Ausserdem wollte ich sowieso Erdbeeren pflücken und bissle barfuss durch’s morgentaubeladene Gras laufen – das ist gesund und stärkt die Nerven, bevor der Tag anrollt. Grrrrr … ich glaub ich krieg die Krise …