„Wie der große Philosoph Stepanović sagt: Lebbe geht weiter.“ … hmm, dachte ich, als ich das las. Diesen Philosophen kenne ich noch gar nicht, wo er doch so sympathisch daher redet. Also bin ich gleich – wie es meine Art ist – der Sache mal nachgegangen. Nun, dieses Zitat habe ich so nicht gefunden, aber ich denke, er könnte es gesagt haben.
Dafür habe ich aber etwas anderes Schönes, etwas ganz Bezauberndes, gefunden. Er hat gedichtet 😀
Ein Grund, mal wieder zu träumen, denn das habe ich selbst erlebt. ♥
Isola Bella
Du steigst erhaben aus den Wassern,
Hältst, Insel, meinen Blick gebannt;
Auf Marmorfelsen, wild, verlassen,
Schuf, Schöne, dich der Menschen Hand
Dich hüllen reicher Gärten Schatten,
Du wirst umspielt von blauer Flut,
Als ein Smaragd, der nie ermattend
In türkisfarbner Fassung ruht.
Mich lockt dein glückliches Gestade
Voll stillem Reiz, voll süssem Wahn:
Beeil dich, Schwimmer! Woge, trage
Zu dir, o Insel, meinen Kahn!
Dort glühn, von Zweigen sanft umfangen
Zitronen hell im Goldornat,
Und dort, wie jungfräuliche Wangen,
Brennt purpurfarben der Granat.
Es duften Rosen frisch im Kreise,
Der Lorbeer grünt dort immerdar,
Und Myrtenblätter zittern leise,
Als flüsterte ein Liebespaar.
Hier atmet alles Wärme, Süden,
Die Gärten und der Marmorstrand;
Vor Kälte schützen und umfrieden
Die Alpen dich, o Zauberland!
Und hell erblitzt’s von Eis am Himmel
Und überm Wolkenband erstehn
Gebirgsgiganten und erschimmrn,
Behelmt von jungfräulichem Schnee.
Geschieht’s nicht ebenso in jener
Geschichte aus dem Morgenland,
Wo Persiens jugendliche Schöne,
Fern, hinter Meer und Fels verbannt,
Von Feen gehegt, ihr Leben fristet,
Umhaucht, umsäuselt immerfort,
Und wo der finstere Div sich brüstet,
Behütend diesen Zauberhort.
(Quelle: http://www.ticinarte.ch/index.php/chomjakov-aleksej.html )

