Frierende Gedanken

 

Das Thermometer zeigte „nur“  -2 Grad, bei mir waren es gefühlte -15 Grad! Ich bin kein Wintermensch! Trotzdem zog es mich ans Wasser, in die Rheinauen hier ganz in der Nähe.  Und obwohl mir ein eisiger Wind ins Gesicht schlug, genoss ich den langen Spaziergang entlang dem Rheinufer.

Auch das ließ ich mir nicht entgehen, zwischendurch bibbernd auf einem Stein sitzen und ins Wasser blicken, vor mich hinträumen, der Flussrichtung folgen … sein Ziel ist der unendliche, tiefblaue Ozean. Dort vereinigt er sich mit all den anderen Flüssen, die alle das gleiche Ziel haben. Sie werden Eins in dieser blauen Unendlichkeit. Was für eine schöne Vorstellung – ich würde am liebsten mit ihm fließen.

Meine Träumereien, die mit den Wellen sanft auf- und abwogten und sich mit den Wasserstrudeln tanzend mitdrehten, wurden nur durch vorbeiziehende Schiffe unterbrochen, die auch meerwärts dahintuckerten.

Dann sah ich ein „Geisterschiff“ – jedenfalls wirkte es so auf mich, denn der Spielplatz, auf dem es stand, war an diesem eisigen Tag vollkommen kinderleer. Wo im Sommer munteres Treiben vieler kleiner Kapitäne herrschte und kreischendes Kinderlachen die Motorgeräusche vorbeifahrende Schiffe übertönte, war fast absolute Stille.

Bis auf die kalten Windböen, die leise pfeifend durch die Bäume jagten und meine fotografierenden Hände fast zum Erstarren brachten.

Ich dachte nur noch an eine Tasse heißen Kaffee, an der ich meine Finger wieder erwärmen konnte. Und vielleicht ein Stückchen Kuchen dazu. Aber um diese Zeit am frühen Morgen waren die Cafés noch geschlossen. Mhmmm … Kaffee und Kuchen …. dieser Gedanke schob nun alle anderen beiseite.

Wieder zuhause angekommen stand dem nichts mehr im Wege. Ich wärmte meine Hände und ging ans Werk. Aprikosenmuffins, das ging schnell und sie schmecken wirklich lecker:

So hatte meine Seele wieder ihre liebe Ruh´  und mein Kopf war frei für andere schöne Gedanken 🙂
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Augen-Blicke …

 

Augen, sagt mir, sagt, was sagt ihr?
Denn ihr sagt was gar zu Schönes,
Gar des lieblichsten Getönes;
Und in gleichem Sinne fragt ihr.

Doch ich glaub euch zu erfassen:
Hinter dieser Augen Klarheit
Ruht ein Herz in Lieb und Wahrheit
Jetzt sich selber überlassen,

Dem es wohl behagen müßte,
Unter so viel stumpfen, blinden
Endlich einen Blick zu finden,
Der es auch zu schätzen wüßte.

Und indem ich diese Chiffern
Mich versenke zu studieren,
Laßt euch ebenfalls verführen,
Meine Blicke zu entziffern!

Johann Wolfgang von Goethe

 

Ein bezauberndes Goethe-Gedicht. Es fiel mir ein, während ich ihre Blicke suchte. Und ja, es behagte mir „Unter so viel stumpfen, blinden endlich Blicke zu finden, die es auch zu schätzen wußten“ .   🙂

 

 

Augen …  ich finde sie einfach faszinierend. Man kann so viel in ihnen sehen. Ernst Ferstl sagte:

Die interessantesten und meistversprechenden Rundungen, die ein Mensch haben kann, sind seine Augen.

© Ernst Ferstl

Ich habe das Gefühl, das gleiche gilt für Tiere!  🙂

Ans Fenster kommt und seht …

 

Ans Fenster kommt und seht,
Was heute vor sich geht:
Es kommt vom grauen Himmel
In dämmerndem Gewimmel
Der erste Schnee herab.

