Dieses kleine Lächeln

 „Ich liebe die, die lächeln können in Bedrängnissen, Kraft sammeln aus der Not und durch Nachdenken mutig werden (Leonardo da Vinci)

In einer Welt, in der wir oft auf Menschen ohne ein Lächeln treffen, kann ein freundliches Gesicht – auch ein gemaltes – wahre Wunder bewirken.

Da mir kürzlich auf der Straße kein lächelnder Mensch begegnet ist, habe ich mich zuhause hingesetzt und einfach ein freundliches Gesicht gemalt. Ja, „ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

Das freundliche Lächeln hat in mir große Wirkung entfaltet.

Besonders berührend war es dann noch für mich, als mir dabei auch das vertraute, verschmitzte Gekicher meiner kleinen Enkelin in den Sinn kam. Ich liebe es und hatte es plötzlich ganz deutlich vor meinen Augen.

Also malte ich noch ein zweites Bild und das hat mich sofort glücklich gemacht.

Dieses Zusammenspiel aus dem bewussten Vorstellen von Freundlichkeit und kindlicher Freude hat meinen Tag nachhaltig verschönert. Es zeigt, wie wichtig es ist, gerade in etwas trüben oder ernsten Momenten das Lächeln nicht zu vergessen. Ein offenes, freundliches Gesicht kann selbst die dunkelsten Stimmungen erhellen. Die Begegnung mit Menschen wird dadurch menschlicher und wärmer – denn oft ist es genau dieses kleine Lächeln, das den entscheidenden Funken Hoffnung und Verbundenheit schenkt. So wird der Tag durch das Erleben von positiven Gefühlen richtig schön und wertvoll.

Mir wird deutlich, dass ein Lächeln nicht nur eine Geste ist, sondern eine Sprache, die jeder versteht – unabhängig von Alter, Herkunft oder Situation. Es ist ein kleines Geschenk, das wir jederzeit geben können, ohne Worte und ohne großen Aufwand. In einer Zeit, in der Hektik und Sorgen oft unseren Alltag bestimmen, kann dieses einfache Zeichen der Freundlichkeit Brücken bauen und Menschen näher zusammenbringen. So wie meine kleine Enkelin mit ihrem lustigen Gekicher mein Herz erwärmt hat, kann auch unser Lächeln einen Funken Hoffnung in den Herzen anderer entzünden und so ein Stück mehr Menschlichkeit in unsere Welt tragen.

In diesem Bewusstsein möchte ich künftig noch bewusster auf mein eigenes Lächeln achten – nicht nur als Ausdruck meiner eigenen Freude, sondern auch als Einladung an andere, sich geöffnet und angenommen zu fühlen. Denn ein Lächeln ist wie ein leiser Impuls, der sich von Mensch zu Mensch weiterträgt und dabei eine Kettenreaktion des Guten auslösen kann. Es kostet nichts und schenkt doch so viel: Mut, Zuversicht und das Gefühl, nicht allein zu sein. So wird aus einer kleinen Geste ein großer Beitrag für mehr Menschlichkeit im Alltag.

„Wenn die Nacht hereinbricht und das Land dunkel ist“ – Musik als Trost in düsteren Zeiten

Die Nachrichtenlage kann oft düster sein und mich mit Sorgen und Ängsten belasten. In solchen Momenten finde ich Trost und Ruhe in der Musik. So wie gerade eben, als ich die Nachrichten im TV ansah und dabei an die Bundestagswahl 2025 erinnert wurde. Ich schaltete wieder ab und suchte mir Musik.

Ich weiß nicht warum (es gibt keine Zufälle!!!), aber mir begegnete sogleich ein Song, der mich sofort an den begnadeten Sänger Ben E. King erinnerte. Er hatte mit seinem berühmten Song „Stand By Me“ Generationen von Menschen berührt und tut es immer noch. Sein plötzlicher Tod im Jahr 2015 war ein großer Verlust, doch sein Vermächtnis lebt weiter in den vielen Cover-Versionen seines Liedes.

