Wieder geht ein Jahr zu Ende

 

 

Leise geht das Jahr zu Ende
Mancher Gedanke wiegt jetzt schwer
Wieder schliesst sich ein Kapitel im Buch des Lebens
Wie viele Seiten sind wohl noch leer?

Ein Berg von Vergangenheit steht stumm hinter mir
Der Schleier des Vergessens legt sich sanft darüber
Ich blicke mich suchend um
Was davon rette ich schnell ins neue Jahr hinüber?

Ist etwas darunter, das ich schon bald vermissen würde
Wichtig für meine zukünftige Lebensweiche
Was kann ich noch davon brauchen
Damit ich sicher mein Ziel erreiche?

Ich werde nochmals alles in Gedanken durchwandern
Überlegen, was darf ich mir für’s neue Jahr erhoffen
Lohnt es sich noch, an Altem festzuhalten
Oder ist es schon gut bedacht und abgeschlossen?

Auf keinen Fall darf ich die Erfahrungen vergessen
Muss nicht zu hoch gesteckte Ziele wählen
Ob Altes weiterführen oder besser auf Neues zählen
Keinesfalls soll der Weg wieder beim Gehen quälen.

Bei jedem Mal, wenn ich irre und dann das Ziel verfehle
Stellen sich weitere Zweifel ein
Wiederholungen bringen zwar Übung
Doch darf das nicht Sinn meiner Bemühungen sein.

Ich werde darum nochmals alles neu überdenken
Ein paar Tage sind es noch bis zum Neuen Jahr
Und dann darauf hoffen, dass ich meine Ziele erreiche
Vielleicht hilft mir ja einer – das wäre wunderbar.

© chrinolo

Ich denke, ich sollte jetzt was schreiben … (ein paar Gedankenfunken)

 

Für wen ich schreibe? Sollte ich das wissen?
Jedenfalls für mich.
Kann ich ahnen, wer lesen kann und vor allem will?

© Raymond Walden

Also, ich habe etwas geschrieben – für mich –  und unter „Entwürfe“ abgelegt!

Nun gut, ich denke, ich sollte vielleicht ein Bild malen!

Ich kann nichts dafür, dass meine Bilder sich nicht verkaufen lassen.
Aber es wird die Zeit kommen, da die Menschen erkennen,
daß sie mehr wert sind als das Geld für die Farbe.

© Vincent van Gogh

Hmmm … die Menschen sind noch nicht soweit, dass sie erkennen! Darum stelle ich meine Bilder auch nicht aus. Ein Verkauf findet daher selbstverständlich nicht statt.

Ich denke, ich könnte euch ein Lied vorsingen. Rabindranath Tagore sagte:

Gott achtet mich, wenn ich arbeite,
aber er liebt mich, wenn ich singe.

Jaaa … das trifft vielleicht auf Gott zu, aber keinesfalls auf euch! Habt ihr mich schon mal singen gehört? Das tue ich lieber auch nur für mich alleine.

Wie ihr seht, liebe ich die Kunst. Sie ist Bestandteil meines Lebens.

Doch auch ich habe festgestellt, was mir heute morgen eine Künstlerin schrieb:

„Es ist nicht leicht, die Menschen noch zur Kunst zu bewegen!
Kaufen, essen und trinken – das zieht eher.“