Trotzdem, ich schreibe es wieder! Diese Gedankenfunken sind es wert, dass man immer wieder (wenn nötig) daran denkt. Und jetzt gerade ist es nötig:
… immer noch zwei Wochen, bis ich endlich am Wasser bin Merde ! – ein bisschen Motivation hätte jetzt wirklich Sinn selbstverständlich Selbstmotivation! – das geht! Und damit ihr seht, dass ich keineswegs vergesslich bin, schreib ich jetzt ein paar ältere Zeilen hin Ich habe sie mal gelesen, es sind nicht meine, so gute Einfälle habe ich keine. Doch kenne ich einen, der viel Kluges spricht. Von ihm ist dieses motivierende Gedicht:
– SELBSTMOTIVATION –
als ich heut früh so in den spiegel schaute und mir dadurch sogleich den tag versaute da schwor ich mir: so kann´s nicht gehen den anblick will ich nicht mehr sehen
so ging ich in mich, einmal stündlich ein paar minuten, das aber gründlich und kam letztendlich zu dem schluß daß ich nur wenig ändern muß
die einstellung zum tage zählt wenn hier das positive fehlt dann kann der tag nichts gutes bringen und wird ganz einfach nicht gelingen
ich steh jetzt auf mit frohem brummen tue fröhlich vor dem spiegel summen schenke ein lächeln mir und sag „ich wünsch dir einen schönen tag“
„dieses kleine büchlein eignet sich wunderbar als geschenk“ …
Stimmt! Und ich habe mich sehr darüber gefreut. Es kam zum richtigen Zeitpunkt, denn ich war beim Impfen, danach total schlapp, hatte etwas Kopfschmerzen und mir tat zwei Tage lang der linke Arm weh. Dieses Büchlein konnte ich jedoch in Händen halten und genoss die feinen, kleinen Gedichte. Man könnte sogar sagen, es tröstete mich und lenkte mich ab. Der „schonungsvolle wie auch liebevolle Blick aufs Leben“ tat so richtig gut. Auch die schönen Illustrationen waren Balsam für´s Auge und brachten mich zum Lächeln.
Katzen … ich liebe sie! Ich konnte ihr Schnurren und Purren beim Lesen fühlen. Ein wohliges Gefühl ließ mich die Schmerzen im Arm vergessen. Seite für Seite zog an meinem Auge vorüber und brachte mich immer wieder zum Schmunzeln.
„Das musst du dir anschauen, solch eine Blütenpracht in unserem Garten!“, sagte ich zu meinem Mann und zeigte ihm das Foto.
„Und, was sagst du? Ist das nicht schön?“ Er warf einen Blick auf das Foto und sah mich verdutzt an. „Ist das alles?“, fragte er verwundert. „Jetzt mach mal aber ´nen Punkt“, erwiderte ich, „wenn ich bedenke, dass wir im Herbst NICHTS gepflanzt haben, dann ist das eine ganze Menge! Es ist trotzdem hier gewachsen, um uns eine Freude zu machen. Ja, genau so sehe ich das und Goethe würde es auch so sehen, denn er sagte vor langer Zeit:
Willst du dich am Ganzen erquicken, so musst du das Ganze im Kleinsten erblicken.
Genau das tue ich! Ich sehe schon fast alles vor mir – die Farben, die Formen der Blüten, die Fülle in den Blumenkästen … und dann erst der Duft … „Warte nur mal ab, bis die vielen Jungpflänzchen Mitte März kommen, die ich im Gartencenter bestellt habe 🙂 „, fügte ich erklärend hinzu.
Mein Mann sah mich nun anders an, also nicht mehr verdutzt, sondern … na ja, eher so ähnlich wie etwa erschrocken 😲
Damit hatte er nicht gerechnet! Ich meine, dass ich sooo viel im Kleinsten erblicken könnte 😍
Um ihn wieder etwas ausgeglichener zu stimmen, zeigte ich auf die zwei Enten, die vor uns im Bach umherschwammen.
„Sind die nicht goldig“, fragte ich, „das ist ein Entenpärchen! Vielleicht haben sie hier ein Nest gebaut, denn ich sehe sie schon ein paar Tage hier rumschwimmen.“ Dann geschah etwas seltsames. Mein Mann war beim Anblick des Entenpärchens keineswegs ausgeglichener. Vielleicht erschreckte ihn der Gedanke, dass ihm bald ganz viele kleine Entenküken zwischen den Beinen rumlaufen würden? Wer weiß!
Meine Gedanken waren nun bei Konrad Lorenz … die Verknüpfung ist doch logisch, oder? Also begann ich, über ihn zu sprechen. „Erinnerst du dich an Konrad Lorenz?“ fragte ich meinen Mann „Konrad Lorenz liebte diese Tiere sehr und hat viel über sie geschrieben und ich habe über ihn in meinem Blog berichtet ( https://seelenglimmern.com/2015/07/21/von-wegen-dumme-gans/ ). Erinnerst du dich?“ . Er erwiderte: „Nein und ich möchte jetzt auch nicht über Enten-Nachwuchs reden.“
Ich sah meinen Mann an und dachte dann an Worte, die ich eben von diesem Forscher kannte:
Dass etwas neu ist und daher gesagt werden sollte, merkt man erst, wenn man auf scharfen Widerspruch stößt.
Mein Mann glaubt doch nicht etwa, dass er mir nun ein Entengehege bauen soll, weil ich kleine Entchen so mag? 🤔
Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv – nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies. (Konrad Lorenz) …