Auch an Tagen wie diesen …

 

… versuche ich, Goethes Worten zu folgen. Ich habe dabei großen Respekt vor den Menschen, die so viel Arbeit und Gedanken in ihr Lied, ihr berührendes  Gedicht oder treffliches Gemälde gesteckt haben. Diese Menschen wollen uns berühren und was ist schöner als Berührung in diesen schweren Zeiten des „Distanz halten“.

Was Goethe sagte, ist für mich das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen. Also:

Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und,
wenn es möglich zu machen wäre,
einige vernünftige Worte sprechen.

Mein Heute-Lied:

Mein Heute-Gedicht ist zugleich mein Wunsch für euch alle. Mein Wunsch für euch lautet:

Nicht, dass keine Wolke deinen Weg überschatte
Nicht, dass dein Leben künftig ein Beet voller Rosen sei
Nicht, dass du niemals bereuen müsstest
Nicht, dass du niemals Schmerzen empfinden solltest
Nein, das wünsche ich dir nicht

Mein Wunsch für dich lautet:
Dass du tapfer bist in Stunden der Prüfung
Wenn andere Kreuze auf deinen Schultern liegen
Wenn Berge zu erklimmen und Klüfte zu überwinden sind
Wenn die Hoffnung kaum mehr schimmert
Dass jede Gabe, die Gott dir schenkt, mit dir wachse
Und sie dir dazu diene, denen Freude zu schenken, die dich mögen
Dass du immer einen Freund hast
Der es Wert ist so zu heißen
Dem du vertrauen kannst
Der dir hilft, wenn du traurig bist.
Der mit dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt

Und noch etwas wünsche ich dir:
Dass du in jeder Stunde der Freude und des Schmerzes die Nähe Gottes spürst
Das ist mein Wunsch für dich und für alle, die dich mögen.
Das ist mein Wunsch für dich, heute und alle Tage.
(Anonym)

Seid weiterhin tapfer, rücksichtsvoll und bleibt gesund – oder werdet ganz schnell wieder gesund.   💝

Andrà tutto bene !

 

„Tag und Nacht klingen derzeit die stimmungsvollen und hoffnungsvollen Lieder durch die Gassen und Strassen Italiens.“  …

Ja, so ist es :

Es genügt, die Musik eines Landes zu beobachten, um seine Sitten zu kennen.

Lü Bu We (Lü Buwei)

Nur ein Lied färbt die Grauseele bunter

Ich setze mich hin unter nächstbesten Busch
Und sing’’s Blau mir vom Himmel herunter;
Nur ein Lied färbt die Grauseele bunter.
Aus dem Grautag, in welchen die Sorge öd weint,
Wird ein Blautag, sobald nur ein Lied hell erscheint;
Die verstockteste Wolke wird munter.
Wo ein Liebeslied rot wie die Sonne aufgeht,
Jede Wange frohleuchtend voll Herzblut dasteht.
So ein Rot geht dann schwer mehr herunter.

Max Dauthendey

Mit meinen Gedanken bin ich bei diesen Menschen und wünsche ihnen, dass auch für sie bald alles wieder gut wird!

50-jähriges Jubiläum des „Abbey Road“-Covers … Erinnerungen

 

„I’ll never do you no harm, believe me darlin'“ …   ein Versprechen von meinem ersten „wahren Freund“, das er nie gebrochen hat. Wir besuchten damals zusammen die Realschule und er sang diesen Song auf dem Pausenhof. Ich höre noch immer seine Stimme, als wäre es erst gestern gewesen. Und wie süß er aussah mit seiner Beatles-Frisur und den schwarzen Schlag-Hosen. Mit einem unglaublich bezaubernden Lächeln stand er lässig vor mir, bewegte seinen Körper wiegend im Rhythmus und sah mich verliebt an. Ein bisschen ähnelte er Paul McCartney.

Am Wochenende war er Drummer in einer Rockband und liebte die Musik dieser für uns so wunderschönen Zeit – und er bewunderte die Beatles. Nur kurze Zeit später starb er … völlig unerwartet und noch so jung. Seine Worte von damals aber klingen in mir weiter, besonders diese: