„Die Kanne sei rund und prall wie der Bauch des sitzenden Buddha.
Nur so kann das empfindliche Pflänzchen sein volles Aroma entfalten.“ sagt man in China.
Nun, das ist mein Teeglas all-in-one von Creano auch und passt somit zu dem Spruch. Nur, wenn ich folgende Weisheit beherzige, dann komme ich jedesmal arg in Bedrängnis … im wahrsten Sinne des Wortes. Die ersten zwei Zeilen sind nicht das Problem:
Die erste Tasse netzt Lippen und Kehle.
Die zweite stärkt das dürre gewordene Fleisch.
Die dritte verscheucht die traurige Einsamkeit.
Die vierte Tasse durchdringt Dein ganzes Innere.
Bei der fünften bist Du geläutert.
Die sechste ruft Dich in die Regionen der Unsterblichkeit.
Die siebente Tasse, so Du zum Munde führst,
läßt frische Lüfte Dein Haupt umsäuseln
und Deinen Geist zum kühnen Fluge sich erheben.
Dichter Lo Tung (T’ang Dynastie)
… aber danach, nach der zweiten Tasse – also mehr geht einfach nicht, auch wenn ich mir noch so Mühe gebe. Nach der zweiten Tasse trifft dann der Spruch Napoleon’s zu:
„Alle Revolutionen kommen aus dem Magen.“ 
Ich habe mir natürlich gleich wieder Gedanken darüber gemacht, warum mir nicht gelingt, was andere, wie z.B. der chinesische Dichter, locker können.
Doch bin ich schon bald hinter das Geheimnis gekommen und habe das Problem gelöst. Dieser Dichter trank traditionsgemäss aus einer chinesischen Teeschale – diese fasst ca. 100 ml. Mein Teeglas all-in-one von Creano dagegen 400 ml und da trinke ich ganz zwanglos zwei !! Das ergäbe dann ACHT seiner Zeilen !!! 
Jetzt habe ich nur noch zwei Probleme:
was passiert bei der achten Tasse? Er hat nach der siebten Tasse aufgehört weiszusagen.
Und dann, welchen Tee wähle ich nun, um das wirklich bewusst zu testen.
O.k., Weisser Tee, die edelste Teesorte, eine Spezialität aus der Provinz Fujian in Südost-China. Seinen Namen verdankt er dem weißen, seidenartigen Flaum, der die Blattknospen umhüllt. Ach, wie poetisch das klingt und … Weisstee – da steckt „weise“ drin 🙂 . Ein paar Himbeeren und Ingwer schaden sicher nicht, obwohl das sicher von der Rezeptur abweicht, die der chinesische Dichter bevorzugte.
Obwohl … wenn ich jetzt so darüber nachdenke, könnte dies vielleicht der Grund sein, warum sich bis jetzt nur mein Geist zum kühnen Fluge erhob und nicht mein ganzes Ich. Ich vermute, das hätte die achte Zeile ausgesagt, die der Dichter wahrscheinlich vergessen hat. Ja, nicht nur abheben, sondern fliegen
… ich geh‘ jetzt mal Teewasser aufsetzen 🙂
