Begegnen ist mehr als sich den anderen zeigen.

 

Ein Blogeintrag von einem Mann, der denkt. Von jemandem, dem es immer wieder gelingt, auch mich zum Denken zu bringen. Seine Worte sind meistens für mich „Das grosse JA“, dem ich zustimme. Weil es für mich verständlich und „vertraut“ ist, was er sagt.

Dr. Christoph Quarch, in seinem Blog spricht er diesmal über den öffentlichen Raum und wie sich Menschen darin bewegen. Er fragt zunächst: Was ist der öffentliche Raum?

„Er ist der Raum der Begegnung – ein Raum, in dem wir anderen begegnen. Begegnen, das ist mehr als bloß Geschäfte machen. Der öffentliche Raum ist mehr als nur ein Marktplatz. Begegnen ist auch mehr als sich den anderen zeigen. Der öffentliche Raum ist mehr als eine Bühne für die Selbstdarstellung und Konsum. Er ist der Raum, worin sich Menschen frei bewegen können, wo sie sich als Personen treffen können, ohne damit rechnen zu müssen, als Kunden, Zuschauer oder Verbraucher missbraucht zu werden. Der öffentliche Raum wird allenthalben missbraucht – ebenso wie die Menschen in ihm, »Täter« und »Opfer« gleichermaßen. In Wahrheit sind diese Kategorien gänzlich unangemessen für das, worum es hier tatsächlich geht: um ein gravierendes kulturelles Problem, um den Niedergang des Gemeinsinns.

Alles ist warenförmig
Wir haben eine Welt geschaffen, in der ein jeder um sich selber kreist und danach fragt, wie er für sich am meisten rausholen kann. »Das, was du willst, das kannst du haben«, so schreit es von den Werbeflächen, »du musst nur auf dem Markt bestehen, musst gut sein, musst dich zeigen! Mache dich zur Ware und dir steht die Welt der Waren offen.« Alles wird warenförmig, wird verfügbar. Alles ist zu haben, alles ist zu wollen. So missverstehen wir das große Wort der »Freiheit«, das in diesen Tagen gern gesprochen wird.
Der Preis, den wir dafür bezahlen, sind Verbindlichkeit und Zugehörigkeit; ist das Politische. Wo es nur darum geht, als Ware unter Waren zu bestehen und konkurrenzfähig zu bleiben, erscheint uns niemand mehr als »Du«, wie Martin Buber sagte. Wir sehen uns umgeben von Objekten, die wir nutzen und gebrauchen können, wie es uns gefällt. Wir selber machen uns zu Objekten, die ihre Erfüllung darin finden, bei hohem Profit gebraucht und konsumiert zu werden – oder möglichst günstig andere Objekte zu konsumieren und zu verbrauchen …  „

Ich denke, es ist nicht verkehrt, diesen Blogeintrag mal ganz zu lesen und darüber nachzudenken. Überhaupt darüber nachzudenken, wie wir anderen begegnen.

http://www.christophquarch.de/category/blog/    –    DER NIEDERGANG DES ÖFFENTLICHEN RAUMES – Veröffentlicht am 12. Januar 2016

 

… und natürlich fällt mir auch ein Song mit einem berührenden Text dazu ein:

God bless the day I found you
I want to stay around you
And so I beg you
Let it be me
Don’t take this heaven from one
If you must cling to someone
Now and forever
Let it be me
Each time we meet love,
I find complete love
Without your sweet love
Tell me, what would life be?
never leave me lonely
Tell me you love me only
And that you’ll always
Let it be me …

… schön, nicht wahr?  🙂

… Elvis singt es auch sehr schön   ❤

2 Gedanken zu “Begegnen ist mehr als sich den anderen zeigen.

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