Mein Roter Milan

 

Er schaut mich an, als ob er mir etwas mitteilen möchte. Das ist gut möglich, denn er ist mein Krafttier.  Heute bin ich mal wieder mit ihm in Kontakt getreten.

 

 

Text und Gemälde ©chrinolo

„Ich wünschte mir, ich könnte jetzt dichten
Doch es fällt mir so schwer, die Worte zu richten
Darum zieht der prächtige Milan
Fast wort- und ratlos seine Bahn.

Er schwebt dahin in aller Stille
Sein scharfes Auge scannt jede Erdenrille
Am liebsten würde ich mich jetzt verstecken
Doch wird er mich ganz sicher entdecken.“

Aber warum sollte ich mich verstecken? Der Rote Milan als Krafttier symbolisiert schließlich Freiheit, Weitsicht und die Fähigkeit, das Wesentliche aus der Distanz zu erkennen. Wenn dieser majestätische Vogel mich anschaut, trägt sein Blick oft eine tiefere Bedeutung. Er erinnert mich daran, innezuhalten und die eigene Lebenssituation aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der Milan fordert mich auf, alte Denkmuster loszulassen und offen für Veränderungen zu sein. Seine Präsenz ermutigt mich, mutig meinen eigenen Weg zu fliegen, auch wenn dieser nicht immer geradlinig verläuft. Als Bote zwischen Himmel und Erde zeigt der Rote Milan mir, dass ich meine innere Stimme wahrnehmen und ihr vertrauen soll.

Vielleicht möchte er mir sagen, dass es an der Zeit ist, mehr auf meine Intuition zu hören und meine Ziele mit Klarheit und Zielstrebigkeit zu verfolgen. Sein ruhiger Flug mahnt mich zur Gelassenheit und erinnert mich daran, dass man selbst in herausfordernden Situationen den Überblick behalten kann.

In der Symbolik des Roten Milans steckt zudem die Aufforderung, mir selbst mit mehr Achtsamkeit zu begegnen und die innere Balance zu stärken. Er zeigt auf, wie wichtig es ist, sowohl die eigenen Stärken als auch Schwächen zu erkennen und anzunehmen, um authentisch und im Einklang mit mir selbst leben zu können. Dabei lädt er dazu ein, mich nicht von äußeren Erwartungen oder Zweifeln lähmen zu lassen, sondern den eigenen Rhythmus zu finden und diesem treu zu bleiben.

In diesem Sinne wird mein Roter Milan zum Symbol für Selbstvertrauen und innere Klarheit, die mich auf meinem Lebensweg begleiten und mir helfen, Hindernisse als Chancen zur persönlichen Entwicklung zu sehen.

So, was ist also passiert?

„Urplötzlich aus der Not geboren
haben Worte ihre Scheu verloren
purzelten munter hier hernieder
ich sammelte sie auf und gab sie wieder.“

Jetzt – Die Kraft der Gegenwart entdecken

Eckhart Tolles Buch „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ ist mehr als nur ein Bestseller – es ist eine Einladung, das Leben im Hier und Jetzt wirklich zu erfahren. Bereits nach wenigen Seiten spürt man die tiefe Verbundenheit, die Leser mit dem Werk empfinden: ich zum Beispiel fühlte mich sogleich „zuhause unter guten Freunden“, denn schon am Anfang begegnete ich Vera F Birkenbihl. Besonders beeindruckend ist das Vorwort von ihr, die Eckhart Tolle als einen wahren Meister beschreibt, dessen Worte einfach und doch tiefgründig sind. Sie erinnert uns daran, dass die größten Wahrheiten oft in ihrer Einfachheit liegen – nicht simpel, sondern kraftvoll und lebensverändernd. Dieses Buch fordert uns heraus, unser gewohntes Denken zu hinterfragen und sich auf den Moment einzulassen, um innere Ruhe und Klarheit zu finden. Kein Wunder, dass 91 % der Leser begeistert sind – „Jetzt!“ öffnet Türen zu einem bewussteren Sein, das jeder von uns erleben kann. Wer bereit ist, sich auf diese Reise einzulassen, wird feststellen: Die Gegenwart ist kein abstraktes Konzept, sondern die Quelle echten Lebensglücks.

Indem wir lernen, die ständigen Gedankenschleifen loszulassen und den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen, öffnen wir uns für eine neue Qualität des Seins. Eckhart Tolle zeigt auf, wie wir durch Achtsamkeit und Präsenz nicht nur Stress und Ängste reduzieren, sondern auch tiefere Zufriedenheit und Lebensfreude finden können. Seine Worte führen behutsam und doch eindringlich zu einem inneren Wandel, der nicht von außen erzwungen wird, sondern natürlich aus unserem eigenen Erleben entsteht. So wird „Jetzt!“ zu einem Wegweiser für alle, die sich nach mehr Gelassenheit und Echtheit im Alltag sehnen.

Eckhart Tolle zeigt, dass es nicht darum geht, Probleme zu ignorieren oder Herausforderungen zu verleugnen, sondern vielmehr darum, ihnen mit einer neuen Bewusstheit zu begegnen. Indem wir den gegenwärtigen Moment annehmen, ohne ihn zu bewerten oder verändern zu wollen, eröffnen sich Räume für innere Freiheit und tiefes Verständnis. Diese Praxis fördert nicht nur persönliche Entwicklung, sondern beeinflusst auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen positiv – denn echte Präsenz schafft Verbindung auf einer Ebene jenseits von Worten. So wird „Jetzt!“ zu einem Kompass für ein erfüllteres Leben inmitten der täglichen Herausforderungen.

