Blind Curve

 

„This beautiful song is made for people who know that music is more than just a song. This is art! This goes very deep.“  –  lese ich gerade. Dem schliesse ich mich an. Der Text und die Gitarre haben mich sofort vereinnahmt, als ich es zum ersten Mal hörte. Ein Bekannter hat während einer Autofahrt seine Marillion-CD in den Player geschoben und sagte: „Hör genau zu, dann wirst du es immer mal wieder hören wollen!“. Das war vor ca. 10 Jahren. Erstaunlich, ich erinnere mich noch sehr genau, auf welcher Strasse ich damals fuhr …  er hatte recht. Und wie er damals, so drehe ich auch heute noch die Lautstärke hoch und lasse mich in dieser Musik fallen ….

„I just want to be free, I’m happy to be lonely
Can’t you stay away?
Just leave me alone with my thoughts
Just a runaway, just a runaway
I’m saving myself … “

Ich spinne nicht, aber SIE tut es !

 

… und ich beobachte sie, habe sie im Auge 🙂

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Es ist derzeit ein grosses Vergnügen, im Garten umher zu spazieren und die ganze Farbenpracht, die Düfte und die vielen Formen mit allen Sinnen aufzunehmen.

Dieses kraftvolle Rot des Mohns und die Beschaffenheit der Blütenblätter – wie zartes, zerknittertes Seidenpapier. Die Bewegung, wenn er sich sanft im Wind wiegt. Ein unglaublich schöner Anblick.

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Und der Duft dieser Rose ist atemberaubend. Es ist die französische „Malerrose Henri Matisse“. Ich habe sie vor vielen Jahren gepflanzt und jedes Jahr blüht und duftet sie den ganzen Sommer hindurch. Wenn sie besonders viele Blüten hat, streue ich einige in mein Badewasser ein – ein sehr sinnliches Vergnügen 🙂

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Auch die Magie der Lilien wirkt auf mich ein … wieder schweifen meine Gedanken zu Worten, die mich immer wieder tief bewegen, wenn ich diese Lilien sehe …

DIE LILIE   (Originaltitel: Ich und Du)

Wir träumen von einander
Und sind davon erwacht,
Wir leben, um uns zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht,
Du tratst aus meinem Traume,
aus Deinem trat ich hervor
Wir sterben, wenn sich eines
Im andern ganz verlor.
Auf einer Lilie zittern
Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in Eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund!

Johann Friedrich Hebbel

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Es sind ganz besondere Momente für mich, wenn mein Blick auf so viel Schönheit ruht und bezaubernde Worte, die viele Poeten mit uns schon teilten, meinen Geist durchfluten. Ein wundervoller Start in einen guten Tag … 🙂

FOR MY SOUL AND YOURS …

Wohl tausend Pferd und keinen Reiter!

Wie flattern ihr Schweif´ und Mähnen,

Wie sich die Nüstern schnaubend dehnen!

Noch hat sie kein Gebiss entehrt,

Kein Eisen ihren Huf verwehrt,

Kein Sporn hat ihre Haut zerfetzt,

Kein Peitschenhieb sie je verletzt.

So kommen sie herangezogen,

Als ob sie uns begrüßen wollten,

Gleichwie vom Ozean die Wogen,

Laut donnernd an die Küste rollen.

(Lord Byron)