Froh im April …

 

Froh in den April – 

….  die vielleicht bester Art, den April zu nehmen, lese ich gerade. Ja, das finde ich auch! Und dann noch einen tollen April-Song dazu, den könnt ihr bei Danny hören:

https://wolfgangdannyweber.wordpress.com/2017/04/20/april-alles-altbekannt/

mhhh … Deep Purple und ihr „April“ – wunderbar! 🙂

Und folgendes Gedicht ( http://www.lyrikmond.de/gedichte-thema-9-97.php )  –  also so gesehen, ist auch dieser wechselhafte April zu ertragen 🙂

Albert Sergel · 1876-1946

Erster April

Unterm Windstoß rauscht der Regen
schärfer in die grünen Blätter;
auf den aufgeweichten Wegen,
Kragen hoch, ins tollste Wetter
spring ich mit verwegenem Mute.
Und der Segen will nicht enden,
und mit Munde und mit Händen
hasch’ ich nach den Himmelsspenden.

Sorglos pfeif’ ich, frechvermessen,
eine Schelmenweis; indessen
lacht die helle Sonne wieder
warmen Gruß, die Liebe, Gute,
von dem blauen Himmel nieder,
trocknet schnell die nassen Kleider,
Hut und Mantel und so weiter,
lässt an Gras und Blätterspitzen
tausend Diamanten blitzen,
und ich fühle mich so reich:
Bin ich nicht dem König gleich?

Das sind meine Kronjuwelen,
und die kann kein Diebesvolk stehlen.
Alle schenk ich meinem Schatze,
der soll sie am Busenlatze,
soll am Hals, im Haar sie tragen,
wenn ich in den nächsten Tagen
sie als holde Königin
führe durch mein Reich dahin.

Ach! was wird sie lustig lachen,
tausend tolle Sachen machen!
Wird die schönsten Brillanten,
die im Sonnenlichte glühen,
Kronrubine und Demanten,
mit den kecken Fingerspitzen
– dieses Glitzern! dieses Sprühen! –
juchzend in die Lüfte spritzen;
wird an allen Zweigen rütteln,
die Smaragde und Topase
kichernd von den Bäumen schütteln
und ein süßes Mäulchen ziehen,
pitscht ihr einer auf die Nase.

Und an einem abgelegnen
mir und einzig meinem Schätzchen,
meinem wilden Schmeichelkätzchen,
wohlvertrauten stillen Plätzchen
wird es Küsse, Küsse regnen,
und ich halte duldsam still …
Aus dem Wald wie süße Geigen
wird ein seltsam Flüstern steigen,
und man weiß nicht, was es will …

Ssst …! Da plirrt es in den Zweigen,
Regentropfen fallen dichter;
durch des Waldes Dämmerschweigen
plustert elfisches Gelächter,
dass sich alle Büsche neigen,
und es lacht: „Verliebter Dichter!“
Ferner noch: „April! April!“

Schön, nicht wahr? Damit habe ich heute (m)einen neuen Apriltag begrüsst 🙂

„Zwei Gesichter“

 

Jeder hat sie, seine lichte und seine dunkle Seele, seinen Schatten. Und das ist keineswegs krank. Manchmal rede ich mit mir selbst, sozusagen mit meiner anderen Persönlichkeit. Zum Beispiel während ich male. Für diese Unterhaltung brauche und will ich keinen anderen Gesprächspartner, nur mich selbst.

Ich griff also zu Pinsel und Farben, noch sehr inspiriert vom Gemälde Die zwei Fridas, das ich letzte Woche während der Frida-Kahlo-Ausstellung sah. Mit diesem Gemälde erzählt sie über ihre zwei Persönlichkeiten. Andere wiederum erzählen darüber in ihren Büchern, wie zum Beispiel Hermann Hesse in seiner Biographie „Der Wanderer und sein Schatten“. Er erzählt überhaupt viel über seine zwei Perönlichkeiten. Jedenfalls, das Thema Hell und Dunkel, Licht und Schatten, Yin und Yang etc. interessiert mich sehr, philosophisch gesehen.

Man sagt zum Beispiel: „Dieser Mensch zeigt nicht sein wahres Gesicht“  oder  „Dieser Mensch hat zwei Gesichter“.

Ich habe jetzt auch zwei … in Acryl auf Leinwand 🙂  . Es hat mir Freude gemacht, sie zu malen und dabei meine Gedanken zum Thema fliessen zu lassen. Und das ist dabei herausgekommen: