Vertrackte Kommunikation

Ich erhielt wohl eine grundsätzliche Zustimmung, mehr aber auch nicht. Zu dem Begriff „grundsätzliche Zustimmung“ kenne ich folgende Deutung:

„Grundsätzliche Zustimmung ist die höflichste Form der Ablehnung.“
(Robert Lembke)

Darüber muss ich jetzt erst mal nachdenken … möglich wäre es durchaus. Richtig miteinander zu kommunizieren ist eine Kunst und was die Kommunikation angeht, bin ich wohl nicht so kunstbegabt. Malen fällt mir da leichter. Meine Bilder drücken das aus, was ich meine. Und dann ist es ja auch so, dass wahre Mitteilung nur unter Gleichgesinnten bzw. Gleichdenkenden stattfindet. Das ist derzeit wohl nicht der Fall. Ich hätte das berücksichtigen sollen.

Die Kunst
richtig miteinander zu kommunizieren
ist wie laufen lernen
man fällt so oft auf die Nase
bis man liebevoll
an der Hand genommen wird

© Wilma Eudenbach

Also das war so: heute hatte ich das Gefühl, dass wir unterschiedlich kommunizieren. So etwas geht dann leider sehr oft daneben. Das ist frustrierend und ich rechne nicht damit, dass ich liebevoll an der Hand genommen werde.

Das Auge – pure Faszination

Schärfe, Klarheit und Wahrnehmung – Augen sind einfach unschlagbar, wenn es darum geht, ein „Bild“ zu sehen. Augen sind das beste Equipment, wenn ich male oder auch fotografiere. Sie sind schlichtweg nicht wegzudenken und unverzichtbar – eine luxuriöse Ausstattung, mit der uns die Schöpfung beschenkt und ausgestattet hat. Und: sie arbeiten in enger Zusammenarbeit mit unserem Hirn.

Für mich ist es mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, sehen zu können. Augen sind für mich faszinierend. Sie sind ein außergewöhnliches Organ und jedes Auge ist einzigartig …. Auge um Auge 🙂

„Das Auge war vor allen anderen das Organ, womit ich die Welt fasste.“, sagte einst Goethe. Und:

„Das Auge ist der Punkt, in welchem Seele und Körper sich vermischen.“, stellte Friedrich Hebbel fest. Ein schöner und interessanter Gedanke, nicht wahr?

Augen! Diese bildhaft in ihrer ganzen Faszination und Ausdrucksstärke darzustellen ist unmöglich. So viel Schönheit ist un(er-)fassbar. Das wusste schon Gotthold Ephraim Lessing ( https://de.wikipedia.org/wiki/Laokoon_(Lessing) ) . Er schrieb:

„Ha! Daß wir nicht unmittelbar mit den Augen malen! Auf dem langen Wege aus dem Auge durch den Arm in den Pinsel, wieviel geht da verloren.“

Recht hat er! Das weiß ich aus eigener Erfahrung, denn ich habe schon viele Augen gemalt und es reizt mich immer wieder, es zu tun. Obwohl mir Lessing´s Aussage über die Unvollkommenheit des Endergebnisses bewusst ist :

Übrigens, wenn ihr jemanden anschaut, denkt daran:

Augen sind die Tür zum Menschen,

können dich wärmen

oder dich frieren lassen,

können eine Wand sein

oder dich ganz sanft umarmen

und die Tür öffnen zum Herzen!

Der Autor ist mir unbekannt, das habe ich mal gelesen und mir notiert. Solche Notizen bewahre ich hier auf:

Darin liegt u.a. auch eine Notiz/Erinnerung:

„Besondere Vorkommnisse“ : Er hatte Bernstein im Blick! – das musst du unbedingt malen   🙂

Das habe ich damals natürlich gleich gemacht:

In rascher Folge geht es weiter … (Gedankenfunken)

Alles kommt und geht nur, um sich zu ergänzen.
In rascher Folge erneuern sich die Generationen
immer wieder und reichen die Fackel eine der anderen weiter,
wie die Läufer im Fackellauf.
( Lucrez, De rerum natura „Über das Wesen der Dinge“ )

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, er ist nur fern;
tot ist – wer vergessen ist.
( Eduard Möricke )