Puh, mich fröstelt!

Dies rief sie mir zu, meine Weinrebe, die ich im Frühjahr gepflanzt habe.

Hier hatte ich darüber berichtet: https://seelenglimmern.com/2019/04/16/ein-halbes-edles-fass-aus-bordeaux/

Sie ist noch so jung und zart und braucht etwas Wärme, wenn jetzt die Minusgrade das Land in den Winterschock versetzen.

Nachdem ich ihr nun ein Wintermäntelchen übergestreift habe, ist sie wohl zufrieden und strahlt mich an 🙂

Ich finde, das Wintermäntelchen steht ihr sehr gut 🙂

Aber auch ihre „Kübelbrüder“ sind nun warm eingepackt und haben nichts zu befürchten.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn alles versorgt ist – der Winter kann kommen (obwohl er von mir nicht unbedingt erwünscht ist, hmmm …. )

September Morn´

Total entspannt saß er da drüben, ich saß auf der anderen Seite des Murgufers. Wir hingen wohl beide unseren Gedanken nach. Wie damals … ich glaube, es war 2013 an einem goldenen September-Morgen. Ich blickte immer wieder zu ihm hinüber, aber er hatte sich standhaft von mir abgewandt. So blieb mir eben nichts anderes übrig, als mich anderem Schönen zuzuwenden.

Einige Gedanken flossen in meinem Kopf vorüber, wie die quirligen Wellen im kleinen Fluss. Andere verhielten sich wie die Häuser und die Fahnen am Mast, die sich illusorisch im Wasser bewegten, obwohl sie ja ihren festen, unverrückbaren Standpunkt hatten. Im Wasser hingegen stand alles Kopf. Fasziniert beobachtete ich das rege Geschehen, die wechselnden, aufleuchtenden Farbenspiele, die verführerischen Verformungen der Realität … es war zum Träumen schön.

Und wie damals – ich erinnere mich sehr genau – schwammen Enten, eingehüllt in bezaubernden Sonnenlichtzauber, vorüber und schenkten mir silbern aufblitzende, sehr berührende Augenblicke.

„September Morn´ “ kam mir dabei in den Sinn – dieser schöne Songtext :

„Stay for just a while
Stay and let me look at you ….

Stay with me a while
I only wanna talk to you …

And look how far we’ve come
So far from where we used to be
But not so far that we’ve forgotten
How it was before … “