Monat: September 2017
Wenn wir …
„Wenn wir – so wie Bäume – uns untereinander versorgen würden, wäre Friede auf dieser Welt.“, schrieb mir Sylvia als Antwort zu meinem Kommentar in Bezug auf einen wundervollen Beitrag von ihr: https://sckling.wordpress.com/2017/09/04/puppenmaedchen/
Dieser Aphorismus von ihr, den sie hier bei mir 🙂 veröffentlicht hat, zieht nun durch meine Gedanken – ich denke dabei an einen sehr schönen Artikel, den ich vor einiger Zeit gelesen hatte. Ich habe ihn wieder gefunden und möchte ihn euch nicht vorenthalten (jedenfalls nicht denjenigen, die sich dafür interessieren): „Das Geheimnis der Bäume“
https://www.zeitenschrift.com/artikel/das-geheimnis-der-baeume
„Bäume sind intelligente, lebendige Wesen, die mit ihresgleichen und ihrer Umwelt kommunizieren und lebenslange Freundschaften bilden können – das hat nun sogar die Wissenschaft ermittelt. “ …
Es geschieht auch unter uns Menschen, aber nicht unter allen! Gerade darum freue ich mich, finde es so tröstlich, wenn ich Sylvias Worte lese. Sie berichtet darüber und kennt offensichtlich „Das Geheimnis der Bäume“.
Lieben Dank an Sylvia für das Nachreichen dieses schönen Bildes mit ihrem Aphorismus 🙂 :
Ardea cinerea – der heilige Vogel der Frigg
Heute Morgen lief ich am Fluss entlang. Alles war sehr ruhig, nur das leise Rauschen des Flusses war zu hören. Etwas weiter unten sah ich einen Reiher, er stand auf der anderen Uferseite.
Ich kenne diesen Vogel: alle Reiher haben einen langen, dolchartigen Schnabel
, einen kurzen Schwanz
(macht nix, die Länge ist völlig irrelevant) und große, breite Flügel
(dafür sind sie zu beneiden).
Wie stolz er da stand und Kraft ausstrahlte. Auf einem Bein stand er, reglos wie erstarrt. Der Begriff „Krafttier“ schoss mir durch den Kopf. Ich hatte mal gelesen, dass, wenn man einem Reiher begegnet, man innehalten und ausruhen solle – dies wäre ein Zeichen von oben, ein Hinweis. Gut, dachte ich, etwas ausruhen war angebracht, denn ich kam gerade von der Physiotherapie und war ohnehin etwas ausgepowert.

Ich setzte mich an den Uferrand und beobachtete das Tier. Er ist so ein großer Vogel und trotzdem ist er völlig im Gleichgewicht (daran arbeite ich gerade bei der Physiotherapie). Er stand nur auf einem Bein und schaute auf sein Spiegelbild im Wasser. Dabei stellte er allerdings fest, dass da unten eine Feder quer lag. Dies hat er dann schnell in Ordnung gebracht und dann stand er regungslos und geduldig wartend.
Ganz ruhig beobachtete er und wartete, unglaublich ruhig und eins mit sich selbst. Ich schaute ihn an und dachte: so fühle ich mich gerade auch. Ich muss abwarten, bis sich meine Nerven in der Halswirbelsäule wieder regeneriert haben und die OP verkraftet ist. Das Leben wird dann wieder wie früher in Fluss kommen und ich werde dann instinktiv wissen, was ich zu tun habe ….

Dies alles hat er mir „gesagt“, dieser Kraftvogel, und er hat mir beim Innehalten beigestanden.
Warten … abwarten … geduldig sein – verdammt, ich kenne meine Schwächen, darauf muss mich dieser grosse Vogel nicht stupfen.
Aber ich kenne auch meine Stärken! Ich kann z.B. nachdenken – über Gott, Vögel und die Welt – und gleichzeitig dabei fotografieren. Wie sonst könnte ich euch diese schönen Fotos von einem faszinierenden, ja sogar „heiligen“ Vogel zeigen. 🙂