Die Flocken, auf und ab
Wie Schmetterlinge fliegen sie,
Wie weiße Blätter wiegen sie
In leichten Lüften sich …

Hurra! Wie freu ich mich!
Nun laßt uns gleich mal sehen,
Wo unsere Schlitten stehen,
Der große und der kleine,
Der meine und der deine!
Mariechen, zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn.

Heinrich Seidel (1842- 1906)

So schaut’s heute hier aus. Ich wünsche euch auch einen wunderschönen Wintertag   🙂

Dieser „Kommentator“ sollte sich in Grund und Boden schämen. Pfui Teufel!

Ein Leserkommentar, dem ich nur zustimmen kann! Und auch diesem hier: „Ein einfach nur beschämender und dummer Kommentar.“

Markus Pöhlking, diese „Krone der Schöpfung“ schreibt doch tatsächlich:

„Natürlich, der Wolf war früher mal Bestandteil des hiesigen Ökosystems. Das leidet bekanntermaßen erheblich unter dem Rückgang der Artenvielfalt. Für deren Stabilisierung bräuchte es dringend Maßnahmen. Aber keinen Wolf. Denn mal ehrlich: Hat ihn in den Jahrhunderten seiner Abwesenheit eigentlich jemand vermisst?“
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/980728/wer-hat-den-wolf-eigentlich-vermisst-1#comments-jump-to

Unglaublich, was dieser Volontär Markus Pöhlking hier von sich gibt! Wer ist eigentlich dieser Markus Pöhlking, frage ich mich, oder anders herum, wer glaubt er eigentlich zu sein?

Erstmals gelesen habe ich über ihn hier, in diesem Artikel: „Dilettanten-Dämmerung, oder „ein Ungebildeter glaubt, was ihm passt.“
http://wolfsmonitor.de/?p=11362

Dabei ist es heute so einfach, sich zu bilden. Zum Beispiel im Gespräch mit „echten“ Wolfsexperten/innen – für „echt gute“ Journalisten dürfte dies keine Schwierigkeit darstellen, nicht wahr, Herr Pöhlking!

Oder einfach mal ein Lehrfilmchen auf Youtube anschauen? Das wäre doch schon mal ein guter Einstieg!

Was dieser Mensch, dieser Herr Pöhlking, da von sich gegeben hat, finde ich einfach zum Kotzen!!!

So, das musste jetzt sein – auch ich habe das Recht, mich auszukotzen, wenn ich mit derart „geistigen Ergüssen“ konfrontiert werde!

 

Wölfe am Morgen

 

Wir können von den Wölfen lernen! Und manche Menschen wollen das sogar.
Nun, ich will es auch! Ich las gerade das neueste Buch von Elli Radinger: „Die Weisheit der Wölfe“.

Und heute am frühen Morgen dachte ich an das, was ich gelesen hatte – über Wölfe und was sie am Morgen tun, wenn sie aufwachen 🙂

Ich dachte darüber nach, wie das in vielen unserer „Familien“ am Morgen so abläuft – diese reine Lebensfreude!? Liebevolle Begrüssung mit Küssen und stürmischer Lebensfreude?  😉

Weiter schreibt Elli Radinger über die

Ich denke, es ist ein wirklich grosses Glück, so etwas mit eigenen Augen beobachten zu können – beneidenswert, diese Elli Radinger! Aber wie schön, dass sie uns darüber berichtet. Für mich ist Elli Radinger’s Buch wieder pure Faszination.


Foto: © chrinolo

 

Herbstbegegnung

 

Zuerst dachte ich, der kann doch nicht so bescheuert sein und sich gerade vor dieses Schild stellen? So kommt der doch nie zu seinen alten Brötchen. Dann überlegte ich nochmal scharf und kam zu dem Schluss: das macht der absichtlich, weil er auf Diät ist und jegliche Versuchung unterbinden will !!! Als ich ihn mir dann aber genauer angeschaut habe, fiel mir auf, dass er doch kaum Übergewicht hat … der lebt in der Natur und hat den ganzen Tag Bewegung.