Während ich lese, halte ich nun inne und richte meine Aufmerksamkeit ganz auf den Moment – auf das „Jetzt“. Es ist dieser Augenblick, in dem Vergangenheit und Zukunft für einen Moment zur Ruhe kommen. Mein alter Bekannter, dessen E-Mail heute morgen mich zum Nachdenken bringt, erzählt wie so oft von Ereignissen aus seinen jungen Jahren. Indem ich kurz innehalte, schenke ich mir selbst die Möglichkeit, präsent zu sein – aufmerksam für die Worte meines Bekannten und offen für die eigene innere Stimme.

In diesen Momenten wird mir bewusst, wie kostbar das bewusste Erleben des Jetzt ist – es schenkt mir Klarheit und Ruhe, um die Gedanken des anderen wirklich zu verstehen und gleichzeitig meine eigene Wahrnehmung zu schärfen. So entsteht eine Verbindung, die über Worte hinausgeht und Raum für echtes Miteinander schafft.

Dieses bewusste Innehalten wird zu einer kleinen Praxis, die meinen Alltag bereichert. Es erinnert mich daran, dass das Leben nicht nur aus Vorhaben und Erinnerungen besteht, sondern auch aus dem achtsamen Wahrnehmen des Augenblicks. In dieser Haltung finde ich eine besondere Form der Gelassenheit, die mich stärkt und zugleich verbindet – mit mir selbst und mit anderen. So entwickelt sich aus der scheinbaren Einfachheit des „Jetzt“ eine tiefe Quelle von Kraft und Verständnis.

„Da muss noch was gelebt werden.“

Da muss noch was gelebt werden. Sonst wäre ich schon längst nicht mehr hier, sondern dort, woher wir alle kommen. An diesem Ort soll es um ein Vielfaches schöner sein als hier. Wie oft träume ich mich dorthin.

Ich blicke auf atemberaubende Landschaften und prachtvolle Städte. Sie sind eingetaucht in ein magisches Licht, ähnlich wie wir es von einem Sonnenuntergang kennen. Doch die Leuchtkraft und der warme, rotgoldene Farbton sind nicht mit Worten zu beschreiben. Genauso unvergleichlich ist die Farbintensität der Blumen auf der endlosen Wiese, über die wir gerade gleiten, ohne die Pflanzen zu berühren oder gar zu verletzen. Es ist dort einfach wunderschön und die Leichtigkeit, mit der wir uns bewegen, erfüllt uns mit einem Gefühl grenzenloser Freiheit und Glück.

Sorglos sprechen wir über unseren neuen Seelenplan für das nächste Erdenleben. Natürlich wollen wir es wieder zusammen verbringen, da sind wir uns einig. Es ist wahrhaftig berauschend, die Zukunft in allen Details zu planen. Das Herrlichste daran ist, dass wir uns dort schon aussuchen dürfen, wie wir dann leben wollen. Es gibt so einiges, das wir besser machen möchten. Außerdem sind da auch noch so manche Erfahrungen, welche uns noch fehlen und die wichtig sind.

Es gibt wirklich viel zu besprechen und zu bedenken, damit das nächste Erdenleben gelingt. Aber dafür haben wir noch viel Zeit, denn noch bin ich hier. Allein, denn du bist ja schon vorausgegangen.

Offensichtlich habe ich meinen Seelenplan für dieses Erdenleben noch nicht abgearbeitet. Da muss noch was gelebt werden!

Während ich in diesem Fluss des Lebens verwebe, erkenne ich, dass jede Herausforderung, die mir begegnet, ein wertvoller Lehrer ist. Diese Momente der Anforderungen und Prüfungen laden mich ein, das Beste aus mir herauszuholen, meine inneren Stärken zu entdecken und meine Ängste zu transformieren. Manchmal scheint der Weg steinig und ungewiss, aber gerade in diesen Phasen entfaltet sich oft das größte Wachstum. Ich lerne, die Rückschläge als Wendepunkte zu betrachten, die mich näher zu meinem wahren Selbst führen.

Zugleich entfaltet sich um mich herum eine Kulisse von Magie und Inspiration. Die kleinen Wunder des Alltags erscheinen mir in neuem Licht – der sanfte Wind, der durch die Bäume rauscht, das Lächeln eines Fremden oder das sanfte Plätschern eines Baches. All diese Elemente fließen in meine Seele ein und stärken mein Vertrauen in den natürlichen Rhythmus des Lebens.

Ich beginne zu spüren, dass die Verbindung zu meiner Umgebung nicht nur Bereicherung birgt, sondern auch Verantwortung mit sich bringt. Diese Wertschätzung für das Leben selbst spornt mich an, bewusster Entscheidungen zu treffen, die im Einklang mit meiner Bestimmung stehen. Jedes Wort, das ich spreche, jeder Gedanke, den ich habe, formt die Realität um mich herum. Ich setze die Absicht, mit Mitgefühl und Liebe zu agieren – in jedem Moment und mit jedem Atemzug.

So schreite ich weiter voran, angefüllt von der Überzeugung, dass das Leben eine grandiose Reise ist, die gelebt und nicht nur überstanden werden will. In dieser Gewissheit finde ich Frieden und das Wissen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und ich bin mir sicher: Da geht noch was! In jedem Alter geht noch was!

Text und Gemälde  © chrinolo