Besonders die Interpretation von Music Travel Love berührt mein Herz und erinnert mich daran, dass Musik eine universelle Sprache ist, die uns in schweren Zeiten zusammenführt. Gerade in Momenten des Rückzugs und der Reflexion entdecken wir oft neue Facetten der Musik, die uns direkt ins Herz treffen. Die Melodien entfalten eine wohltuende Kraft, die uns nicht nur mit Erinnerungen verbindet, sondern auch dazu anregt, neue Perspektiven zu finden.

Vielleicht ist es die Art und Weise, wie ein bestimmter Beat ein Gefühl von Hoffnung weckt oder wie die Stimme eines Sängers uns das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich durch verschiedene Genres gereist bin – von der souligen Leidenschaft eines Marvin Gaye bis hin zu den beruhigenden Klängen eines Ludovico Einaudi – und jede Note hat mir Trost gespendet. Diese Entdeckungsreise der Klänge lehrt uns, dass jeder Künstler eine Geschichte erzählt, die uns trösten und inspirieren kann. So bleibt uns die Musikwelt stets offen, als ein Raum für Heilung und Gemeinschaft.

Gerade in einer Welt voller Unsicherheiten und Herausforderungen ist es wichtig, sich an die Kraft der Musik zu erinnern, die uns Trost spenden und Hoffnung schenken kann. Möge die Musik von Künstlern wie Ben E. King uns auch weiterhin durch dunkle Zeiten begleiten und uns daran erinnern, dass wir gemeinsam stark sind.

Text © chrinolo

„Gott steh ihnen bei!“

„Gott steh ihnen bei!“, denke ich entsetzt beim Anblick der Satellitenbilder heute morgen. Ein 64 km Militärkonvoi bewegt sich auf Kiew zu. Was wird jetzt passieren?

Ich lese in einem Interview ( https://www.deutschlandfunk.de/historiker-schloegel-nennt-putin-wirklichkeitsfremd-100.html ), was Karl Schlögel zu diesem ganzen Elend sagt:

„Und ich glaube nicht, dass Putin aus dieser Geschichte herauskommt – wie immer er das jetzt noch eingrenzen und unter Kontrolle behalten will. Er hat ja in dieser zweiten Rede, in der Nacht vor dem Angriff eine ungeheure Ausführung gemacht, also diese Ausführung: „Wer immer sich jetzt in der Ukraine einmischt oder sich irgendwie beteiligt, dem werden wir etwas zeigen, was die Welt noch nie gesehen hat.“ Und ich bin der Überzeugung, dass er weitergehen wird. Also, dass man sich darauf gefasst machen muss, dass noch andere Dinge passieren werden.

Und ich möchte nur sagen, dass der Kampf on the ground stattfindet, wo es jetzt bereits Dutzende und Hunderte von Toten und schwere Zerstörung gibt, dass dieser Krieg nicht sozusagen nur als Blitzkrieg, wie er sich den gedacht hat, mit chirurgischen Zugriffen erledigen lässt, sondern dass die Ukraine – das muss man sagen – den Kampf führen wird, in dem sie alleingelassen sind von den Europäern. Deswegen wird diese Rechnung nicht so aufgehen und wir müssen uns auf schreckliche Dinge gefasst machen. Ich wage nicht zu sagen, was passieren wird, wenn sich der russische Einsatz, weil sie eben nicht vorankommen, radikalisiert.“

Es scheint so, als ginge Putin weiter und dass wir uns gefasst machen müssten, auf die Dinge die nun noch passieren.

Die Menschen in der Ukraine befinden sich in einem Trauma, erleben, wie Panzer durch die Innenhöfe ihrer Wohnblocks rollen. Sie werden durch Schüsse und Sirenen geweckt … und in düsteren Bunkern erblicken Neugeborene das Licht der Welt.

„Gott steh ihnen bei!“, denke ich.