Hmmm … warum also tut er das?

Natürlich … endlich setzte bei mir die Erleuchtung ein! Der Kerl will mich testen! Er prüft, ob ich die Anweisung auf dem Schild befolge oder ob man dieses für einen Haufen Geld hier für die Katz aufgestellt hat. Ja klar, das ist ein Spiooooon! Unglaublich, wie hinterlistig wir heutzutage überwacht werden und welcher Mittel man sich da bedient. Logisch, eine Gesichtserkennungs-Kamera würde hier sofort auffallen und jeder würde sie gleich entdecken – man kennt ja inzwischen dieses Prozedere der Überwachung. Aber einen Schwan als Spion einzusetzen, also damit rechnet doch nun wirklich keiner … auch ich nicht! Ganz schön gerissen, aber da fall ich nicht drauf rein!

O.k., ich beachtete ihn nicht weiter und konzentrierte mich auf den Herbst. Schliesslich war ich ja seinetwegen hier unterwegs. Neben wunderschönen warmen Herbstfarben entdeckte ich einen wirklich geschichtsträchtigen Baum. Ja, er wurde mit vielen Geschichten beladen und obwohl man so viel auf ihm abgeladen hat, steht er noch fest an seinem Platz.


Und hier nun noch ein paar Herbstimpressionen, die mich in einen gewissen Zauber hüllten – zum Vergrössern bitte anklicken. Ach ja, auf Foto Nr.10 seht ihr echte Bergsteigertauben 😉 :

Hi, ich bin Sam und habe euch im Auge 😊

 

Ich bin ein farbenfroher, glücklicher Krokodilteju aus Südamerika und lebe hier mit meiner Frau Melli. 2004 wurden wir südamerikanischen Echsen (Wert je ca.  4.000 Euro ) dem Museum gespendet. Sam und Melli, die Patenkinder von der Deutschen Homöopathie-Union (DHU). Diese haben uns auf diese Namen getauft, in freier Ableitung von Samuel und Mélanie Hahnemann, dem Erfinder der Homöopathie und seiner zweiten Frau. Mit solchen Paten hatten wir natürlich grosses Glück!

http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/Echsenpaerchen-getauft-Sam-und-Melli-im-Naturkundemuseum;art6066,863285

Wir sind eine seltene Spezie (ziemlich harmlos) und außerhalb unserer südamerikansichen Heimat relativ unbekannt. Das einzige erwachsene Pärchen von uns in Deutschland lebt nun hier im Karlsruher Naturkundemuseum … und hier gibt es einige Informationen über uns:

http://tierdoku.com/index.php?title=Krokodilteju

Wir fühlen uns sehr wohl in unserem Zuhause. Man hat sich bei der Einrichtung sehr viel Mühe gegeben – alles ist vorbildlich und artgerecht. Sogar eine Regenanlage wurde installiert, um die Regenzeit in den Tropen zu simulieren. Echsenherz, was willst du mehr ❤

Hier könnt ihr uns in Action sehen – da hat uns ein Besucher sehr schön gefilmt  😊  :

Und die Gesellschaft, in der wir leben, ist auch nicht schlecht – wir vertragen uns.

Nun ja, es gibt auch andere in näherer Umgebung, denen man nicht so nahe kommen sollte … die lässt man am Besten ganz in Ruhe. Einige der Kumpels können ganz schön giftig werden, oder äusserst bissig. Man sieht es ihnen schon von Weitem an. Hier diese da z.B.:

 

Oder diese da:

Und dann noch drüben, in der Abteilung „Gift- und Beiss-Fische“  …  aber das erfahrt ihr im nächsten Eintrag!